Neu­es Flücht­lings­heim nur noch in Gro­ßen­hei­dorn?

Die Zahl der nach Deutsch­land Flüch­ten­den nimmt ab, so dass die Stadt Wunstorf auf ein­mal Über­ka­pa­zi­tä­ten bei den Flücht­lings­un­ter­künf­ten hat. Im Moment gibt es 30 Plät­ze, die nicht belegt sind. Durch die dezen­tra­le Unter­brin­gung in pri­va­ten Miet­woh­nun­gen sowie die Sam­mel­un­ter­kunft am Luther Weg gelingt es Wunstorf bis­lang, alle ihr zuge­wie­se­nen Flücht­lin­ge unter­zu­brin­gen. Das hat Aus­wir­kun­gen auf die geplan­ten Neu­bau­pro­jek­te.

Noch nichts zu sehen vom Flüchtlingsheim am Ende der Barnestraße | Foto: Daniel Schneider
Noch nichts zu sehen vom Flücht­lings­heim am Ende der Bar­n­e­st­ra­ße | Foto: Dani­el Schnei­der

Die neu­en Unter­künf­te in Con­tai­ner­bau­wei­se, die zur­zeit im Süden von Gro­ßen­hei­dorn errich­tet wer­den, wer­den jedoch wie geplant fer­tig­ge­stellt. Sie die­nen künf­tig als Reser­ve, soll­te die Zahl der ein­tref­fen­den Flücht­lin­ge wie­der anstei­gen. Mit den neu­en Con­tai­ner­woh­nun­gen wer­den dann noch ein­mal 120 wei­te­re Plät­ze frei sein, die even­tu­ell auch mit Flücht­lin­gen aus ande­ren Gemein­den belegt wer­den könn­ten. Auch im Wohn­heim am Luther Weg gibt es dem­nächst einen Über­hang an frei­en Unter­brin­gungs­mög­lich­kei­ten von bis zu 70 Plät­zen.

Indi­vi­du­el­le Unter­brin­gung bleibt das Ziel

Von den Vor­schlä­gen der Regi­on Han­no­ver, die in Wunstorf dezen­tral in Woh­nun­gen leben­den Flücht­lin­ge dann in die Gemein­schafts­un­ter­kunft in Gro­ßen­hei­dorn umzie­hen zu las­sen, hält die Stadt hin­ge­gen gar nichts. Die indi­vi­du­el­le Unter­brin­gung soll der Regel­fall in Wunstorf blei­ben. Dadurch wer­den vor allem Flücht­lings­fa­mi­li­en in Wunstorf unter­ge­bracht und eine opti­ma­le Inte­gra­ti­on geför­dert. Der­zeit sind Flücht­lin­ge in 125 von der Stadt gemie­te­ten Woh­nun­gen unter­ge­bracht, die sich über ganz Wunstorf ver­tei­len.

Kei­ne Mas­sen­un­ter­künf­te mehr in Mes­mero­de und der Bar­ne

Auf den Auewie­sen in Mes­mero­de, direkt am Kali­berg, und am Sport­zen­trum in der Bar­ne, zwi­schen Schwimm­bad und Schul­zen­trum, soll­ten außer­dem Flücht­lings­un­ter­künf­te in etwa glei­cher Grö­ßen­ord­nung ent­ste­hen. In Mes­mero­de soll­ten eben­falls Con­tai­ner zusam­men­ge­fügt wer­den, für die Bar­ne war eine Leicht­bau­kon­struk­ti­on aus Holz bestimmt. Dazu wird es aller Wahr­schein­lich­keit nach nun nicht mehr kom­men.

Bei­de Pro­jek­te waren im Vor­feld teils stark kri­ti­siert und skep­tisch gese­hen wor­den, vor allem in der Bar­ne mach­ten ein­zel­ne Anwoh­ner wäh­rend der ent­spre­chen­den Info­ver­an­stal­tung zum geplan­ten Bau ihrem Ärger gehö­rig Luft: Die Bar­ne hat bereits jetzt einen der höchs­ten Aus­län­der­an­tei­le von Wunstorf, und die Errich­tung des Flücht­lings­heims in Mes­mero­de hät­te bedeu­tet, dass ledig­lich 715 Ein­woh­nern (2 % der Bewoh­ner Gesamt-Wunstorfs) auf ein­mal 128 Flücht­lin­ge gegen­über­ge­stan­den hät­ten.

Bleibt es bei den der­zei­ti­gen Rah­men­be­din­gun­gen, wird Wunstorf künf­tig also wei­ter­hin auf dezen­tra­le Unter­brin­gung von vor allem Fami­li­en set­zen, außer­dem zwei Flücht­lings­hei­me, in der Ost­stadt und in Gro­ßen­hei­dorn, vor­hal­ten.


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Andreas Balleier Fotografie
1 Kommentar
  1. […] der Haus­tür haben woll­ten. Zunächst waren diver­se Neu­bau­ten für Flücht­lin­ge in den Orts­tei­len geplant wor­den, die letzt­lich aber doch nicht gebaut wur­den. Nur die Ein­rich­tung in Gro­ßen­hei­dorn wur­de fer­tig­ge­stellt, aber nicht genutzt. So blieb es […]

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