Wunstorf gedenkt 70 Jahre Berliner Luftbrücke

Big Band der U.S. Air Forces in Euro­pe spielt vor der Stadt­kir­che

Am heu­ti­gen Sams­tag gibt die „U.S. Air Forces in Euro­pe Band“ ein Open Air Kon­zert. Zwi­schen 13 und 17 Uhr spielt die inter­na­tio­nal bekann­te Band vor der Stadt­kir­che. Die Stadt Wunstorf und das Luft­trans­port­ge­schwa­der 62 laden anläss­lich des 70. Jah­res­ta­ges der Ber­li­ner Luft­brü­cke alle inter­es­sier­ten Bür­ger dazu ein.

Big Band der U.S. Air Forces in Europe
Die Big Band der U.S. Air Forces in Euro­pe | Foto: pri­vat

Wunstorf (red). Die USAFE-Band hat eine lan­ge Geschich­te und ist seit dem Zwei­ten Welt­krieg vor Prä­si­den­ten, Köni­gin­nen und Köni­gen, Staats­ober­häup­tern, reli­giö­sen Füh­rern, Bot­schaf­tern, Diplo­ma­ten, Mili­tär­an­ge­hö­ri­gen und Mil­lio­nen von Zuschau­ern auf­ge­tre­ten. Die Big Band ver­bin­det sich mit Men­schen unter­schied­li­cher Kul­tu­ren und Kul­tur­krei­se, um Part­ner­schaf­ten auf­zu­bau­en, die zu einem star­ken, koope­ra­ti­ven Euro­pa und Afri­ka bei­tra­gen.

In Wunstorf wer­den die Musiker(innen) vom US-Luft­waf­fen­stütz­punkt in Ram­stein eine locke­re Mischung aus vir­tu­os gespiel­ten Swing- und Jazz-Klas­si­kern von Glenn Mil­ler bis Ben­ny Good­man mit groß­ar­ti­gen Solis­ten prä­sen­tie­ren, um den läs­si­gen Big-Band-Sound der 40er Jah­re wie­der­auf­er­ste­hen zu las­sen.

INFO: Wunstorf und die Ber­li­ner Luft­brü­cke
Als die West­mäch­te im Juni 1948 in ihren Zonen die Wäh­rung von Reichs­mark auf D-Mark umstell­ten, blo­ckier­ten die Sowjets sämt­li­che Ver­kehrs­we­ge von und nach Ber­lin, weil sie woll­ten, dass die nicht kauf­star­ke DM-Ost auch in West­ber­lin gel­ten soll­te. Die­se Maß­nah­me hat­te zur Fol­ge, dass über zwei Mil­lio­nen West­ber­li­ner von der Ener­gie- und Lebens­mit­tel­ver­sor­gung total abge­schnit­ten waren. Als Reak­ti­on dar­auf ent­schlos­sen sich die Alli­ier­ten zu einer Luft­brü­cke, um so mög­lichst schnell den ein­ge­schlos­se­nen West­teil der Haupt­stadt aus der Luft zu ver­sor­gen, denn allein die vor­han­de­nen Lebens­mit­tel­vor­rä­te reich­ten nur für 36 Tage. Inner­halb der bis Sep­tem­ber 1949 dau­ern­den Luft­brü­cke spiel­te der Flie­ger­horst Wunstorf eine bedeu­ten­de Rol­le, denn wäh­rend der Blo­cka­de flog allein die Roy­al Air Force Sta­ti­on Wunstorf ein Sechs­tel aller nach Ber­lin trans­por­tier­ter Ver­sor­gungs­gü­ter der Alli­ier­ten.

Mit einer wei­te­ren Ver­an­stal­tung wird der Ber­li­ner Luft­brü­cke außer­dem gedacht wer­den: Am 4. Okto­ber wird Hei­ner Witt­rock in der Ju-52-Hal­le am Flie­ger­horst einen Licht­bild­vor­trag hal­ten. Witt­rock wird mit über 100 Fotos, Gra­phi­ken und Vide­os spe­zi­ell zur Air Base Wunstorf detail­liert erläu­tern, war­um die „Ope­ra­ti­on Plain­fa­re“ trotz diver­ser Anfangs­pro­ble­me, zahl­rei­cher Wid­rig­kei­ten und meh­re­ren töd­li­chen Unfäl­len letzt­end­lich von Erfolg gekrönt war. Es ist die Wie­der­ho­lung des Vor­tra­ges, der schon am Diens­tag die­ser Woche im Sozi­al­zen­trum der Psych­ia­trie statt­fand.

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1 Kommentar
  1. […] war jedoch der Auf­tritt der U.S. Air Forces in Euro­pe Band. Die Band war anläss­lich des Geden­kens an die Ber­li­ner Luft­brü­cke zu Gast in Wunstorf. Bei der Hilfs­ak­ti­on vor 70 Jah­ren hat­te auch der Flie­ger­horst […]

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