Meyer-Grosu lobt Zusammenarbeit

Region berücksichtigt Regiobus-Vorschläge von Wunstorf

Auch in Wunstorf fahren Busse künftig noch seltener, aber größere Streichungen gibt es nicht. Regionsabgeordnete Frauke Meyer-Grosu sieht den Regionsnahverkehr als für die Zukunft vorbildlich aufgestellt.

Frauke Meyer-Grosu
Frauke Meyer-Grosu | Foto: privat

Wunstorf (red). Alles andere als verpufft seien die Einwände der Stadt Wunstorf zum 3. Nahverkehrsplan der Region Hannover, sagt die Regionsabgeordnete Frauke Meyer-Grosu (SPD). Die Regionsversammlung der Region Hannover hat am 6. März den Beschluss für die Überplanung des Regionalbusliniennetzes gefasst und dabei Änderungen, die von der Stadt Wunstorf vorgeschlagen wurden, teilweise berücksichtigt.

Erfreulich für die Regionsabgeordnete ist, dass aus Idensen die Fahrt vor 5 Uhr erhalten bleibt. Das gilt auch für die Frühfahrten des 780er-Busses ab Luthe, die ebenfalls erhalten bleiben. „Das ist wichtig für die Menschen, die bereits vor 6 Uhr ab Wunstorf-Bahnhof mit der Bahn zur Arbeit fahren müssen. Besonders erfreulich ist es für Berufsschülerinnen und -schüler, die eine weitere Anreise zu ihren Berufsschulen z. B. nach Burgdorf oder Springe haben.“

Info: Sparprogramm bei Regiobus
Damit auch nach 2020 noch Regiobusse in der Region fahren können und der Auftrag für den Bus-Nahverkehr nicht neu ausgeschrieben werden muss, hat Regiobus – ein regionseigenes Unternehmen – drastisch zu sparen, damit die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt werden. Regionsweit werden Busverbindungen ausgedünnt oder sogar ganz gestrichen. So soll Barsinghausen etwa die Linie 533 verlieren, die von Hannover bis nach Bad Nenndorf führt.

Obwohl kaum genutzte Buslinien gekürzt oder gestrichen würden, sei aber zu keiner Zeit der sogenannte Mindestbedienungsstandard in Frage gestellt, der die Anbindung zur Hauptverkehrszeit vorsehe.

„Alle Ortsteile sind … zur Hauptverkehrszeit jede Stunde bei einer vertretbaren Reisezeit an das zugehörige Gemeindezentrum/Oberzentrum Hannover anzubinden.“Nahverkehrsplan 2015 der Region Hannover

Dieser Mindestbedienungsstandard liege noch immer über dem Standard vieler anderer Landkreise oder Kommunen, die Region Hannover sei beim ÖPNV auch in Zukunft vorbildlich aufgestellt, so Meyer-Grosu.

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1 Kommentar
  1. Thorsten Mues meint

    Eine europaweite Ausschreibung würde dem ÖPNV in der Region den Todesstoß versetzen und ginge insbesondere zu Lasten des Fahrpersonals welches Kostensenkungen ausbaden muss. Eine einheitliche Bezahlung von RegioBus Mitarbeitern und den Fahrern privater Subunternehmern würde die Qualität erhöhen und wäre auch nur fair.

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