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Dienstleister machen auf verzweifelte Lage aufmerksam

Demonstration vor der Stadtkirche ruft um Hilfe

Am Donnerstagabend machten Wunstorfer Gewerbetreibende in der Innenstadt auf ihre fatale Lage aufmerksam. Knapp 35 Teilnehmer versammelten sich vor der Stadtkirche für ein klares Statement – und einen Hilferuf an die Politik.

Versammlung Coronahilfen
Transparent auf der Demonstration | Foto: Daniel Schneider

Wunstorf (ds). Nicht Pleitegeier waren es, sondern ein Schwarm Krähen, der zum Auftakt der Versammlung am Donnerstagabend zufällig über der Wunstorfer Fußgängerzone kreiste. Doch der symbolhafte Vogel war genau das, was die Teilnehmer dazu bewog, auf die Straße zu gehen. Viele der Betroffenen warten seit Monaten auf versprochene staatliche Unterstützung und sehen sich am Ende ihrer Reserven – und der eigenen Existenz. Kammern, Kommunen und Verbände würden sich gleichermaßen wegducken, war zu hören, niemand fühle sich zuständig für die Nöte der Betriebe. Berichtet wurde von den Schwierigkeiten der Beantragung von finanziellen Hilfen, insbesondere des bürokratischen Klein-Kleins, das eine schnelle Hilfe verhindere und für große Frustration sorge. Ein Teilnehmer brachte ein gemeinsames Vorgehen ins Spiel, um auf gerichtlichem Wege für mehr Gerechtigkeit bei der Verteilung von Coronahilfen zu sorgen.

Coronaleugner können bitte gleich wieder gehen

Die Initiatorin der Zusammenkunft, Friseurin Manuela Schöneich, hatte sich gerade erst vor einem Jahr in der Kernstadt mit einem Salon selbstständig gemacht – dann kam Corona. Zu den wegbrechenden Umsätzen gesellten sich erhöhte Ausgaben für zusätzliche Hygienemaßnahmen. Ihr eigener Betrieb sei nicht akut insolvenzgefährdet, berichtet sie, doch das verdankt sie nicht den staatlichen Hilfsmaßnahmen, auf die sie ebenfalls seit dem Lockdown im Dezember nach wie vor wartet. Stattdessen ist es der ehemalige Kundenkreis, der ihr derzeit nun mit Spenden das wirtschaftliche Überleben sichert. Dennoch weiß sie, dass Kollegen – nicht nur aus dem Friseurhandwerk – momentan in noch verzweifelteren Situationen stecken.

Kein Zuhausesitzen

Versammlung Coronahilfen
Manuela Schöneich hatte zur Versammlung aufgerufen | Foto: Daniel Schneider

Eine Initialzündung zum Demonstrationsaufruf habe es nicht gegeben, sagt Schöneich, vielmehr habe sich die Hilflosigkeit langsam aufgestaut. Daher rief sie die Kollegen ihrer Berufssparte wie auch Kosmetiker, Nageldesigner und Tätowierer, die derzeit ihre Salons und Studios nicht betreiben können – da hier die Dienstleistung das Hauptprodukt ist –, auf, am Donnerstag um 18 Uhr zur Stadtkirche zu kommen. Auch alle anderen Gewerbetreibenden waren eingeladen. „Irgendwas musst du tun, von Zuhausesitzen wird es nicht besser“, schilderte die Friseurmeisterin den Gekommenen zu Beginn ihre Beweggründe.

Vereinnahmungsversuch scheitert

Schöneich grenzte sich dabei bereits beim Versammlungsaufruf strikt von der „Mahnwache“ ab, die alle vierzehn Tage ebenfalls vor der Stadtkirche zusammenkommt, um gegen Coronamaßnahmen und Grundrechtseinschränkungen zu demonstrieren. Coronaleugner, Verschwörungstheoretiker und Maskengegner wären nicht erwünscht: „Wenn Leute hier sind, die deswegen da sind, die können bitte gleich wieder gehen“, waren die Worte Schöneichs. Davon unbenommen hatten mehrere Personen aus dem Umfeld der Mahnwache den Weg zur Stadtkirche gefunden und suchten das Gespräch mit den Geschäftsleuten. Eine Frau ergriff dabei aktiv das Wort und versuchte, die Dienstleister für die montäglichen Mahnwachen zu gewinnen. Es gelang ihr nicht einmal im Ansatz. Umgehend schlug ihr lautstarker Protest entgegen:

„Wunstorf bleibt fair“, wurde ihr etwa zugerufen. Ordner versuchten schließlich, ihr das Wort zu entziehen, wovon sie sich aber nur mäßig beeindruckt zeigte.

