Lokalpolitik

Runder Tisch Radverkehr

SPD will Pendlerradwege ausbauen und Fahrradstraße ausprobieren

Die SPD-Regionsabgeordnete Frauke Meyer-Grosu spricht sich für die Prüfung eines Radweges am Mittellandkanal durch die Region Hannover aus.

Fahrradwegweiser
Fahrradwegweiser nach Wunstorf | Foto: Daniel Schneider

Wunstorf (red). Die Wunstorfer SPD zeigt sich erfreut, dass der städtische Bauausschuss einen Runden Tisch zur Diskussion und Überarbeitung des bestehenden Radverkehrskonzeptes empfohlen hat, da dieses über 30 Jahre alt sei und dringend aktualisiert werden müsse.

„Der Anteil des Fahrradverkehrs am Verkehrsgeschehen muss wachsen, soll die Verkehrswende ein Erfolg werden“, sagt der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Torben Klant und gibt zwei Wünsche der Sozialdemokraten an den Runden Tisch weiter: „Wir sollten dringend die Pendlerradwege ausbauen und Fahrradstraßen in Wunstorf ausprobieren, damit der Umstieg auf das Fahrrad attraktiver wird.“

Der Radverkehr als Teil des alltäglichen Verkehrsgeschehens spiele laut Klant eine immer wichtigere Rolle im Mobilitätsmix und nicht als touristische oder sportliche Aktivität. „Alternativen wie Pedelecs leisteten ihren Beitrag zur Attraktivitätssteigerung”, so der Ortsvereinsvorsitzende.

Es solle laut SPD eine Radwegestruktur geschaffen werden, die es ermöglicht, direkt, möglichst umwegfrei und störungsarm mit dem Fahrrad voranzukommen. Dies gelte sowohl für die Innenstadt wie auch für die Pendler-Radrouten zwischen den Ortschaften und darüber hinaus für den Anschluss an Pendlerrouten in die umliegenden Kommunen.

Die Regionsabgeordnete Frauke Meyer-Grosu kündigte an, auf Regionsebene den Ausbau der Radweges am Mittellandkanal zum Pendlerradweg in einer Machbarkeitsstudie prüfen lassen zu wollen. „Die Mittellandkanalroute könnte vor allem für Wunstorf ein idealer Pendlerradweg nach Hannover sein“, so Meyer-Grosu. „Er verbindet von Idensen über Kolenfeld und weitere Anschlusspunkte abseits von Straßen unterschiedliche Ortschaften: 60 Kilometer am Wasser.“

Vorfahrt für Radfahrer

Aber auch Fahrradstraßen wären nach Ansicht der SPD in Wunstorf eine Option zur Förderung des Fahrradverkehrs. „Hier gilt Vorfahrt für Radfahrer“, plädiert Klant, so dass der Radverkehr Bevorrechtigungen vor dem Kraftfahrzeugverkehr habe. Die Höchstgeschwindigkeit solle für alle Fahrzeuge auf 30 km/h begrenzt werden, da der Radverkehr auf solchen Straßen weder gefährdet noch behindert werden dürfe.

Das Nebeneinanderfahren mit Fahrrädern sei ausdrücklich erlaubt, so dass zügiges Fahren auch größerer Radverkehrsmengen komfortabel möglich ist. „Wir könnten uns das für einen östlichen Teil der Hindenburgstraße ab Hölty-Gymnasium oder sogar für die ganze Straße als zeitlich begrenzten Verkehrsversuch vorstellen“, schlägt Klant vor. „Einfach mal machen und ausprobieren“, zeigt er sich optimistisch. Sollten die Erfahrungen dann positiv sein, könnte entschieden werden, ob die Fahrradstraße bleiben oder wieder in den alten Zustand versetzt werden solle.

1 Kommentar

  1. Dann mal los, als Radfahrer*in darf man mit bis zu 1,5% Allohol unterwegs sein. Das Auto läßt sich im 1. Gang fahren mit 0,49 Allohol. Streng an die Vorschriften halten. Hui……macht Spaß.

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