Ange­la Mer­kel und das Gol­de­ne Buch von Wunstorf

Ist es wirk­lich ver­kehrt, dass der Bür­ger­meis­ter das Gol­de­ne Buch der Stadt Wunstorf auf Wunsch der Kanz­le­rin mit nach Stein­hu­de schleppt, damit die­se sich nicht noch extra ins Rat­haus bemü­hen muss? Kann man für die Bun­des­kanz­le­rin nicht mal ne Aus­nah­me machen, auch wenn das in der Regel sonst nicht so gehand­habt wird für hoch­ran­gi­ge Poli­ti­ker und Ehren­gäs­te, die nicht das glei­che Par­tei­buch haben wie der Bür­ger­meis­ter? Hat sich z. B. der Dalai Lama damals etwa nicht auch auf der Bade­in­sel ein­ge­tra­gen? Ach nein, aber der war ja auch nicht im Wahl­kampfs­tress.

Eine viel drän­gen­de­re Fra­ge geht dabei fast völ­lig unter: Wuss­te die Kanz­le­rin über­haupt, in wel­cher Stadt sie war? Am Frei­tag war viel auch von Regio­na­lem die Rede, aber ins Gol­de­ne Buch schrieb Ange­la Mer­kel ledig­lich „Alles Gute für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger von Stein­hu­de”. Die Stein­hu­der dürf­te es beson­ders freu­en. Aber für alle Kern­städ­ter, Kolen­fel­der, Mes­mero­der, Gro­ßen­hei­dor­ner, Klein Hei­dor­ner, Luther, Lie­t­her, Blu­men­au­er, Idenser oder Bokel­o­her ist es ein klei­ner Affront. Das ist so, als wür­de Mer­kel am Müg­gel­see auf­tre­ten und ins gol­de­ne Buch der Stadt Ber­lin „lie­be Köpe­ni­cke­rin­nen und Köpe­ni­cker” schrei­ben.

Viel­leicht wäre es wirk­lich bes­ser gewe­sen, wenn Eber­hardt das Gol­de­ne Buch doch im Rat­haus gelas­sen hät­te.


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