Bis­he­ri­ge Juso-Vor­sit­zen­de kri­ti­sie­ren SPD-Orts­ver­ei­ne

Nächs­ter regio­na­ler Pau­ken­schlag mit­ten im Land­tags­wahl­kampf: Juso-Vor­sit­zen­de legen Ämter nie­der und zie­hen sich teils aus der akti­ven Kom­mu­nal­po­li­tik zurück.

Gage Alex­an­der Kuckuck | Foto: Jusos Wunstorf

Wunstorf (red). Am Don­ners­tag erklär­ten die Wunstor­fer und Neu­städ­ter Juso-Vor­sit­zen­den Gage Alex­an­der Kuckuck und Felix Mey­er, mit sofor­ti­ger Wir­kung von ihren Ämtern zurück­zu­tre­ten. Kuckuck legt zudem auch sein Amt als Schrift­füh­rer im Wunstor­fer SPD-Orts­ver­ein nie­der.

Zu den Grün­den führ­te Kuckuck aus, dass „Ereig­nis­se in den ver­gan­ge­nen Mona­ten“ in der Wunstor­fer SPD dafür ver­ant­wort­lich sei­en. So sei er als geschäfts­füh­ren­des Mit­glied in vie­le Pro­zes­se nicht ein­ge­bun­den wor­den, eine Ent­schei­dungs­fin­dung im klei­nen Kreis am Stamm­tisch pas­se nicht zu sei­nem Poli­tik­ver­ständ­nis. Eine Ver­jün­gung der Stadt­rats­frak­ti­on sei nicht zustan­de gekom­men. Außer­dem warf er den Orts­ver­ei­nen inso­weit frag­wür­di­ge Metho­den bei der par­tei­in­ter­nen Land­tags­kan­di­da­tur vor, sowie den Vor­sit­zen­den, die Rede­zeit bei Sit­zun­gen ver­kür­zen zu wol­len.

Mey­er und Kuckuck waren auch Mit­ar­bei­ter des für die Land­tags­wahl nicht wie­der­auf­ge­stell­ten Mus­ta­fa Erkan. Statt­des­sen wur­de vor allem mit den Stim­men der Wunstor­fer Genos­sen Wieb­ke Osi­gus nomi­niert.

Belei­di­gun­gen wegen Pas­si­vi­tät?

Aus die­sen Grün­den habe Kuckuck mit sei­nem Juso-Kol­le­gen aus Neu­stadt und Ande­ren nicht im Wahl­kampf mit­ge­ar­bei­tet, dafür sei den bei­den wie­der­um Unmut ent­ge­gen­ge­bracht wor­den. Mey­er sprach davon, dass er und ihm Nahe­ste­hen­de von eigent­li­chen Freun­den mas­siv belei­digt und unter Druck gesetzt wor­den sei­en. Dies hät­te letzt­end­lich den Aus­schlag gege­ben, einen „Schluss­strich” zu zie­hen, so Kuckuck wei­ter.

Ich kann und will mit den jet­zi­gen Par­tei­funk­tio­nä­ren nicht mehr zusam­men­ar­bei­ten.“Felix Mey­er

Kuckuck will sich unab­hän­gig von die­sem Schritt wei­ter­hin ehren­amt­lich im Wunstor­fer Sport enga­gie­ren. Der SPD blie­be er selbst­ver­ständ­lich ver­bun­den, wenn auch nicht mehr in der akti­ven Poli­tik in Wunstorf- Auch Mey­er wird sein ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment in ande­re Bah­nen len­ken und sich stär­ker auf die Arbeit in sei­nem Orts­rat kon­zen­trie­ren.

Orts­ver­ein­füh­rung bedau­ert die Ent­schei­dung

Tor­ben Klant, Vor­sit­zen­der der SPD in Wunstorf, sag­te auf Nach­fra­ge der Auepost, dass er die vor­ge­brach­ten Punk­te nicht nach­voll­zie­hen kön­ne. Die Rede­zei­ten wol­le man zwar in der Tat ver­rin­gern, dies aber aus rein orga­ni­sa­to­ri­schen Grün­den, da die Zahl der Vor­tra­gen­den das Zeit­bud­get andern­falls irgend­wann spren­gen wür­de.

Wir fin­den das sehr scha­de.“Tor­ben Klant

Dadurch wür­de jedoch nie­mand am Reden gehin­dert, es gin­ge um eine annehm­ba­re Gesamt­re­de­zeit für alle, nicht um eine Beschrän­kung der Reden Ein­zel­ner. Man bedaue­re den Rück­tritt von Kuckuck und fin­de es sehr scha­de, dass er sich aus der Kom­mu­nal­po­li­tik in Wunstorf zurück­zie­he. Der zwei­te Juso-Vor­sit­zen­de in Wunstorf, Majid Atris, führt die Jung­so­zia­lis­ten nun allein an.


Copy­right © 2017 Wunstor­fer Auepost. Tex­te und Fotos sind urhe­ber­recht­lich geschützt. Wei­ter­ver­wen­dung nur mit Geneh­mi­gung der Redak­ti­on.
- Anzeige -

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.