10 Verletzte in Flüchtlingsunterkunft durch unbekannte Substanz » Wunstorfer Auepost

Sachsenhagen

10 Ver­letz­te in Flücht­lings­un­ter­kunft durch unbe­kann­te Sub­stanz

Übel­keit und Atem­wegs­rei­zun­gen unter Bewoh­nern einer Sach­sen­hä­ger Flücht­lings­un­ter­kunft führ­ten ges­tern Abend zu einem Groß­ein­satz der Ret­tungs­kräf­te. Die Ursa­che konn­te bis­lang nicht ein­deu­tig fest­ge­stellt wer­den

Feuerwehreinsatz Sachsenhagen
Am Ein­satz­ort | Foto: Feu­er­weh­ren Sach­sen­ha­gen

Sach­sen­ha­gen (red). Ges­tern Abend war zunächst der Ret­tungs­dienst zum Haus in der Mit­tel­stra­ße in Sach­sen­ha­gen gefah­ren, nach­dem 10 Bewoh­ner eines Hau­ses in der Mit­tel­stra­ße von Atem­wegs­rei­zun­gen und Übel­keit betrof­fen waren. Der Ret­tungs­dienst alar­mier­te dar­auf­hin gegen 21.15 Uhr die Feu­er­wehr.

Umwelt­schutz­ein­heit rückt an

Die Leit­stel­le dekla­rier­te einen Mas­sen­an­fall von Ver­letz­ten für den Ret­tungs­dienst und schick­te die Feu­er­weh­ren Sach­sen­ha­gen, Hagen­burg, Wöl­ping­hau­sen, Wie­den­brüg­ge, Berg­kir­chen und Nien­brüg­ge zum Ein­satz­ort.

Die ein­tref­fen­den Ein­satz­kräf­te der Feu­er­wehr eva­ku­ier­ten wei­te­re Bewoh­ner aus dem Gebäu­de. Meh­re­re Atem­schutz­trupps durch­such­ten mit Gas­spür­ge­rä­ten das Gebäu­de. Ein Gas­aus­tritt als Ursa­che für die kör­per­li­chen Sym­pto­me konn­te jedoch aus­ge­schlos­sen wer­den, zumal das Gebäu­de über gar kei­nen Erd­gas­an­schluss ver­füg­te. Um ande­ren Sub­stan­zen auf die Spur zu kom­men, ent­schied sich die Ein­satz­lei­tung, die Umwelt­schutz­ein­heit des Land­krei­ses Schaum­burg mit meh­re­ren Mess­wa­gen hin­zu­zu­zie­hen.

Not­arzt sich­tet Ver­letz­te auf Schüt­zen­platz

In der Zwi­schen­zeit hat­te der Ret­tungs­dienst auf dem ört­li­chen Schüt­zen­platz eine Ver­letz­ten­sam­mel­stel­le ein­ge­rich­tet. Dort sich­te­te der lei­ten­de Not­arzt die betrof­fe­nen Bewoh­ner. Zehn Men­schen waren ver­letzt wor­den, dar­un­ter eine Schwan­ge­re und vier Kin­der. Alle wur­den mit Ret­tungs­wa­gen in Kli­ni­ken nach Gehr­den, Neu­stadt und der MHH gebracht.

Feuerwehreinsatz Sachsenhagen
Vor­be­rei­tung der Belüf­tung vor dem eva­ku­ier­ten Gebäu­de | Foto: Feu­er­weh­ren Sach­sen­ha­gen

Die Feu­er­wehr setz­te ihre Mes­sun­gen fort, konn­te aber wei­ter­hin kei­ne gefähr­li­chen Stof­fe loka­li­sie­ren, eine Gefähr­dung schien aus­ge­schlos­sen. Daher wur­de das Gebäu­de nun ohne Atem­schutz detail­liert in Augen­schein genom­men. Dabei stie­ßen die Ein­satz­kräf­te auf zwei offen­bar defek­te Kühl­ge­rä­te in einer Woh­nung. Die Gerä­te wur­den ins Freie gebracht und das Gebäu­de anschlie­ßend mit zwei Hoch­leis­tungs­lüf­tern belüf­tet. Bei einer anschlie­ßen­den wei­te­ren Kon­trol­le im Gebäu­de konn­ten die Feu­er­wehr­leu­te nichts wei­ter Auf­fäl­li­ges fest­stel­len.

Die Poli­zei geht nach ers­ten Ermitt­lun­gen von einem tech­ni­schen Defekt aus, Atem­be­schwer­den und Übel­keit könn­ten von aus­ge­tre­te­nem Kühl­mit­tel her­rüh­ren. Der Ein­satz mit 107 betei­lig­ten Feu­er­wehr­kräf­ten, Poli­zei und Ret­tungs­dienst war eine hal­be Stun­de nach Mit­ter­nacht been­det.

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1 Kommentar
  1. Adriano Turrisi
    Adriano Turrisi meint

    Patrick van Strae­len

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