Portemonnaiediebstahl

Couragierte Wunstorfer stellen mutmaßlichen Wochenmarkt-Trickdieb

Am Freitag zeigten mehrere Wunstorfer große Zivilcourage: Als sie bemerkten, wie ein Senior auf dem Wochenmarkt Opfer von Trickdieben geworden war, verfolgten und stellten sie den mutmaßlichen Täter.

Markt in Wunstorf
Wochen­markt in Wunstorf (Archiv­bild)

Wunstorf (red). Am ver­gan­ge­nen Frei­tag spiel­te sich eine auf­re­gen­de Sze­ne auf dem Wunstor­fer Wochen­markt ab: Gegen Mit­tag wur­den vie­le Markt­be­su­cher Zeu­ge, wie ein Seni­or offen­bar bestoh­len wor­den war: Er lief hin­ter einem jün­ge­ren Mann her und for­der­te die­sen auf, ihm sein Porte­mon­naie zurück­zu­ge­ben. Der mut­maß­li­che Dieb war Ange­hö­ri­ger einer Grup­pe von Rumä­nen, die auf dem Wochen­markt ille­gal „Spen­den“ sam­mel­ten.

Verfolgung des mutmaßlichen Täters per Fahrrad

Durch die Rufe des Opfers und die flüch­ten­de Grup­pe wur­den vie­le Markt­be­su­cher auf die Situa­ti­on auf­merk­sam. Ein Mann, mög­li­cher­wei­se ein Stand­be­sit­zer, soll „Jetzt fick ich dich“ geru­fen haben und nahm die Ver­fol­gung des mut­maß­li­chen Täters auf. Auch aus den umlie­gen­den Geschäf­ten in der Süd­stra­ße, durch die die Spen­den­samm­ler­grup­pe flüch­te­te, tra­ten auf­merk­sam Gewor­de­ne auf die Stra­ße. Der Inha­ber des neu­en Fri­seur­la­dens in der Süd­stra­ße schloss sich der Ver­fol­gung an, doch der 20- bis 25-jäh­ri­ge Rumä­ne war schnel­ler: Auf Höhe des Eis­pa­vil­lons ging bei­den Ver­fol­gern „die Pus­te aus“. Das Schild, auf dem um Spen­den gebe­ten wur­de, warf der Mann weg und rann­te wei­ter. Der ursprüng­li­che Ver­fol­ger lieh sich daher das Fahr­rad von einer Pas­san­tin und ver­folg­te den Flüch­ten­den nun auf zwei Rädern. Noch in der Süd­stra­ße, vor der Ände­rungs­schnei­de­rei, brach­te er den mut­maß­li­chen Täter dann zu Boden und nahm ihn mit den Nach­kom­men­den gemein­sam fest, bis die Poli­zei ein­traf. Die übri­gen Rumä­nen aus der Grup­pe hat­ten sich unter­des­sen in ande­re Rich­tun­gen zer­streut, konn­ten von der Poli­zei spä­ter aber teil­wei­se noch gestellt wer­den.

Wer kennt den Bestohlenen?

Der bestoh­le­ne älte­re Mann war­te­te aber nicht auf die Poli­zei, son­dern ent­fern­te sich mit sei­ner wie­der­erlang­ten Geld­bör­se. Die Wunstor­fer Poli­zei bit­tet ihn, sich zu mel­den (Tele­fon: 05031 9530–115), da er wich­ti­ge Hin­wei­se zur Ermitt­lung des Täters haben könn­te. Der Bestoh­le­ne war ca. 60 bis 75 Jah­re alt, hat­te grau­es Haar und trug einen Schnurr-/Kinn­bart.

Vorsicht bei „Spendensammlern“

Die Poli­zei warnt dar­über hin­aus vor Trick­die­ben, die sich als Spen­den­samm­ler aus­ge­ben: Wer auf dem Wochen­markt von ver­meint­li­chen Spen­den­samm­lern ange­spro­chen wird, soll­te vor­sich­tig sein – das Wunstor­fer Kom­mis­sa­ri­at bit­tet dar­um, es im Zwei­fel sofort über sol­che Vor­komm­nis­se zu infor­mie­ren.

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5 Kommentare
  1. Grit Decker sagt

    End­lich wur­de mal ein Ange­hö­ri­ger die­ser Gangs­ter-Ban­den geschnappt!
    Ein fet­tes Dan­ke und ein eben­so fet­tes Lob den cou­ra­gier­ten Mit­bür­gern, die dem Schei***-Typen gezeigt haben, „wo der Ham­mer hängt“.

    Man­ches und Man­che machen mich mäch­tig bras­tig:
    der­ar­ti­ges lässt selbst mich ansich Fried­lie­ben­de kochen! Und da gehört ’ne Men­ge dazu, mich dahin zu brin­gen *wut­schnau­bend knurr*…

  2. Basti g. sagt

    Rumä­ni­sche Fach­ar­bei­ter bei der Arbeit hof­fent­lich wird das nicht unse­re Zukunft

  3. Grit Decker sagt

    Ich tei­le mit­nich­ten aus­län­der­feind­li­che Prä­fe­ren­zen, doch der lei­der ange­brach­ten Befürch­tung und der Hoff­nung von #Bas­ti schlie­ße ich mich an.

    1. Basti g. sagt

      Ja die Gren­zen sind offen und die­bes­gut kann ohne Pro­ble­me trans­por­tiert wer­den ist es da ein Wun­der das sowas pas­siert

      1. Grit Decker sagt

        In Bezug auf die Kri­mi­na­li­tät sind die offe­nen Gren­zen mit Sicher­heit pro­ble­ma­tisch zu sehen.
        Doch soll­ten wir doch auch die zahl­rei­chen Vor­tei­le und Chan­cen sehen, die uns unse­re euro­päi­sche Gemein­schaft bie­tet.

        Auch für mich sind die­se Ban­den, die aus­schließ­lich für ihr unsäg­li­ches Trei­ben zu uns kom­men, ein Ärger­nis, das mich „auf Hun­dert bringt“, den­noch möch­te ich auch hier viel lie­ber das Posi­ti­ve sehen:
        der weit­aus grö­ße­re Teil unse­rer aus­län­di­schen Bevöl­ke­rung lebt hier in Akzep­tanz unse­res Rechts­sys­tems.
        Kri­mi­na­li­tät ist bei uns Deut­schen nicht weni­ger gege­ben.

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