Reizgaseinsatz

2 verletzte Polizisten nach Widerstand von Drogenfahrer

Die eigene Familie ruft die Polizei, als ein Mann unter Drogen Auto fahren will und die Situation eskaliert. Doch nach Reizgaseinsatz, Fluchtversuch, Widerstand gegen die Beamten, Blutprobe und Schlüsselabgabe steigt er schließlich doch noch ins Auto.

Fahrzeug der Wunstorfer Polizei (Symbolbild) | Foto: Daniel Schneider

Wunstorf (red). Am Samstagabend war ein 25-Jähriger bei seiner Familie in der Graf-Ludolf-Straße mit dem Auto zu Besuch. Seine Familienangehörigen bemerkten, dass er unter Drogen stand. Als er gegen 22.15 Uhr wieder losfahren wollte, versuchten sie, das zu verhindern. Dabei kam es zu Rangeleien mit dem uneinsichtigen Drogenkonsumenten, so dass seine Familie die Polizei rief, um Schlimmeres zu verhindern.

Reizgaseinsatz nach Fluchtversuch

Die Beamten nahmen den Mann mit zur Dienstelle, wo ihm eine Blutprobe entnommen werden sollte. Auf dem Weg dorthin versuchte der 25-Jährige jedoch zu flüchten und leistete den Polizisten Widerstand, so dass diese Reizgas einsetzten. Dabei erlitten auch die Beamten Augenreizungen.

Nun konnte dem Mann eine Blutprobe abgenommen werden – und auch die Fahrzeugschlüssel wurden einkassiert. Anschließend durfte er das Kommissariat wieder verlassen. Er ging erneut zur Wohnung seiner Eltern in der Südstadt und holte sich dort den Zweitschlüssel zu seinem Fahrzeug.

Seine Angehörigen riefen sofort erneut die Polizei und informierten die Beamten darüber, dass er in seinem Zustand nun Auto fahren würde. Die Polizei leitete daraufhin eine Fahndung ein, konnte den Mann samt Auto aber nicht mehr ausfindig machen. Eine Strafanzeige wurde geschrieben.

Keine Drogen, aber auch keinen Führerschein

Stattdessen erwischten die Beamten im Verlauf der Nacht einen 16-Jährigen, der in der Nienburger Straße um 1.00 Uhr das Auto seiner Mutter fuhr, ohne einen Führerschein zu besitzen. Die Mutter saß ebenfalls im Auto und hatte die Fahrt erlaubt. Mutter und Sohn müssen nun beide mit einer Strafanzeige rechnen.

INFO: Fahren ohne Fahrerlaubnis
Das Autofahren, ohne eine gültige Fahrerlaubnis zu haben, ist keine Bagatelle, sondern eine Straftat. Die Tat wird mit maximal einem Jahr Gefängnis oder Geldstrafe bestraft. Wenig bekannt: Ein Fahrzeughalter, der wissentlich jemand anders ohne gültige Fahrerlaubnis seinen Wagen benutzen lässt, wird genauso bestraft, als hätte er selbst den Wagen ohne gültigen Führerschein gefahren.
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2 Kommentare
  1. Marcus Oliver meint

    Man hätte ihn meiner Meinung nach in Gewahrsam lassen sollen.

  2. Grit Decker meint

    Ansich spricht sich in „meinem“ Viertel -ich selbst wohne wie der Junkie in der Graf Ludolf Straße- alles in Affenzahn-Geschwindigkeit rum:
    tatsächliche Ereignisse, Gerüchte und – das muss ich als Opfer dessen mal ganz offen sagen- übelste Behauptungen, die mit den Realitäten nichts gemein haben. (Naja: wer’s braucht…)

    Doch merkwürdigerweise ist mir von dem hier geschilderten Ereignis noch nichts zu Ohren gekommen:)

    Meiner grundsätzlichen und von anderen vielleicht nicht geteilten Ansicht nach, soll sich „zudröhnen“ wer will.
    Sich dann jedoch hinter das Steuer zu setzen, ist nicht „nur“ im juristischen Sinne strafbar, sondern spricht gegen das Vorhandensein jeglichen Verantwortungsgefühl:
    Da wird schließlich nicht ausschließlich das eigene Leben gefährdet (das zu tun, bleibt m.E. jedem Erwachsenen (?) selbst überlassen), da wird das Leben Anderer gleich mit in Gefahr gebracht.
    Und das ist ein absolutes No-Go!!

    Dann noch die von den gebeutelten Eltern herbeigerufenen Polizisten zu attackieren, ist an Dreistigkeit nicht zu toppen.
    Da kann ich nicht nachvollziehen, dass der junge Mann umgehend aus dem Gewahrsam entlassen werden konnte.

    Ich bin so ziemlich die Letzte, die Anhängerin der Anwendung vom „Hardcore-Recht“ ist, doch in diesem Fall bin ich durchaus für eine harte Rechtsprechung, denn anders kapieren manche Menschen nicht, dass sie totalen „Bockmist“ gebaut haben. Leider.

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