AfD deu­tet Kon­fron­ta­ti­ons­kurs an

Die Wunstor­fer AfD zeigt sich ver­wun­dert über die öffent­li­chen Aus­sa­gen ande­rer Par­tei­en, die eine Zusam­men­ar­beit kate­go­risch aus­schlie­ßen – und kün­digt indi­rekt eine Blo­cka­de­hal­tung bei den Wah­len zu den Orts­rats­vor­sit­zen­den an.

Wahlplakat der AfD in Wunstorf | Foto: Mirko Baschetti
Wahl­pla­kat der AfD in Wunstorf | Foto: Mir­ko Baschet­ti

Bei der Mit­glie­der­ver­samm­lung der AfD Wunstorf wur­den die Ergeb­nis­se der Kom­mu­nal­wahl noch ein­mal reflek­tiert. Stadt­ver­bands­vor­sit­zen­der Bernd Wisch­hö­ver fass­te das gute Abschnei­den der Par­tei zusam­men. In den Orts­tei­len, in denen die AfD ange­tre­ten war (Kan­di­da­ten waren nur für 3 der 10 Orts­rä­te auf­ge­stellt) wur­de sie – mit Aus­nah­me des Wunstor­fer Orts­ra­tes – zur dritt­stärks­ten Kraft und ver­dräng­te Bünd­nis 90/Die Grü­nen in Stein­hu­de und Kolen­feld auf den vier­ten Rang. Im Wunstor­fer Orts­rat lan­de­te die Afd knapp hin­ter den Grü­nen und erhielt fast dop­pelt so vie­le Stim­men wie die FDP, die dadurch nun nicht mehr viert-, son­dern fünft­größ­te Frak­ti­on ist.

Beson­ders erfreut zeig­te sich Wisch­hö­ver über das per­sön­li­che Ergeb­nis bei der Wahl zur Regi­ons­ver­samm­lung: Hier lag er mit 2.530 Stim­men gleich­auf mit der SPD-Kan­di­da­tin, die auf Platz eins der sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Lis­te kan­di­dier­te.

Reak­ti­on auf ver­wei­ger­te Zusam­men­ar­beit

Die Ergeb­nis­se wur­den erör­tert und dar­aus Rück­schlüs­se gezo­gen für die künf­ti­ge Arbeit in den Orts­rä­ten und dem Stadt­rat. Ver­wun­dert gibt sich die AfD über pau­scha­le Aus­sa­gen ande­rer Par­tei­en, gene­rell nicht mit der AfD zusam­men­ar­bei­ten zu wol­len. So hat­te etwa die FDP von vorn­her­ein Gesprä­che mit der AfD deut­lich abge­lehnt, was die AfD für einen Sei­ten­hieb auf die Eigen­schaft der FDP als 2-Per­so­nen-Frak­ti­on nutz­te.

Die AfD ver­weist dar­auf, dass sie eine demo­kra­ti­sche Par­tei sei, die von mehr als 10 Pro­zent der Wäh­ler gewählt wur­de. Soll­te es bei einer gene­rel­len Ableh­nung der AfD blei­ben, kann sie nicht aus­schlie­ßen, dass sich dies bei den Wah­len zu den Vor­sit­zen­den der Orts­rä­te aus­wirkt. Eine vor­he­ri­ge Fest­le­gung des Abstim­mungs­ver­hal­tens erfol­ge sei­tens der Par­tei selbst­ver­ständ­lich nicht, oblä­ge aber den ein­zel­nen Mit­glie­dern in den Räten.

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