SPD-Fraktion spricht über Bahnhofsumfeld

Toiletten und mehr Möglichkeiten fürs Fahrradparken am Bahnhof

Der Wunstorfer Bahnhof könnte bald eine neue Abstellanlage für Fahrräder bekommen, ebenso weitere Abstellbügel. Auch Toiletten soll es endlich geben.

SPD Bahnhof
Die SPD-Rats­frak­ti­on im Wunstor­fer Bahn­hof | Foto: pri­vat

Wunstorf (red). Die SPD-Rats­frak­ti­on hat die Som­mer­pau­se genutzt und sich am Bahn­hof Wunstorf getrof­fen, um Ide­en für eine Ver­bes­se­rung des Bahn­hofs­um­felds zu ent­wi­ckeln.

Toilettenmangel

Ein altes The­ma ist seit kur­zem wie­der aktu­ell: Die Rats­mit­glie­der begrüß­ten die Aus­sa­ge der Bahn, Räu­me für eine Toi­let­ten­an­la­ge zur Ver­fü­gung zu stel­len. „Das for­dern wir seit vie­len Jah­ren“, erläu­tert Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Kirs­ten Rie­del. Bis­her sei die Umset­zung immer an der Bahn geschei­tert. Umso erfreu­li­cher sei es, wenn nun ein Umden­ken statt­ge­fun­den habe. „Wir wol­len den Bahn­hof für die vie­len Pend­ler attrak­ti­ver machen, um den Umstieg auf den ÖPNV zu för­dern“, so Rie­del. Dazu gehör­ten auch aus­rei­chen­de Fahr­rad­ab­stell­an­la­gen.

INFO: Bahn­hof Wunstorf
Der Bahn­hof ist mit rund 13.000 Pend­lern am Tag einer der größ­ten Bahn­hö­fe in der Regi­on Han­no­ver und einer der ältes­ten in Nie­der­sach­sen. Das ers­te Gebäu­de ent­stand 1848, zuletzt moder­ni­siert wur­de der Bahn­hof in den 80er Jah­ren. Seit die­sem Jahr­zehnt exis­tiert auch der ZOB und der heu­ti­ge Durch­gangs­tun­nel unter den Glei­sen. Am Wunstor­fer Bahn­hof hal­ten Regio­nal­zü­ge und S‑Bahnen. Bei Stö­run­gen im Haupt­bahn­hof Han­no­ver dient er als Aus­weich­hal­te­punkt für Fern­zü­ge.

Die Poli­ti­ker konn­ten sich vor Ort davon über­zeu­gen, dass die­se bei wei­tem nicht aus­rei­chen. „Ein Antrag an die Regi­on auf Bau einer neu­en Fahr­rad­ab­stell­an­la­ge läuft“, erklärt Rie­del. Man hof­fe, dass dar­über zügig beschie­den wird. SPD-Regi­ons­ab­ge­ord­ne­te Frau­ke Mey­er-Gro­su sag­te zu, sich wei­ter dafür ein­zu­set­zen. An allen Zugän­gen zum Bahn­hof könn­ten dar­über hin­aus wei­te­re Fahr­rad­bü­gel auf­ge­stellt wer­den.

Neue Autostellplätze eher nicht

Auch über die Erwei­te­rung der Park­plät­ze für PKW wur­de dis­ku­tiert. „Wir soll­ten Augen­maß bewah­ren, denn mehr Park­plät­ze bedeu­ten immer auch mehr Ver­kehr durch die Wohn­ge­bie­te. Die Zahl der Ein­pend­ler nach Wunstorf aus benach­bar­ten Land­krei­sen ist bereits jetzt sehr hoch. Ande­rer­seits müs­sen natür­lich auch für Auto­fah­rer, die mit der Bahn nach Han­no­ver wei­ter­fah­ren, genü­gend Park­plät­ze zur Ver­fü­gung ste­hen. Nicht jeder kann zu jeder Zeit den Bus nut­zen“, stellt Rie­del fest. Erwei­te­rungs­mög­lich­kei­ten sei­en vor­han­den.

Bahnhofsvorplatz
Der Bahn­hofs­vor­platz soll ver­än­dert wer­den | Foto: Dani­el Schnei­der

Umbauten für mehr Fußgängersicherheit

Einig war sich die Frak­ti­on dar­über, den Kreu­zungs­be­reich der Bahn­hof­stra­ße zwi­schen ZOB und Bahn­hof optisch zu ver­än­dern, um mehr Sicher­heit für die Fuß­gän­ger zu errei­chen. Sie kün­digt an, dass sich die SPD-Frak­ti­on wei­ter mit dem Bahn­hof und sei­nen ver­schie­de­nen Nut­zer­grup­pen beschäf­ti­gen wer­de. Wer selbst Anre­gun­gen und Ide­en zu Ver­bes­se­run­gen im Bahn­hofs­um­feld hat, kann sie per E‑Mail an die SPD-Frak­ti­on sen­den.

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1 Kommentar
  1. Grit Decker sagt

    Auf eine für alle jeder­zeit (!) zugäng­li­che „Pipi­box“ war­ten wir seit gefühl­ten Ewig­kei­ten.
    Seit Jahr und Tag steht die Ein­rich­tung einer „öffent­li­chen Bedürf­nis­an­stalt“ auf der Agen­da.
    Und was hat sich all die Jah­re kon­kret getan?
    Nichts. Gar nichts!

    Also in „höchs­ter Not“:
    ab ins Gebüsch für die Her­ren und für uns Damen ab zwi­schen par­ken­de Fahr­zeu­ge.

    Es macht mich rich­tig bras­tig, dass es nicht mög­lich zu sein scheint , Abhil­fe zwecks Befrie­di­gung das ele­men­tars­ten „Bedürf­nis­ses“ zu schaf­fen.
    *knurr zäh­ne­fletsch*

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