In Wunstorf gestohlene Fahrräder wieder aufgetaucht

Nicht alle gestohlenen Fahrräder landen im Ausland – und manchmal tauchen sie auch wieder auf und können ihren Eigentümern zurückgegeben werden. Zwei Wunstorfer Fahrradeigentümer werden ihre Fahrräder bald wiederhaben.

Dienstkleidung der Wunstorfer Polizei (Symbolbild) | Foto: Daniel Schneider

Braunschweig (red). Gerade bei Fahrrädern sind Ermittlungserfolge eher selten. Wenn das Rad erst einmal weg ist, dann bleibt es meist für immer verschwunden – sofern es von professionellen und nicht nur von Gelegenheits-Dieben entwendet wurde. Da helfen auch Codieraktionen meist wenig.

Fahndungserfolg der Ermittlungsgruppe

Doch nun hatten zwei Wunstorfer Fahrradeigentümer Glück: die „Ermittlungsgruppe Zweiradkriminalität“ der Braunschweiger Polizei konnte zwei Fahrräder sicherstellen, die Anfang des Monats in der Auestadt gestohlen worden waren.

Als die Polizisten am vergangenen Freitag auf dem Braunschweiger Schützenplatz-Flohmarkt das Angebot eines Fahrradverkäufers inspizierten, stellten sie fest, dass eines der Damenräder am 8. Juli in Wunstorf als gestohlen gemeldet worden war.

Zwischenhändler

Der 41 Jahre alte Verkäufer gab an, das Rad selbst von einem anderen Anbieter gekauft zu haben. Auch diesem Verkäufer, einem 63-Jährigen, statteten die Beamten einen Besuch ab und entdeckten dabei ein weiteres Fahrrad, ein Herrenrad, das in Wunstorf gestohlen worden war.

Der Mann erklärte den Ermittlern, seine Handelsware im Raum Hannover zu erwerben. Nun ermittelt die Polizei wegen Hehlerei. Die Wunstorfer Eigentümer werden ihre Fahrräder nun bald zurückbekommen.

Info: Kauf gestohlener Gebrauchträder
Beim Gebrauchtkauf von Fahrrädern ist besondere Vorsicht geboten, denn auch Unwissenheit schützt nicht davor, dass ein Fahrrad sichergestellt wird, wenn es die Polizei in einer Kontrolle als gestohlen identifiziert. An Diebesgut kann rechtlich kein Eigentum erworben werden. Ist auch der Verkäufer dann nicht mehr greifbar, sind Gebrauchtrad und Geld weg.

Die Braunschweiger Polizei rät, insbesondere bei Gebrauchträderkäufen im Internet oder auf Flohmärkten besonders wachsam zu sein, auf einem Herkunftsnachweis zu bestehen und sich die Personalien des Verkäufers aufzuschreiben. Besonders skeptisch sollte man bei sehr günstigen Angeboten werden.

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