Ist Wunstorf noch nicht bereit für direk­te­re Demo­kra­tie?

Ja, vie­le Wunstor­fer dürf­ten nicht ein­mal gewusst haben, dass es sowas über­haupt gibt. Auf Wunstorf-direkt.de tut sich nach anfäng­lich zöger­li­chen Ver­su­chen inzwi­schen gar nichts mehr. Bür­ger­be­tei­li­gung in Wunstorf fin­det zwar statt, aber klas­sisch vor Ort – und nicht online.

Klar war aber eigent­lich von Anfang an, dass das Por­tal schei­tern muss­te. Viel zu ver­steckt, viel zu unüber­sicht­lich gestal­tet, zu kom­pli­ziert in der Bedie­nung. Auf die Start­sei­te des Stadt­por­tals Wunstorf.de hät­te dau­er­haft ein gro­ßes Ban­ner gehört – min­des­tens. So etwas muss, wenn schon nicht bewor­ben, zumin­dest pro­mi­nent zugäng­lich sein, damit es eine Chan­ce hat. Mit einer ein­ma­li­gen Erwäh­nung zum Start ist es da nicht getan.

Aber selbst wenn nicht nur 250, son­dern Tau­sen­de Wunstor­fer mit­ge­macht hät­ten: letzt­lich wäre auch das nur eine Mög­lich­keit gewe­sen, Ver­wal­tung und Poli­tik Anre­gun­gen mit­zu­tei­len – ein etwas bes­se­rer Kum­mer­kas­ten mit Abstim­mungs­funk­ti­on. Denn was die Leu­te in Wunstorf wol­len, das weiß die Poli­tik eigent­lich recht gut – nur umge­setzt wer­den kann es eben dann meist nicht. Wo Abstim­mungs­mög­lich­kei­ten sug­ge­riert wer­den, bei denen es sich am Ende aber nur um unver­bind­li­che Stim­mungs­bil­der ohne ech­te Par­ti­zi­pa­ti­on han­delt – das frus­triert eher, als dass es zum Mit­ma­chen ermu­tigt. Dann kann man auch gleich eine E-Mail an die Stadt oder eine Par­tei schrei­ben.

Für ein brach­lie­gen­des Bür­ger-Nicht­be­tei­li­gungs­por­tal dann auch noch 7000 Euro pro Jahr aus dem Stadt­sä­ckel neh­men? Dann lie­ber doch den Ste­cker zie­hen und in 20 Jah­ren viel­leicht noch mal was Neu­es ver­su­chen. Aber dann bit­te nicht so halb­her­zig – sonst wird es wie­der ein Schuss in den Ofen.

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