Christi Himmelfahrt

Ein fried­li­cher Vater­tag rund ums Stein­hu­der Meer

Wäh­rend die Wunstor­fer über­wie­gend einen wun­der­schö­nen „Vater­tag“ fei­er­ten, kam es anders­wo in der Regi­on auch zu unschö­nen Sze­nen.

Ein­wei­sung der Johan­ni­ter-Kräf­te an den Strand­ter­ras­sen | Foto: Johan­ni­ter

Wunstorf (red). Unser Car­too­nist hat­te es vor­aus­ge­se­hen: Die Aus­flüg­ler an Chris­ti Him­mel­fahrt gin­gen in gro­ßer Zahl respekt­voll und freund­lich mit­ein­an­der um, Sicher­heits- und Ret­tungs­kräf­te muss­ten nur in weni­gen Fäl­len tätig wer­den.

Das Stein­hu­der Meer zähl­te wie in den Vor­jah­ren wie­der zu den belieb­tes­ten Zie­len in der Regi­on. Etwa 1.000 Fei­er­wil­li­ge fan­den an den Strand­ter­ras­sen zusam­men, gegen­über in Mar­dorf an der Wei­ßen Düne waren es 800.

Sitt­sam am Stein­hu­der Meer

Die All­ge­mein­ver­fü­gung, die Wunstorf erlas­sen hat­te und die die Frei­zeit­ge­stal­tung regle­men­tier­te, schien sich erneut als wir­kungs­voll zu erwei­sen. Die Besu­cher reagier­ten mit Ver­ständ­nis und Rück­sicht. Dies bestä­tig­ten auch vie­le Wunstor­fer, die am Don­ners­tag ohne Bier und Bol­ler­wa­gen unter­wegs waren. Der Ein­druck war ins­ge­samt der eines ein­fach net­ten Tages. Nur in Ein­zel­fäl­len kam es durch über­mä­ßi­gen Alko­hol­kon­sum zu Aus­ein­an­der­set­zun­gen.

Vatertag in Steinhude

Die Johan­ni­ter, die in Stein­hu­de den Ret­tungs­dienst stell­ten, ver­zeich­ne­ten dem­nach auch kei­ne erhöh­te Ein­satz­fre­quenz. Die 44 ehren­amt­li­chen Hel­fer, die mit­samt 2 Kran­ken­wa­gen, Not­arzt­wa­gen und mobi­len Ver­sor­gungs­teams im Ein­satz waren, leis­te­ten vor Ort knapp zwei Dut­zend Mal Hil­fe, wenn jemand etwa in Scher­ben getre­ten oder gestürzt war. Zwei unter 18-Jäh­ri­ge muss­ten wegen Alko­hol­ver­gif­tung ins Kran­ken­haus gebracht wer­den, vier wei­te­re Pati­en­ten ver­letz­ten sich eben­falls ernst­haf­ter und wur­den eben­so in Kli­ni­ken gebracht.

Platz­ver­wei­se am Kanal

Etwas weni­ger fried­lich ging es am Mit­tel­land­ka­nal zu: Bei Has­te tra­fen sich im Lau­fe des Tages bis 2.000 Men­schen. Die Poli­zei zeig­te aber auch hier Prä­senz und schritt bei klei­ne­ren Strei­tig­kei­ten kon­se­quent ein. Den­noch kam es zu meh­re­ren Kör­per­ver­let­zun­gen, es muss­ten Anzei­gen geschrie­ben wer­den. Auch Platz­ver­wei­se wur­den ver­ein­zelt erteilt.

Pfef­fer­spray im Masch­park

In Han­no­ver war die Poli­zei gezwun­gen, Pfef­fer­spray ein­zu­set­zen, als im Masch­park ein Platz­ver­weis gegen einen pöbeln­den Besu­cher durch­ge­setzt wer­den soll­te. Als sich ca. 40 wei­te­re Per­so­nen mit dem Ran­da­lie­rer soli­da­ri­sier­ten, setz­ten die Beam­ten ent­spre­chen­de Zwangs­maß­nah­men ein, unter ande­rem auch Pfef­fer­spray. Nach einer Schlä­ge­rei am spä­ten Nach­mit­tag, eben­falls im Masch­park, nahm die Poli­zei vier Betei­lig­te in Gewahr­sam.

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2 Kommentare
  1. Birgit Küddelsmann meint

    Wenn man mal von dem Müll absieht, der auf den Beob­ach­tungs­tür­men liegt und im Ufer­be­reich rund­um die Tür­me. Ich habe nichts gegen fei­ern, aber Becher , Tetra­packs, Dosen etc gehö­ren nicht in die Natur.

  2. Grit Decker meint

    Erst ein­mal möch­te ich mei­ner „Vor­gän­ge­rin“ völ­lig zustim­men wol­len:

    auch mei­ne Ansicht ist, dass die Men­schen fried­lich (!) und mit Spaß fei­ern sol­len.
    Doch wer zum Fei­ern Geträn­ke­do­sen, -fla­schen, Ein­weg-Geschirr und sons­ti­ges mit­bringt, der hat das auch ver­nünf­tig (!) und nicht -womög­lich noch mit Unschulds­mie­ne- wild zu ent­sor­gen. Bas­ta!

    Dass es in Stein­hu­de fried­lich zuge­gan­gen ist, kann ich bestä­ti­gen.
    End­lich näm­lich hat­te ich den seit Jah­ren an Him­mel­fahrt statt­fin­den Kunst­hand­werk­markt in Mar­dorf besucht. (Super schön -so neben­bei ange­merkt)

    Die Hin­fahrt mit dem Bus über die Dör­fer war nach mehr als 25 Jah­ren zwar durch­aus inter­es­sant, doch die „Jöke­lei“ noch ein­mal brauch­te ich dann doch nicht und wähl­te für die Rück­fahrt den Weg über Neu­stadt.

    An der Hal­te­stel­le nahe der Wei­ßen Düne stan­den eben mal um die 60–80 Leu­te vom „Jung­volk“.
    Erstaun­lich das Fas­sungs­ver­mö­gen eines Limi­en­bus­ses.

    Und auch wenn’s natür­lich prop­pe­voll war, die Stim­mung aus­ge­las­sen -sehr aus­ge­las­sen, wobei das eine und ande­re kon­su­mier­te „geis­ti­ge Getränk“ mit­ge­hol­fen haben wird, war es zwar mäch­tig laut, doch ohne Aggres­sio­nen.

    Klar:
    bei der­art vie­len jun­gen Leu­ten wird natür­lich gegrölt;
    doch mei­ne Güte:
    wenn sie fried­lich dabei sind, ist’s doch in Ord­nung!
    Waren wir in unse­rer „Glanz­zeit“ denn soviel anders? Geschwei­ge denn bes­ser?

    Freu­en wir uns doch dar­über, dass die Ein­satz­kräf­te nicht an ihrer Arbeit ge- und in ihr behin­dert wur­den.
    Ist ja lei­der schließ­lich kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit mehr…

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