Gespräche zu Ausstattung und Organisation

Lechner zu Besuch bei der Wunstorfer Feuerwehr

Gemeinsam mit Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt hat der Landtagsabgeordnete Sebastian Lechner die Wunstorfer Feuerwehr besucht, um sich über Zusammenarbeit und die Ausrüstung zu informieren.

Besuch bei der Feuerwehr Wunstorf
Sebastian Lechner und Bürgermeister Eberhardt bei der Wunstorfer Feuerwehr | Foto: privat

Wunstorf (red). In Wunstorf funktioniert die Zusammenarbeit der zehn Ortswehren untereinander und die Kooperation mit Politik und Verwaltung zur Zufriedenheit aller Akteure. Zu diesem Ergebnis kam Landtagsabgeordneter Sebastian Lechner (CDU), der gemeinsam mit Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt am Dienstag der Kernstadt-Feuerwehr einen Besuch abstattete.

Grund des Besuchs war, etwas über den Austausch zu erfahren, über die Ausrüstung bezüglich besonderer Gefahrenlagen wegen der Nähe nur Autobahn und auch über Gewalt gegen Einsatzkräfte. Denn Lechner ist als Sprecher für Inneres und Sport der CDU-Landtagsfraktion direkt zuständig für die Feuerwehren im Land.

Bei den Beschaffungen wird nicht gespart

„Der zwischen Politik, Verwaltung und Stadtfeuerwehr ausgehandelte Beschaffungsplan über einen Zeitraum von zehn Jahren für alle Wehren im Stadtgebiet kann beispielgebend für andere Feuerwehren sein“, lobte Lechner. Das Verfahren habe sich bewährt, sind sich Stadtbrandmeister Martin Ohlendorf und seine Stellvertreter Sven Möllmann und Ralph Nellesen einig. Der Investitionsplan ist für zehn Jahre festgelegt, so dass für alle Ortsfeuerwehren klar ist, wann und welche Anschaffungen für sie getätigt werden. Aktuell laufen die Arbeiten für den Beschaffungsplan bis 2030. Bürgermeister Eberhardt betonte, der Plan stelle sicher, dass die Wunstorfer Wehren auf dem neuesten technischen Stand seien. Es werde nicht gespart, um die Herausforderungen zum Schutz der Bevölkerung zu gewährleisten.

Lechner unterstützt Idee der „Gaffer-Plane“

Begeistert zeigte sich Lechner, wie offensiv die Feuerwehr mit dem zunehmenden Problem der Gaffer umgeht. Die Planen der Wunstorfer Wehren, die Unfallopfer vor neugierigen Blicken und Fotos abschirmen, sind mit dem Schriftzug „Nicht gaffen, Mitglied werden!“ versehen.

„Eine sehr gute Idee, die andere Feuerwehren übernehmen könnten.“Sebastian Lechner

Besondere Ausrüstung erfordern jedoch nicht nur die Einsätze auf der Autobahn. Besonders gefordert ist die Wunstorfer Feuerwehr neben Unfällen auf den Auf- und Abfahrten Luthe und Kolenfeld auch im Falle einer Großgefahrenlage auf dem Fliegerhorst. Für den Wunstorfer Streckenabschnitt an der Autobahn steht ein Gefahrgutzug bereit. Die Kameradinnen und Kameraden unterstützen zudem den Rettungsdienst mit Türöffnungen bei Hausnotrufen, leisten die Wasser- und Eisrettung auf dem Steinhuder Meer und sind für die Industriegebiete Luthe und Wunstorf sowie die Biogasanlagen in Bokeloh und Kolenfeld zuständig. Für die Koordination der 1,5 Einsätze pro Tag sorgt die Einsatzleitung vor Ort (ELO).

Auch im Bereich der Ausbildung arbeitet die Stadtfeuerwehr mit den Ortswehren eng zusammen. Alle aktiven Feuerwehrleute werden zusätzlich an den Spezial-Einsatzfahrzeugen der Wunstorfer Feuerwehr ausgebildet, so dass bei gemeinsamen Einsätzen jeder Handgriff sitzt.

Wunstorf ist Vorbild

„Wir wollen nach Inkrafttreten des neuen Brandschutzgesetzes im Frühjahr dieses Jahres vor allem die Struktur und die Organisation der Feuerwehren in der Fläche in den Blick nehmen. Das Wunstorfer Modell ist ein gutes Beispiel dafür, wie der Brandschutz in den kommenden Jahren zukunftsfest gemacht werden kann. Die Anregungen nehme ich dafür mit nach Hannover“, resümierte Lechner das Gespräch mit den ehrenamtlichen Brandschützern.

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