Bür­ger­be­tei­li­gung wegen Bahn­lärm

Der Schie­nen­gü­ter­ver­kehr soll um 60 % zuneh­men – durch Wunstor­fer Wohn­ge­bie­te hin­durch. Die Wunstor­fer CDU-Frak­ti­on emp­fiehlt allen Betrof­fe­nen, sich an der Erhe­bung zum Bahn­lärm zu betei­li­gen, um einen umfas­sen­de­ren Lärm­schutz zu errei­chen.

So roman­tisch Schie­nen auch sein kön­nen – der Bahn­lärm in Wunstorf wird zuneh­men | Foto: Dani­el Schnei­der

Wunstorf (red). Die CDU-Frak­ti­on emp­fiehlt den Wunstor­fern, sich aktiv am „Lärm­ak­ti­ons­plan Schie­ne” zu betei­li­gen. Geplant ist eine Erhö­hung des Güter­ver­kehrs um ca. 60 %. Zusätz­lich führt eine wei­te­re Haupt­stre­cke (Minden–Hannover) mit einer hohen Güter­zug­be­las­tung auch durch Wunstor­fer Wohn­ge­biet. Geplant ist auch hier eine wesent­li­che Kapa­zi­täts­stei­ge­rung. Der zu erwar­ten­den gra­vie­ren­den Stei­ge­rung und der damit ver­bun­de­nen Lärm­emis­si­on ist zwin­gend mit ent­spre­chen­dem Lärm­schutz zu begeg­nen, sind sich die Uni­ons­po­li­ti­ker einig. Zur­zeit fah­ren noch ca. 100.000 Züge im Jahr auf die­ser Stre­cke.

Der geplan­te Aus­bau des Güter­ver­kehrs auf Schie­nen kön­ne nicht untä­tig hin­ge­nom­men wer­den, daher macht die Frak­ti­on dar­auf auf­merk­sam, dass das Eisen­bahn-Bun­des­amt betrof­fe­ne Anwoh­ner auf­ruft, sich über den Lärm­ak­ti­ons­plan mit in die Pla­nung ein­zu­brin­gen. Die Stre­cke Hannover–Bremen wird als Haupt­stre­cke vor­ran­gig aus­ge­baut und ertüch­tigt.

Wir kön­nen den von der Bahn geplan­ten Aus­bau des Güter­ver­kehrs ohne Ver­bes­se­rung des Lärm­schut­zes für die Men­schen in Wunstorf nicht still­schwei­gend und untä­tig hin­neh­men.“Chris­tia­ne Schweer, Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de

Das Eisen­bahn-Bun­des­amt sam­melt jetzt Hin­wei­se und Daten aus der Bevöl­ke­rung und erstellt damit Lärm­kar­ten. Sie sol­len zei­gen, wo es wie laut ist. Die Kar­ten sind die Grund­la­ge für Ent­schei­dun­gen zur Ver­bes­se­rung des Lärm­schut­zes. Die Bahn ist aller­dings nur in bestimm­ten Fäl­len ver­pflich­tet, den Lärm zu min­dern oder neu­en Lärm­schutz zu pla­nen. Jeder, der sich durch den Schie­nen­lärm beein­träch­tigt fühlt, hat bis zum 25. August die Mög­lich­keit, sich online zu betei­li­gen. Der Link zum Fra­ge­bo­gen ist unter www.laermaktionsplanung-schiene.de abruf­bar. Für die Betei­li­gung müs­sen sich die Teil­neh­mer ein­mal online regis­trie­ren.


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