Während auf den Montagsmahnwachen zunehmend die politische Intention in den Vordergrund tritt, waren hier am Donnerstag nun Menschen versammelt, die nicht fürchten, dass ihnen Zwangsimpfungen drohen und Grundrechte in einer Art Diktatur der Alternativlosigkeit genommen werden – sondern deren Grundrechte derzeit tatsächlich schon massiv beschnitten sind: nämlich das der freien Ausübung des Berufes.

Hilfen zu gering

Sie mache nun bereits zum zweiten Mal einen Lockdown mit, sagte Schöneich in der Auftaktansprache, und wie ihr gehe es zahlreichen anderen. Sie sei nun einfach verzweifelt. „Wir haben keine Möglichkeit, durch Click-and-Collect-Angebote große Umsätze zu machen. Kleine schon, aber die halten uns nicht über Wasser.“ Man müsse arbeiten können – oder entschädigt werden, so die schlichte Forderung von Schöneich.

Versammlung Coronahilfen
Knapp 35 Teilnehmer kamen am Donnerstagabend auf den Marktplatz | Foto: Daniel Schneider

Das Wort ergriff auch Sabrina Schlüter, ebenfalls Friseurmeisterin mit Salon in Wunstorf, die die Frage in den Raum warf, weshalb Gastronomen 75 Prozent des Umsatzes erstattet bekämen, aber Friseure nur 90 Prozent der Betriebskosten. Das reiche nicht, um die laufenden Kosten zu decken, da etwa Pflichtversicherungen nicht mitgezählt würden.

Unverständnis über polizeiliches Vorgehen

Die die Versammlung sichernden Polizeikräfte nahmen ihre Arbeit währenddessen sehr genau wahr: Die Organisatorin wurde wiederholt gebeten, für die Einhaltung der Mindestabstände der Teilnehmer zu sorgen. Einige Teilnehmer, die ein Großtransparent an Stöcken hochhielten, wurden aufgefordert, es zu entfernen: Die Länge der Griffhölzer wurde als zu groß beanstandet. Das provozierte den Unmut der Versammelten angesichts der als kleinlich wahrgenommenen Maßnahme, so dass sich eine Diskussion zwischen den Beamten und den eingesetzten Ordnern entspann. Die Demonstrierenden mit dem Transparent reagierten pragmatisch, indem sie unter dem Applaus der anderen Teilnehmer die Stöcke einfach durchbrachen und so auf eine in den Augen der Polizei noch zulässige Länge kürzten. Anschließend wurde das Transparent wieder entrollt.

Zunächst keine Wiederholung geplant

Aus den Reihen der Teilnehmer kam auch die interne Kritik, dass man sich einen zeitlich weniger späten Termin für die Versammlung gewünscht hätte – um bei Tageslicht und Publikumsverkehr in der Innenstadt mehr Aufmerksamkeit für das Anliegen zu erreichen. Die abendliche Uhrzeit war jedoch pragmatischen Gründen geschuldet: Schöneich – selbst Mutter – hatte auch den Eltern unter den Dienstleisterfamilien eine Teilnahme ermöglichen wollen, die tagsüber Verpflichtungen haben und keine Kinderbetreuung organisieren könnten. Für die Zukunft wäre eine Wiederholung und dann auch ein früherer Zeitpunkt jedoch nicht ausgeschlossen, sagte Schöneich. Aktuell ist jedoch keine Folgeveranstaltung geplant.

Versammlung Coronahilfen
Die schwierige und schleppende Beantragung von Coronahilfen war das Hauptthema der Demonstration | Foto: Daniel Schneider

Neben den Forderungen an Politik und Gesellschaft für schnellere Hilfe und Unterstützung diente die Zusammenkunft auch dem Ausdruck der gegenseitigen Solidarität. Auch nachdem die Versammlung offiziell nach einer Dreiviertelstunde beendet war, verharrte ein nicht kleiner Teil der Gekommenen auf dem Marktplatz – ganz so, als wäre Nachhausegehen keine Option.

