Lokalpolitik

SPD will schneller Baugebiete

Vergreist Wunstorf?

Die Zahl der Familienhaushalte in Wunstorf hat abgenommen. Wunstorfs SPD-Vorsitzender Klant fordert, schneller mehr Baugebiete auszuweisen. Die Verwaltung sieht hingegen keine Versäumnisse.

Hochhausfassade
Fassade eines Hochhauses in Wunstorf (Symbolbild) | Foto: Daniel Schneider

Wunstorf (red). Die Region Hannover hat aktuelle Statistiken zur Bevölkerungsentwicklung veröffentlicht und weist dabei einen Rückgang der Familienhaushalte in Wunstorf aus. Torben Klant, SPD-Ortsvereinsvorsitzender, fordert ein Reagieren auf diese Entwicklung: „Wir müssen aufpassen, dass Wunstorf am Ende nicht zu den Verlierern der demografischen Entwicklung zählt. Der Grund für den Rückgang von Familienhaushalten in unserer Stadt sind auch zu wenig Baugebiete. Wir müssen Tempo bei der Ausweisung machen, sonst vergeben wir Chancen für Wunstorf.“

Bereits 2016 hatte die SPD mit dem Wohnraumkonzept „Wohnen in Wunstorf 2025“ im Rat einen entsprechenden Beschluss erwirkt, der die Verwaltung beauftragte, Flächen für neue Baugebiete zu identifizieren. Seitdem sei mangels ausreichendem Personal aber in dieser Hinsicht zu wenig geschehen.

Hier müsse nun umgesteuert werden, wenn Wunstorf nicht gegen den Trend in der Region stagnieren wolle, so Klant. Eine Stadt, die wachse, habe eine gute Zukunft. Wenn junge Familien in die Stadt kämen, gewännen Vereine neue Mitglieder, Kulturangebote würden gesichert, die städtische Infrastruktur bliebe ausgelastet und die Kosten würden auf mehr Schultern verteilt. Auch die lokale Wirtschaft hätte langfristig etwas von Neubürgern. Vor allem Klein- und Mittelständler würden vom Zuzug profitieren. Das funktioniere jedoch nur, wenn man Familien auch eine Möglichkeit zum Herziehen biete, über bezahlbare Wohnungen und Bauland. Das Wohnraumkonzept müsse endlich umgesetzt werden.

Rathaus widerspricht

Die Verwaltung nimmt unterdessen die Forderung mit Verwunderung zur Kenntnis. Bürgermeister Eberhardt verweist auf eine lange Liste mit anstehenden und sich in Vorbereitungen befindenden auszuweisenden Baugebieten im Stadtgebiet. Es könne kaum die Rede davon sein, dass sich die Wohnsituation für Familien in Wunstorf langfristig verschlechtere, so der Verwaltungschef gegenüber der Auepost.

8 Kommentare

  1. Das ist doch alles Quatsch! Wir haben genau die Probleme, die andere Städte auch haben. die Bevölkerung wird nun mal älter und es werden leider immer weniger Kinder geboren. außerdem steigen auch bei uns die Mieten ins unermessliche, sodass sich kaum einer günstigen Wohnraum leisten kann. Es werden immer nur Luxuswohnungen zu eorbitanten Preisen angeboten, die sich keine Generation leisten kann.
    aber bei den Politikern ist das, ausser durch fade Lippenbekennntissen noch nicht angekommen. Die Politik hat den Kopf in den Sand geesteckt und überlässst den Heuschtrecken die besten Wohnlagen. Das wird sich rächen!!!! Aber dann sind die jetzigen, politisch Verantwortlichen in dem wohjlverdienten, abgesicherten Ruhestand.

      1. “…bei den Politikern ist das, ausser durch fade Lippenbekennntissen noch nicht angekommen. Die Politik hat den Kopf in den Sand geesteckt…” => Das sind die Politiker die ihr alle gewählt habt! Es wurde angekündigt – ihr habt gewählt – wie bestellt so geliefert! Und jetzt jammern?? Ihr wolltet das so haben! In Zeiten des Internets kann heute keiner mehr sagen “Das hab ich nicht gewusst”. Also kommt damit klar, denn es wird noch sehr viel schlimmer werden, die Politik hat es doch angekündigt! Aber hört ihr auch hin?

        1. Sie haben vollkommen recht ! Und dazu kommt noch desto höher die Nachfrage umso höher die Mieten mehr Einwohner und es wird teurer aber so wollen es ja viele

  2. Zum Thema fehlende Baugebiete kann ich nur sagen, dass es in Großenheidorn eine Fläche für
    ca.30 Neubauten (Einfamilienhäuser) in der Nähe vom Friedhof geben würde wenn unser lieber Bürgermeister Eberhardt laut meinen Informationen nach das nicht blockieren würde. Es sind 5 Grundstückseigentümer die sich einig sind und gern verkaufen würden. Kaufinteressenten der Grundstücke sind vorhanden, aber es passiert nichts.
    Allerdings wird nach mehreren anläufen kein Bebauungsplan für das Gebiet erstellt, vielleicht in 3 bis 5 Jahren oder so laut meinen Informationen.

