18. Mai 1916: 17 Per­so­nen bei einer Zugent­glei­sung ver­un­glückt

wunstorfvor100jahren

Wir schrei­ben das Jahr 1916, mit­ten im Ers­ten Welt­krieg. Wunstorf ist eine klei­ne, land­wirt­schaft­lich gepräg­te Ort­schaft in der preu­ßi­schen Pro­vinz. Doch Unglü­cke pas­sie­ren auch abseits des Krie­ges – und ste­hen dann natür­lich in der Zei­tung. In unse­rer heu­ti­gen Zeit wäre es eine Bil­der­stre­cke auf Sei­te 1 – in der Wunstor­fer Zei­tung im Juli 1916 eine klei­ne, sach­li­che Mel­dung – ohne Foto:

Ein schwe­res Eisen­bahn­un­glück hat sich auf der Stre­cke Pas­sau – Pockin­ger zuge­tra­gen. Die Ursa­che ist dar­in zu suchen, dass durch die vie­len Regen­fäl­le der letz­ten Tage der Bahn­kör­per völ­lig unter­spült wor­den ist. Als ein Lokal­bahn­zug eine Böschung pas­sier­te, stürz­te der Zug den Bahn­damm hin­ab. Sechs Rei­sen­de sind in schwer­ver­letz­tem und zehn wei­te­re in leicht­ver­letz­tem Zustand auf­ge­fun­den wor­den. Der Loko­mo­tiv­füh­rer ist getö­tet. Der Sach­scha­den ist sehr groß, da der Post­wa­gen und ver­schie­de­ne ande­re Wagen voll­stän­dig zer­trüm­mert wur­den.


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