Lokalpolitik

CDU sieht Nachholbedarf

Bebauungspläne für „Häuslebauer“

Die Fraktionsvorsitzende der CDU-Ratsfraktion, Christiane Schweer, kann die Kritik des SPD-Vorsitzenden Thorben Klant nicht nachvollziehen und spricht ihm den Zugang zur Realität ab.

Hochhausfassade
Fassade eines Hochhauses in Wunstorf (Symbolbild) | Foto: Daniel Schneider

Wunstorf (red). Die Kritik des Herrn Klant könne man so nicht im Raum stehen lassen, beschwert sich Christiane Schweer als dieser von der Stadtverwaltung fordert, schneller mehr Baugebiete auszuweisen.

Bezüglich des Wohnungsbaus in Wunstorf habe der SPD-Vorsitzende völlig die Realität verdrängt, so die Fraktionsvorsitzende der CDU-Ratsfraktion. Die SPD habe sich in den Jahren von 2008 bis 2016 vehement gegen die Aufstellung von Bebauungsplänen für Wohnraum ausgesprochen. Als Begründung habe eben auch der demografische Wandel gedient. „Da wurden die Forderungen der CDU nach Bauland als weltfremd bezeichnet“, so Schweer. Erst vor wenigen Jahren hätte die SPD dann gedanklich umgeschwenkt und gemeinsam mit der CDU das Programm „Wohnen in Wunstorf 2025“ entwickelt.

„Auf Fingerschnipp können allerdings keine Baugebiete ausgewiesen werden“, führt Schweer weiter aus, „da dies allein vom Aufstellungs- bis zum Satzungsbeschluss aus rechtlichen Gründen zwei Jahre dauert.“
Die Verwaltung sei indes mit einigen großen Bauprojekten beschäftigt: Mühlenaue, Sölterkreuzung, dem Gelände für die zivile Wartung des A400M und diversen anderen Bebauungsplänen von Investoren. In einigen anderen Fällen sei der Bebauungsplan abgeschlossen, so dass nun der Investor den nächsten Schritt machen müsse. „Es wird Wohnraum in Wunstorf geschaffen und in den nächsten Jahren fertiggestellt sein. Auch das Bauen dauert seine Zeit“, ergänzt die CDU-Politikerin.

Dem CDU-Fraktionsvorsitzendem Martin Pavel lägen dabei besonders die Ausweisung von Bebauungsplänen für die sogenannten „Häuslebauer“ am Herzen. Hier gäbe es in der Tat Nachholbedarf. Aber das große Problem in diesem Zusammenhang sei die Verfügbarkeit von Flächen, so Pavel. „Wenn das Bauland erschwinglich bleiben soll, kann dem Flächeneigentümer auch nur ein begrenzter Betrag gezahlt werden“, ergänzt er. „Da wird leider so manche gute von der Verwaltung aufgezeigte Baulandreserve eine Wiese bleiben müssen.“

Die großen Versäumnisse lägen vor 2016 und dafür sei die SPD in Wunstorf verantwortlich. „Es reicht nicht aus, wenn Herr Klant Regionsstatistiken zitiert und Verwaltungsmitarbeiter kritisiert, die die Beschlüsse der SPD-geführten Mehrheitsfraktion umsetzt“, sagen die CDU-Verantwortlichen abschließend.

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