Stromausfälle in der Kernstadt

Blackout in Wunstorf

Am Montag und Dienstag fiel in Teilen der Kernstadt für längere Zeit der Strom aus. Knapp 800 Haushalte waren betroffen. Ursache war ein Kabelschaden an einer 20-kV-Leitung.

Strom­mas­ten in der Regi­on Han­no­ver

Wunstorf (red). Am spä­ten Mon­tag­abend, gegen Mit­ter­nacht, war zum ers­ten Mal der Strom aus­ge­fal­len. Etwa eine hal­be Stun­de dau­er­te der Aus­fall. Betrof­fen waren Tei­le der Süd­stadt bzw. die Bar­ne. Man­cher Wunstor­fer dürf­te den Strom­aus­fall erst am nächs­ten Mor­gen bemerkt haben, als Uhren auf ein­mal die fal­sche Zeit anzeig­ten oder Elek­tro­nik neu geboo­tet hat­te.

Anderthalb Stunden stromlos

Deut­lich mehr dürf­ten vom Black­out am Diens­tag­abend Notiz genom­men haben. Kurz vor 18 Uhr war der Strom wie­der weg, plötz­lich lagen Häu­ser und Stra­ßen im Dun­keln. Vie­le behal­fen sich mit Ker­zen­licht, das nun in der Advents­zeit prak­ti­scher­wei­se sowie­so griff­be­reit war, oder grif­fen zunächst zur Han­dy­ta­schen­lam­pe als Not­be­leuch­tung.

Betrof­fen waren u. a. die Bar­n­e­st­ra­ße, der Fin­ken­weg, die Hin­den­burg­stra­ße, der Bereich An der Johan­nes­kir­che, die Kra­nich­stra­ße oder die Sude­ten­sta­ße. Strom­schwan­kun­gen wur­den jedoch auch in ande­ren Tei­len der Kern­stadt beob­ach­tet. Jes­si­ca Hil­ler aus Wunstorf berich­te­te in einer Face­book­grup­pe, dass sie sich im Net­to-Super­markt am Düen­dor­fer Weg das Wech­sel­geld ertas­ten muss­te, nach­dem das Licht unver­mit­telt aus­ge­fal­len war. Auch das mon­go­li­sche Restau­rant am Barn­e­platz wur­de nur noch von den Tisch­ker­zen erhellt. Knapp 800 Haus­hal­te waren von dem Stom­aus­fall ins­ge­samt betrof­fen.

Notstrom nicht benötigt

Die Ret­tungs­stel­le der Johan­ni­ter im Düen­dor­fer Weg war hin­ge­gen nicht betrof­fen, wäre im Fall des Fal­les jedoch ohne­hin mit einer dop­pelt unab­hän­gi­gen eige­nen Strom­ver­sor­gung abge­si­chert gewe­sen, wie der Lei­ter der SEG Wunstorf, Timo Brü­ning, der Aue­post sag­te.

Defektes Stromkabel

Ursa­che für die Aus­fäl­le am Mon­tag- und Diens­tag­abend war in bei­den Fäl­len ein Defekt an einem 20-kV-Strom­ka­bel, wie Michae­la Fied­ler vom zustän­di­gen Netz­be­trei­ber Ava­con unse­rer Zei­tung bestä­tig­te. Das Kabel ist wei­ter­hin defekt und wird der­zeit repa­riert. Als Grund für den Kabel­feh­ler kom­men zum Bei­spiel Alte­rungs­pro­zes­se beim Mate­ri­al in Betracht. Dass die betrof­fe­nen Stra­ßen trotz­dem nach kur­zer Zeit wie­der Strom hat­ten, ist den Tech­ni­kern der Netz­leit­stel­le zu ver­dan­ken, die den Strom umlei­te­ten und über ande­re Lei­tun­gen bereit­stell­ten.

Nach einer Drei­vier­tel­stun­de hat­ten die ers­ten Häu­ser und Stra­ßen­la­ter­nen wie­der Strom, die letz­ten Haus­hal­te waren nach knapp andert­halb Stun­den um 18.38 Uhr wie­der ans Strom­netz ange­schlos­sen.

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3 Kommentare
  1. Grit Decker sagt

    Da darf ich mich wohl „beglückt“ füh­len, tat­säch­lich mal nicht die berühm­te A‑Karte gezo­gen zu haben.
    Kommt ja sel­ten genug vor… *grins süf­fi­sant*

  2. Stefanie Behnsen sagt

    Kris­ti­na Klem­ke

  3. Marc Schaper sagt

    In Bereich der süd­öst­li­chen Bar­ne gab es gar kei­ne Aus­fäl­le

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