CDU Stein­hu­de kri­ti­siert Ampel

In Stein­hu­de steht bei der Wahl zum Orts­bür­ger­meis­ter eine Kampf­kan­di­da­tur bevor. Obwohl die Mehr­heit aus SPD, Grü­nen und FDP ange­kün­digt hat, den bis­he­ri­gen Amts­in­ha­ber zu unter­stüt­zen, strebt auch die CDU den Orts­bür­ger­meis­ter­pos­ten an.

Wunstorfs CDU-Fraktionsvorsitzende Christiane Schweer | Foto: privat
Wunstorfs CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Chris­tia­ne Schweer | Foto: pri­vat

SPD, Grü­ne und FDP haben sich in Stein­hu­de auf eine Zusam­men­ar­beit ver­stän­digt und wol­len gemein­sam den Orts­bür­ger­meis­ter stel­len. Das Nach­se­hen haben die Christ­de­mo­kra­ten: obwohl Spit­zen­kan­di­da­tin Chris­tia­ne Schweer (CDU) bei der Kom­mu­nal­wahl mehr Stim­men erhielt als die jewei­li­gen Ver­tre­ter der bal­di­gen Ampel­ko­ali­ti­on, dürf­te der bis­he­ri­ge Orts­bür­ger­meis­ter, Wil­helm Bredt­hau­er (SPD), im Amt bestä­tigt wer­den.

Neue Bünd­nis­se erfor­der­lich

Ergebnisse der Steinhuder Ortsratswahl 2016 | Graphik: Auepost
Ergeb­nis­se der Stein­hu­der Orts­rats­wahl 2016 | Gra­phik: Aue­post

Die CDU war in Stein­hu­de bei der Wahl im Sep­tem­ber die stärks­te Kraft gewor­den. Wegen dem guten Abschnei­den der AfD wäre neben Rot-Gelb-Grün nur noch eine gro­ße Koali­ti­on infra­ge gekom­men, wobei die CDU dann den Orts­bür­ger­meis­ter hät­te stel­len dür­fen.

Ent­spre­chend ent­täuscht gibt sich Schweer ange­sichts der Bil­dung einer Ampel­ko­ali­ti­on und dem Umstand, dass sich SPD und Grü­ne wäh­rend der Son­die­rungs­ge­sprä­che mit der CDU distan­ziert gezeigt hät­ten.

Am Wäh­ler­wil­len vor­bei“Chris­tia­ne Schweer (CDU)

Dass die SPD der CDU bereits vor 5 Jah­ren, trotz eines ähn­lich guten Stimm­ergeb­nis­ses, nicht den stell­ver­tre­ten­den Orts­bür­ger­meis­ter­pos­ten zuge­stan­den habe, sei bit­ter gewe­sen. Sehr ent­täuscht ist Schweer daher nun, dass die CDU trotz glei­cher Inhal­te und einer kon­struk­ti­ven Zusam­men­ar­beit in der letz­ten Wahl­pe­ri­ode von der SPD erneut abge­straft wür­de. Der SPD gin­ge es nur um die Macht­po­si­ti­on und nicht um die Stein­hu­der und deren Wahl­ent­schei­dung.

„Da hät­te ich wirk­lich ande­res erwar­tet.“Chris­ti­an Rother (CDU)

Ähn­lich äußer­te sich auch der CDU Orts­ver­bands­vor­sit­zen­de Chris­ti­an Rother. Es müs­se sich zei­gen, ob eine Koali­ti­on, die über grund­sätz­lich eher unter­schied­li­che poli­ti­sche Grund­hal­tun­gen ver­fü­ge, die Poli­tik in Stein­hu­de erfolg­reich betrei­ben kann. Als „Neu­ling“ im Orts­rat gibt sich auch Rother ent­täuscht, dass selbst auf die­ser poli­ti­schen Ebe­ne per­sön­li­che Belan­ge eher im Vor­der­grund stün­den, statt der respekt­vol­le Umgang mit dem Wäh­ler­wil­len.

CDU setzt auf erfolg­rei­che Zusam­men­ar­beit

Micha­el Oswald, Spre­cher der CDU-Orts­rats­frak­ti­on, kün­dig­te an, dass sich Chris­tia­ne Schweer auf jeden Fall bei der kon­sti­tu­ie­ren­den Sit­zung des Stein­hu­der Orts­ra­tes am 22. Novem­ber zur Wahl als Orts­bür­ger­meis­te­rin stel­len wird.

Er ver­si­cher­te, dass die CDU ihre Ide­en und Vor­stel­lun­gen ein­brin­gen und für eine erfolg­rei­che Ent­wick­lung Stein­hu­des auf eine gute Zusam­men­ar­beit set­zen wer­de. Ins­be­son­de­re die Aus­wei­sung von Bau­land und die Ver­bes­se­rung der Ver­kehrs­si­tua­ti­on sei­en pri­mä­re Zie­le der CDU. Bereits auf gutem Wege sei die Umge­stal­tung des Strand­ter­ras­sen­plat­zes.

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