Enttäuscht gaben sich viele Teilnehmer angesichts der doch recht niedrigen Resonanz. Nur knapp 35 Personen waren letztlich auf dem Marktplatz zusammengekommen. Es gebe so viele Betroffene in der Stadt, wenn allein alle Friseure mit ihren Angestellten gekommen wären, hätte es ganz anders ausgesehen, sagte Schöneich.

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Volksbank Nienburg

18 Kommentare

  1. Gerne- ausgesprochen hätte ich meine Solidarität in Form der Anwesenheit den teilnehmenden Unternehmen gezeigt.
    Doch leider wusste ich nichts von dieser sinnvollen Altion eines noch (!) kleinen Kreises.

    Beidem könnte abgeholfen werden:
    Vorankündigung in den örtlichen Medien- die #Auepost bietet sich förmlich dafür an, wie durch eine zeitliche Verlegung zwecks der größeren Wahrnehmung von Bürgerinnen und Bürgern.

    Bei Letzteren könnte es allerdings schwierig werden:
    # Manuela Schöneich sprach hier bereits an, dass sich ein früherer Zeitpunkt schlecht mit den familiären Gegebenheiten vereinbaren lassen.

    Im Übrigen gefielen mir die gesamten Aussagen #M.Schöneichs.
    Schwierig- sehr schwierig an finanzielle Unterstützungen zu kommen, wenn allein das Beantragungsprozedere derart kompliziert und aufwendig ist, dass das die Antragssteller*innen zur Verzweiflung bringt.

    Dass sich dem viele nicht auch noch aussetzen wollen, hilft letzten Endes nicht weiter in der besch*** Situation, ist mir aber zu verstehen.

    Was mir so gar nicht gefallen hat, ist das Auftreten der Ordnungskräfte der örtlichen Polizei:
    vom vielzitierten Augenmaß war hier eher wenig zu erkennen.

  2. Warum wird die Montagsmahnwache in die Ecke von Coronaleugnern gestellt?
    Das stimmt nicht und ist somit eine böse Diffamierung. Es sind Kritiker der überzogenen Massnahmen.
    Beide Gruppe beklagen ähnliche Probleme und Sorgen. Die Montagsmahnwache ist solidarisch mit allen Betroffenen und zielt nicht allein auf das Thema Geld!!!
    Also ethisch und moralisch ehrenwert (ehrenwerter).
    Bitte nicht immer gleich Spaltungsversuche einleiten.

  3. Wenn Menschen, die sich für die Grundrechte einsetzen, als Coronaleugner diffamiert werden, werde ich diese Diffamierer doch nicht unterstützen.

  4. Es ist ein Trauerspiel wie Manuela Schöneich
    der Frisörinnung Schaden zufügt. Welche Geisteshaltung offenbart sie!?
    Ausgerechnet die Mahnwache Wunstorf welche sich für alle Coronabetroffenen einsetzt. Für Soloselbstständigen, Künstler, Alte, Arme, Obdachlose, den Ehrenamtlichen, Pflegebedürftigen und auch für die Frisöre
    derartig zu diffamieren.
    Ich hoffe, dass nicht alle Frisöre auf diesem niedrigen Niveau stehen.
    Die Teilnehmer der Mahnwache kommen aus der bürgerlichen Mitte mit überwiegend höheren Bildungsstand.
    Eine gemeinsame Aktion wäre geboten und nicht Spaltung.
    Frau Schöneich bitte hinterfragen sie vorher und verbreiten sie zukünftig keine Lügen.
    Eine Entschuldigung für ihr Fehlverhalten wäre das mindeste.

    1. Eine Entschuldigung wie Sie sie fordern, sollte dann doch bitte auch von denjenigen Teilnehmer*innen der Mahnwachen ausgesprochen werden, die immer wieder die Verstorbenen an der echten (!) Grippe meinen erwähnen zu wollen.

      Es sollte auch in deren Köpfen angekommen sein, dass dieser Vergleich hinkt- stark hinkt.

      Wenn sich bei diesen Menschen noch nicht das inzwischen allgemein (!) bekannte Wissen durchgesetzt haben will, dass die Folgen sich gänzlich anders darstellen
      =traurig- sehr traurig.

