Aus­nah­me­zu­stand auf der Auto­bahn

Am Mon­tag war Aus­nah­me­zu­stand auf der Auto­bahn – und Kolen­feld und Luthe mal wie­der bun­des­weit in den Ver­kehrs­mel­dun­gen. Grund war ein schwe­rer LKW-Unfall hin­ter Bad Nenn­dorf in Rich­tung Dort­mund.

Symbolbild Stau auf der A2 | Foto: Daniel Schneider
Sym­bol­bild Stau auf der A2 | Foto: Dani­el Schnei­der

Am frü­hen Mor­gen, um vier­tel vor sie­ben, krach­te es auf der A2 zwi­schen Lau­en­au und Reh­ren, und schon wie­der war es wie zuletzt ein unauf­merk­sa­mer LKW-Fah­rer, der den Unfall ver­ur­sach­te. Der 46-Jäh­ri­ge fuhr mit sei­nem Truck auf einen ande­ren LKW auf, der sich dadurch auf einen wei­te­ren Last­wa­gen schob. Es ent­stand ein Sach­scha­den von etwa 300.000 Euro.

Fahr­bahn zer­stört

Den Ret­tungs­kräf­ten bot sich nicht nur sprich­wört­lich ein Bild der Ver­wüs­tung. Der Unfall­ver­ur­sa­cher wur­de in sei­nem Füh­rer­haus ein­ge­klemmt, erlitt schwe­re Ver­let­zun­gen und wur­de, nach­dem ihn die Feu­er­wehr aus dem nun­meh­ri­gen LKW-Wrack befreit hat­te, in eine Kli­nik gebracht. Die ande­ren Kraft­fah­rer erlit­ten leich­te bzw. kei­ne Ver­let­zun­gen.

Die Auto­bahn in Rich­tung Dort­mund wur­de bis zum heu­ti­gen Diens­tag­mor­gen voll gesperrt, da nicht nur die unmit­tel­ba­ren Unfall­fol­gen besei­tigt wur­den, son­dern auch die Fahr­bahn­ober­flä­che beschä­digt wur­de und repa­riert wer­den muss­te.

Lan­ge Staus, dreis­te Fah­rer

a2-schwerpunktAm Mor­gen waren es bereits 8 Kilo­me­ter Stau ab Bad Nenn­dorf, im Lau­fe des Tages wuchs der Stau dann bis auf 15 Kilo­me­ter an, erreich­te erst Kolen­feld und dann schließ­lich auch Luthe. Der Ver­kehr stand mit­un­ter lan­ge Zeit kom­plett in Rich­tung Dort­mund. Man­chen Fah­rern wur­de es zu viel, sie park­ten ihre Wagen letzt­end­lich auf dem Stand­strei­fen und gin­gen zu Fuß in die Auto­bahn­rast­stät­te essen. Sie erwar­ten nun Geld­stra­fen sowie Punk­te in Flens­burg. Auch eine Ret­tungs­gas­se wur­de – wie so oft selbst bei schwe­ren Unfäl­len – nur par­ti­ell gebil­det.

Da auch auf einer der wich­tigs­ten Umlei­tungs­stre­cken, der Bun­des­stra­ße B 65, gebaut wur­de und die­se teil­wei­se gesperrt war, wur­de eine Umlei­tung schon ab Han­no­ver-Ost über Kas­sel aus­ge­ru­fen. Das konn­te den Ver­kehrs­kol­laps vor allem im Schaum­bur­ger Land jedoch nicht mehr ver­hin­dern. Auch in Wunstorf und bis nach Han­no­ver war das erhöh­te Auf­kom­men auf den Land­stra­ßen zu spü­ren.

Die A2 Rich­tung Dort­mund ist nun wie­der befahr­bar, im Bereich der Unfall­stel­le kommt es in Fol­ge der noch fort­schrei­ten­den Bau­ar­bei­ten jedoch wei­ter­hin zu teils sto­cken­dem Ver­kehr.

Nach­trag, 28.6.: Nur knapp 24 Stun­den spä­ter krach­te es schon wie­der auf der A2, und schon wie­der fuhr ein LKW ins Stau­en­de. Dies­mal kam es zwi­schen Lehr­te und Lehr­te Ost zur Kol­li­si­on: Der ver­ur­sa­chen­de 39-jäh­ri­ge LKW-Fah­rer ras­te in einen klei­nen Fiat und kam danach in einem wei­te­ren LKW zum Ste­hen, gegen den auch der Klein­wa­gen gedrückt wor­den war, und der sich wie­der­um auf einen Mer­ce­des schob. Unfall­ver­ur­sa­cher und zwei im Fiat unter­wegs gewe­se­ne Per­so­nen wur­den schwer ver­letzt und in Kli­ni­ken gebracht, Letz­te­re muss­ten eben­falls von der Feu­er­wehr aus dem Wrack geschnit­ten wer­den. Rich­tung Dort­mund war anschlie­ßend aber­mals kein Durch­kom­men auf der Auto­bahn, die A2 war hier jedoch dies­mal nur eine knap­pe Stun­de voll gesperrt. Im Anschluss konn­te der Ver­kehr auf einer Spur an der Unfall­stel­le vor­bei­ge­lei­tet wer­den, wodurch es jedoch wei­ter­hin wie am Tag zuvor zu erheb­li­chen Ver­kehrs­be­hin­de­run­gen in der Regi­on kam.

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