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Steinhuder Museen zeigen zeitgenössische Nesthäkchen-Bände

12.05.2021 • Redaktion • Aufrufe: 117

Mit ihrer Kinderbuchklassikerserie „Nesthäkchen“ wurde Else Ury berühmt. Die Schriftstellerin überlebte das Dritte Reich nicht – sie war Jüdin. Die Steinhuder Museen machen ihr Werk nun zum Teil der Erinnerung an die Judenverfolgung im Rahmen des Projekts „Ein : Blicke“.

12.05.2021
Redaktion
Aufrufe: 117

Mit ihrer Kinderbuchklassikerserie „Nesthäkchen“ wurde Else Ury berühmt. Die Schriftstellerin überlebte das Dritte Reich nicht – sie war Jüdin. Die Steinhuder Museen machen ihr Werk nun zum Teil der Erinnerung an die Judenverfolgung im Rahmen des Projekts „Ein : Blicke“.

Nesthäkchen-Ausstellung

Nesthäkchen-Ausstellung im Fenster | Foto: privat

Steinhude (red). Am 8. Mai jährte sich zum 76. Mal das Ende des Zweiten Weltkrieges. Das Grauen, das viele Menschen durch Verfolgung oder auf den Schlachtfeldern des Krieges erlebt hatten, endete damit. Zurück blieb ein zerstörtes Land und eine Gesellschaft, die nach den Jahren der nationalsozialistischen Diktatur zurück in eine demokratische Gesellschaftsordnung finden musste – jedenfalls in den westlichen Besatzungszonen.

Dritte Runde für das Projekt „Ein : Blicke“

Das Projekt „Ein : Blicke“ stellt sich mit der dritten Runde anhand ausgesuchter Exponate diesem Themenspektrum. So erinnert der Holzbaukasten Deutscher Wiederaufbau an die Neugestaltung der zerstörten Städte und die selbstgebauten Puppenstubenmöbel – ca. 1946 – an die Mangelwirtschaft. Die Buchreihe „Nesthäkchen“ steht für die Verfolgung jüdischer Mitbürger, denn Else Ury – die Autorin dieses Klassikers der Backfischliteratur – war Jüdin und kam 1943 in den Gaskammern des Konzentrationslagers Auschwitz ums Leben. Das Quartett „Bedeutende Persönlichkeiten“ aus dem Jahre 1955 diente der Schärfung der demokratischen Gesinnung. Diese und weitere Exponate sind ab sofort in den Frontfenstern des Fischer- und Webermuseums/Spielzeugmuseums ausgestellt.

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