      1. Ihre Antwort geht an der Sache vorbei.
        Sie haben Wunstorfer Bürger diffamiert, die sich größtenteils in der Coronazeit für Coronaopfer über ihre Kräfte engagieren.
        Ihr Thema war nur der Schrei nach Geld.
        Warum sollen sich Mahnwachen Teilnehmer entschuldigen?
        Wurden sie von diesen als Leugner hingestellt.
        Anstatt in sich zu kehren, gießen sie noch mehr Öl ins Feuer

      2. Unsinn wird durch ständige Wiederholung nicht zu einer sinnvollen Aussage.
        Sie sollten mal aus dem Fenster schauen. Dann würden Sie feststellen, daß ohne PCR-Test und Maskenzwang niemand von dieser Krankheit etwas wüsste. Und das ist nicht meine Meinung, sondern Aussage des RKI. Dort heißt es nämlich zur Frage, warum COVID-19 in keinem Meldesystem auftaucht:

        „GrippeWeb gehört zu den syndromischen Überwachungssystemen. […] Bei GrippeWeb werden Symptome abgefragt, die auch bei Covid-19 beobachtet werden. Deshalb wären aufgetretene Covid-19-Erkrankungen – ob als solche (labor-)diagnostiziert oder nicht – ebenfalls inbegriffen. […] Es werden bei GrippeWeb folgende Definitionen benutzt: Akute respiratorische Erkrankungen (ARE) sind neu aufgetretene akute Atemwegserkrankungen mit Fieber ODER Husten ODER Halsschmerzen; grippeähnliche Erkrankungen (influenza-like illness; ILI) sind neu aufgetretene akute Atemwegserkrankungen mit Fieber UND (Husten ODER Halsschmerzen). Somit gehören alle ILI auch zu den ARE. Die „Covid-19-Wellen“ (im März/April 2020 sowie im September/Oktober 2020) bilden sich bei GrippeWeb in den ARE- und ILI-Raten bisher nicht ab, da sich die COVID-19-Fallzahlen noch in einer Größenordnung bewegen, die noch unterhalb des „syndromischen Radars“ liegt. […] Beispielrechnung: In der 50. KW 2020 lag die ARE-Rate bei GrippeWeb bei 3,4 % (Stand: 05.01.2021). Angenommen: Bei im Durchschnitt 22.000 Sars-CoV-2-Fällen pro Tag, die nach IfSG von den Gesundheitsämtern gemeldet werden, ergibt das 154.000 Sars-CoV-2-Fälle pro Woche. Wenn man davon ausgehen würde, dass alle Fälle mit Sars-CoV-2-Nachweis symptomatisch sind und zusätzlich die Untererfassung beispielsweise mit dem Faktor 3 korrigiert wird (in Deutschland – je nach Studie – macht das einen Faktor 2 bis 5 aus), dann wären es in Spitzenwochen 462.000 Covid-19-Fälle. Das entspricht auf die Bevölkerung in Deutschland (ca. 83 Mio.) gerechnet rund 0,5 %. Das heißt, dass bei einer ARE-Rate von 3,4 % (GrippeWeb) die Covid-19-Erkrankungen mit 0,5 % nur ein kleiner Teil sind, über 80% der ARE, die durch andere Atemwegserreger verursacht werden. Es gibt am RKI verschiedene Überwachungssysteme, die sich gegenseitig ergänzen. Wenn eine Erkrankung wie COVID-19 so häufig auftritt, dass sie auf Bevölkerungsebene wahrnehmbar ist, dann sind die Überwachungssysteme wie GrippeWeb (und auch die Arbeitsgemeinschaft Influenza (https://influenza.rki.de) wichtig, um ihren Verlauf zu verfolgen. In der gegenwärtigen Lage ist aber zur Beobachtung der COVID-19-Erkrankungen das Meldesystem am besten geeignet.“

        Das heißt auf deutsch, es gibt keine Epidemie.

        1. @ T. Gilde

          Selbstverständlich bleibt es Ihnen überlassen, was Sie für einer Meinung angehören möchten. Punkt.

          Die von Ihnen hier dargestellten rein mathematischen Berechnungen mögen zutreffend sein, lassen jedoch gänzlich die Tatsachen zu den ausgesprochen langwierigen Folgen für die Betroffenen einer Covid-19-Erkrankung gänzlich aussen vor.

          Dass diese gravierend und maximal belastend sind- unabhängig von der Schwere des Verlaufs im Übrigen- wird auch Ihnen hoffentlich bekannt sein.

