Heiko Holste referiert in Abtei

Vortrag über Weimarer Republik

Im Rahmen des Projektes „Wunstorf in der Weimarer Republik. Demokratie zwischen den Katastrophen“,  beteiligt sich die Stiftung Rotes Lehmhaus am 3. Februar um 17 Uhr in der Abtei mit einem Vortrag von Dr. Heiko Holste.

Heiko Holste
Dr. Heiko Holste referiert im Rahmen des Projektes „Wunstorf in der Weimarer Republik. Demokratie zwischen den Katastrophen“ | Foto: Photothek/Thomas Imo

Das Vortragsthema lautet „Warum Weimar? Wie Deutschlands erste Republik zu ihrem Geburtsort kam„.

Im Jahre 2019 jährt sich zum 100. Male mit dem Zusammentritt der Weimarer Nationalversammlung und der Verabschiedung der Weimarer Reichsverfassung die Gründung der ersten Demokratie in Deutschland. Nach Ende des Ersten Weltkriegs hatte die Monarchie ihre Legitimation verloren und musste einer neuen, parlamentarisch-demokratischen Staatsform weichen, die Grundrechte und politische Teilhabe gewährte.

Auf der Grundlage zahlreicher Quellen zeichnet Holste die abenteuerliche Suche nach einem Geburtsort für Deutschlands erste Republik nach und räumt mit zählebigen Legenden auf: Der Grund für den Fortgang aus Berlin war nicht etwa revolutionäre Unruhe in der Hauptstadt, sondern eine „Los-von-Berlin!“-Stimmung im Reich, die Deutschland an den Rand des Zerfalls brachte. In dieser Situation hatte Friedrich Ebert die rettende Idee für die Republik-Gründung in Weimar. Mit der Nationalversammlung außerhalb Preußens, aber auch außerhalb Bayerns, auf halber Strecke zwischen Berlin und München, rettete er die Einheit des Reiches.

Heiko Holste wuchs in Wunstorf auf, studierte in Göttingen und lebt heute in Berlin, wo er als promovierter Jurist in leitender Funktion im Bundespräsidialamt tätig ist.

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1 Kommentar
  1. Tanja Fiedler meint

    Es war sehr kurzweilig und interessant.

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