  3. Die Bewohner werden immer älter — Stimmt — das wollen wir alle und das ist auch gut so !!
    Es werden immer weniger Kinder geboren — Stimmt überhaupt nicht — Es wurden lange Jahre nicht so viele Kinder geboren wie momentan. Auch das ist bestens.
    Wunstorf braucht Baugebiete . — Stimmt — und das schon lange und im größerem Umfang . Aber nicht nur in der Kernstadt.
    Um die Infrastruktur im Butteramt massiv zu verbessern ,brauchen wir Baugebiete — In Bokeloh haben wir sonst bald keinen Arzt und keine Apotheke mehr.—
    dafür müssen unbedingt mehr Einwohner her — und das lässt sich nur über Bebauung im größeren Ausmaß erzielen..
    Ich habe unserem Oberbürgermeister , Herrn Eberhardt , schon diverse Vorschläge für Bokeloh gemacht , aber das stößt , wie schon seit
    Jahren ,auf taube Ohren . Baugebiete immer nur nach der Kernstadt ,Steinhude oder Luthe. Aber in den Orten ist die Infrastruktur schon OK. Ich habe in der Letzten Ortsratssitzung auch die Gebiete von K&S zwischen Mesmeroderstraße und Schachtstraße sowie oberhalb der Schchtstra0e vorgeschlagen . Wenn K&S Ihre Werksanlage so betreiben will ,wie in der Ortsratssitzung ,Stadtratssitzung ,usw. vorgeschlagen, sollte auch K&S n der Bebauung dieser großen Flächen für neue Mitarbeiter und neue Ortsbürger interessiert sein.
    Baugebiete und Bebauungspläne Im Butteramt — in erster Linie in Bokeloh — müssen sofort geschaffen werden und nicht erst in
    3 – 5 Jahren.

    1. Zum Thema Baugebiete in Bokeloh, sowie übrigens auch in Großenheidorn kann ich nur noch folgendes Anmerken. Wenn man schnellstmöglich die Erschließung bzw. einen Bebauungsplan durch die Stadt Wunstorf erstellt haben möchte, dann geht das wohl nur über die IDB das ist die Baugesellschaft der Stadtsparkasse Wunstorf die den Eigentümern ein Angebot von so viel ich erfahren habe für das Baugebiet in Großenheidorn von 25,00 € gemacht hat. So weit mir bekannt ist, ist unser lieber Bürgermeister Eberhardt im Vorstand der Stadtsparkasse und hat somit einem der Eigentümer ein Angebot über die besagten 25,00 € unterbreitet und die IDB verkauft dann zu einem Qudratmeterpreis an Interessenten von so um die 180,00 € oder mehr aber nur an Bauwillige die über die Stadtsparkasse auch die Finanzierung abwickeln und das ist schon seit Jahren gang und gebe, ohne IDB nicht.
      Die gängige Praxis der Wunstorfer Banken habe ich schon vor einigen jahren erleben dürfen.

  4. Die Reglung der Bebauung ist grundsätzlich Sache der Gemeinde. Da die einzelnen Ortsteile aber nur Untergemeinden der Gesamtgemeiinde
    Stadt Wunstorf sind ist die Stadt zuständig. Da ist auch der Sitz des Bauamtes , Bauplanungsamtes usw. .Rat und Verwaltung sind somit zuständig für eine Bauplanung die allen Bewohnern gerecht wird. Ich habe in den Jahren seit der Gebietsreform etliche Anträge gestellt. Die wurden zum Beispielabgewiesen ,wall die Verwaltung die Verkehrsanbindung berücksichtigen musste. Somit kämen zur Bebauung nur die Kernstadt. und der Ortsteil Luthe und Steinhude in frage – Luthe wegen der Bahnhofsnähe. Für Steinhude wurden in der Gebietsreform viele Sonderrechte vereinbart , wie Bebauung , Höhe von Steuern und Abgaben (Grundsteuer) .Da durch den hervorragenden Regionalverkehr und die Zunahme der Privat PKWs ,alle die damaligen Aussagen und Ablehnungsgründe nicht mehr relevant sind ,sollten die Bebauungspläne dementsprechend aufgestellt werden , zumal die Grundstückspreise in den Ortsteilen weitaus günstiger sind als in der Kernstadt. . Bauinteressenten sind in großen Maße vorhanden. Ich kenne genug Interessenten ,die sich z.B. in Bergkirchen oder im Rehurger Land umsehen ,weil die Preise in der Kernstadt zu teuer sind. Auch in Bokeloh sind die Baupreise momentan zu hoch. Hier ist nur Lückenbebauug vorgesehen und die wenigen Häuser die bei einer Lückenbebauung entstehen sind zu teuer. Bei einer großzügigen Bebauung nach Bebauungsplan übernimmt der Grundstückseigner die Erschließungskosten und legt sie um , oder die Gemeinde (Stadt Wunstorf) kauft das Bauland zu einem angemessenen Preis . Bei Ihrem genannten Preis in Großen-Heidorn ,Verkaufspreis ca. 180,00 €uro /qm wären das ca. 80,00 bis 100,00 €uro. . Die von Ihnen genannte 25,00 €uro betreffen Industrieland oder Bauerwartungsland . Eine großzügige Bebauung in Bokeloh , die schon lange überfällig ist , .würde die Probleme der Infrastruktur lösen — und bringt der Kernstadt die gleichen Einnahmen wie eine Bebauung in der Kernstadt. Interessenten sollten sich bei mir melden.

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