          Auch diese Ignoranz von Fakten ist es, die mich freitags die Innenstadt Wunstorfs meiden lässt, denn mir reichen die fragwürdigen Beiträge in den dafür prädistinierten Medien, da muss ich mir nicht noch als “Sahnehäubchen” gequirlten Quark live (druckfähige Version) zumuten.

          1. Das sind nicht meine Ausführungen. Das ist O-Ton RKI.
            Nur zur Info. Jedes Jahr erkranken 500.000 Menschen in D an Krebs, 50% davon sterben an der Krebserkrankung. Ändern die Menschen deshalb ihr Leben?
            Wenn jemand ein Risiko hat, muss oder kann er sich schützen. Seine Entscheidung. Er kann aber nicht von allen anderen verlangen, daß sie ihr Leben einstellen.

  5. Der Bericht über die Demo, der so definitif nicht richtig ist, hat mich entsetzt. Ich selbst bin ein Montagswachen-Teilnehmer und habe mit der Teilnahme an der Donnerstags-Demo meine Soidarität mit der dort betroffenen Berufsgruppe ausdrücken wollen. Das werde ich in Zukunft nicht mehr tun. Es ist eine absolute Unverschämtheit die Teilnehmer der Mahnwache als unfair, als Coronaleugner oder Chaoten zu titulieren. Und das nur, weil wir uns mit der Initiatorin, einer Friedens-Coachin, für die Opfer einiger Coronaregeln einsetzen und unsere Grundrechte anmahnen. Also auch für die Berufsgruppe der Friseure. Wir mahnen mit Abstand und Maske!!! Und die Rednerin, die am Donnerstag für ihre eigene Chaotengruppe, Gleichgesinnte gesucht hat, wird auch bei uns am Montag nicht !!!!!! gewünscht. Sie versucht es jedoch überall. Nochmal in aller Deutlichkeit: Das ist nicht unser Anliegen. Wir sind, auch das zum wiederholten mal, keine Coronaleugner, ‘Querdenker’, Nazisten, Chaoten oder unfair. Das wird allerdings von der Presse oft anders dargestellt und ist politisch wohl so gewollt. Die Auepost hat in diesem Fall mal ganz schlecht zugehört und recherchiert. Die ausgebuhte Rednerin gehört nicht !!!!! zu unserer Mahnwache. Mit solchen antisemitisch gesinnten Leuten wollen wir nichts zu tun haben. Aber genau wie am Donnerstag, kann man in einer Demokratie manchen Menschen nicht verbieten anwesend zu sein und zu reden. Solche Störer von Mahnwachen oder Demos gibt es leider überall im Land und sie bringen friedliche Teilnehmer in Misskredit. Die Presse sollte das aber wissen und mal die Ohren richtig aufsperren, bevor sie solche Kommentare von sich gibt.
    Und jetzt noch ein Wort zu der Donnerstags-Gruppe: Dafür, dass es in Wunstorf so viele Betroffene eures Standes gibt, hatten aber nur sehr wenige von euch den Mut zu erscheinen. Zieht man mal die Menschen ab, die einfach aus Solidarität mit euch in der Kälte gestanden haben um euch zu helfen, dann blieben von der Gruppe der Friseure/innen , Kosmetikbetrieben und weiteren, gerade mal 20 übrig. Das finde ich persönlich traurig. Es hatte schließlich in der Zeitung gestanden und ich gehe mal davon aus, dass ihr auch untereinander in verschiedenen Netzwerken verbunden seid.
    Meine höfliche Bitte also an die Redakteure der Auepost und der Donnerstags-Demo: Informiert euch erstmal, bevor ihr verurteilt. Und befasst euch mal mit der Bedeutung des Wortes ‘Demokratie’ . Das fände ich echt schön. Danke.

    1. @ Martina Wischnreski,

      Aus unterschiedlichen Gründen kann ich hier und jetzt lediglich zu Ihrem Punkt der geringen Anzahl bei dem Präsenzauftritt der Friseurmeisterin meinen “Senf abgeben”:

      Es wurde erwähnt, dass auch die familiären Gegebenheiten so mache*n davon von der Teilnahme abgehalten hatte, dem vorhandenen Interesse am sich “Luft-zu-machen” zum Trotz.

