Das war der Vater­tag 2016

An Chris­ti Him­mel­fahrt ver­wan­delt sich auch in unse­rer Regi­on der öffent­li­che Raum tra­di­tio­nell in eine ein­zi­ge gro­ße Par­ty­mei­le, oft ohne Rück­sicht auf Ver­lus­te. Wer in oder um Wunstorf moto­ri­siert unter­wegs war, muss­te schon auf­pas­sen, um kei­ne Bol­ler­wa­gen­be­sat­zun­gen über den Hau­fen zu fah­ren.

Ans Meer | Bild: Daniel Schneider
Ans Meer | Bild: Dani­el Schnei­der

Reich­te in frü­he­ren Zei­ten ein Kas­ten Bier auf dem Bol­ler­wa­gen, sind die Gefähr­te heu­te viel­sei­ti­ger gewor­den. Vari­an­ten mit hoch­ge­sta­pel­ten Bier­käs­ten auf Sack­kar­ren oder auch – ganz under­state­ment – ein­zeln getra­ge­nes Fla­schen­bier bestimm­ten das Bild. Auch tech­nisch über­bo­ten sich die „Teil­neh­mer“ gegen­sei­tig mit ihren Auf­bau­ten. Gan­ze Hal­len­mu­sik­be­schal­lungs­an­la­gen türm­ten sich bis­wei­len auf den Gefähr­ten.

Kämen noch Kos­tü­mie­run­gen hin­zu, hät­te der Vater­tag in unse­rem Land­strich das Poten­ti­al, eine Alter­na­ti­ve zum Fasching zu wer­den. Auch die Eman­zi­pa­ti­on schrei­tet unauf­halt­sam vor­an, neben Vätern waren eben­so vie­le Väte­rin­nen unter­wegs, die sich das Fei­ern nicht ver­der­ben lie­ßen, auch nicht von behörd­li­chen Ver­bo­ten.

Das kom­mu­na­le Fei­er­ver­bot auf den Strand­ter­ras­sen in Stein­hu­de zeig­te jedoch offen­bar Wir­kung: Hier war deut­lich weni­ger Par­ty­volk unter­wegs als in den ver­gan­ge­nen Jah­ren – aber immer­hin noch bis zu 500 Fei­ern­de fan­den den Weg dort­hin und gaben sich an der Wunstor­fer Water­kant die Kan­te.

Neben Stein­hu­de waren auch der Deis­ter sowie Han­no­ver belieb­te Zie­le für die feucht-fröh­li­chen Tou­ren. Am Masch­see tum­mel­ten sich zu Spit­zen­zei­ten bis zu 7.000 Fei­ern­de auf ein­mal.

Die Poli­zei zog für die Regi­on die­ses Jahr eine über­wie­gend posi­ti­ve Bilanz. Wäh­rend es in Han­no­ver jedoch zu Ran­ge­lei­en mit der Poli­zei kam – Bilanz: 54 ein­ge­lei­te­te Straf­ver­fah­ren –, sodass der Masch­park wegen der Bil­dung eines Mobs ab 21.00 Uhr gar geräumt wer­den muss­te, blieb es am Stein­hu­der Meer größ­ten­teils fried­lich. Den höchs­ten Alko­hol­pe­gel stell­ten die Ret­tungs­kräf­te bei einem 17-Jäh­ri­gen fest: 2,87 Pro­mil­le.

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