      Ob sich mein Zweckoptimismus, nach dem bei einer ähnlichen Demonstration des örtlichen Einzelhandels wesentlich mehr Teilnehmende “zu sichten” sein werden erfüllen wird?
      Hoffen- ja; wissen- nein.

      1. Ich bitte #Martina WISCHNEWSI um Entschuldigung, dass ich wie so oft im Krieg bezüglich der Wortauswahl meines Smartphones gelegen habe und den Namen “verunstaltete” 🙁

  6. Ich möchte mich einmal selber dazu äußern. Mit meinem Wort habe ich die Montagsmahnwachen selber erwähnt. Ich habe lediglich erwähnt das an es an diesem Abend darum gehen soll darauf aufmerksam zu machen das wir Unternehmen die vom Staat versprochenen finanziellen Hilfen nicht bekommen. Ja es war ein Schrei nach Geld. Nur mit Geld können unsere Rechnungen bezahlt werden. Und diese Hilfen sind in vielen Fällen bitter nötig.

    1. Gemein- ich weiß:
      Trotzdem freue ich mich, dass auch Du/Sie #Manuela mit dem genutzten Endgerät gekämpft hast 😉

      Zu Ihrem/Deinen Beitrag:

      Leider haben es bis zum heutigen Tag viele- auch bzw. gerade in der Politik- nicht begreifen wollen, dass gerade den kleineren bis kleinen Unternehmen das Wasser förmlich bis zum Halse steht.

      Den ersten Shutdown vermochten viele Firmen noch zu überstehen- unter Einsatz sämtlichen Einlagen der “Privat-Schatulle”.

      Doch auch die gibt irgendwann nichts mehr her.
      Ergo wird der zweite Shutdown etlichen das “Genick brechen”.
      Spätestens dann, wenn die bereits lange zugesagten Gelder nicht endlich auch ausgezahlt werden.

      So wünsche ich Ihnen/Dir mehr als lediglich Zusagen der zuständigen Behörden, die darüberhinaus oft genug nicht eingehalten werde.

      By the way:
      Nicht “nur” Pflegefachkräfte, Mitarbeiter*innen im Lebensmittelbereich sind ‘systemrelevant” für sämtliche Bürgerinnen und Bürger!

  7. @ T. Gilde

    Sie haben Berechnungen des #RKI wiedergegeben, was von der Seriosität ausgehen lässt.

    Gerade weil diese Berechnung vom renommierten #RKI kommt, ist es mehr als irritierend, dass die dem Institut bekannten und oftmals auch in deren diversen PK’s erwähnten Folgen einer Covid-19-Infektion NICHT benannt worden sind.
    Zumindest erwähnten Sie davon nichts.

    Dass sich dadurch an der Lebensführung der meisten von uns signifikant positive Veränderungen ergeben, erlaube ich mir anzuzweifeln.

    Zumeist wird erst dann etwas verändert- unabhängig vom Bereich, wenn man direkt betroffen ist. Leider.
    Ich kann und will mich nicht davon ausnehmen.

    Zustimmen möchte ich Ihnen, dass es in der ureigensten Entscheidung liegt, ob und wie man sich auch- nee: gerade wegen- vor diesem gemeinen u.v.a. gefährlich Sars-cov2-Virus schützen will.

    Impliziert jedoch nicht, dass andere in welche Gefahr auch immer, gebracht werden dürfen.
    Punkt.
    Da greift dann doch der Schutz der Allgemeinheit vor teils egoistischen persönlichen Entscheidungen.

      1. @ Homberti

        Erst einmal darf und möchte ich Ihnen einen für Sie erfreulichen Sonntag in bester Gesundheit ohne jegliche Begegnung mit dem uns allen das Leben schwer machenden Coronavirus wünschen.

        Ob Ihre Anmerkung im Zusammenhang mit den mir nahezu unerträglichen Verschwörungstheorien und deren Anhänger*innen von Ihnen ernst gemeint ist, oder einem- hier herrlich!- Sarkasmus entspringen, vermag sich mir (noch!) nicht zu erschließen.

        Vielleicht kann mir die Lektüre der von Ihnen erwähnten Website da hilfreich sein.
        Leider bin ich aktuell durch nicht zu umgehenden Haushaltspflichten gebunden. Hoffe jedoch am Nachmittag bzw. Abend mich “schlau machen” zu können.

        Egal wie auch immer:
        Ihnen meine besten Wünsche für die kommende Woche.

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