Ein Wochen­en­de vol­ler Fah­rer­fluch­ten

Wunstorf – Vie­le Auto­fah­rer hat­ten es zum Ende der ver­gan­ge­nen Woche beson­ders eilig – vor allem die, die in Unfäl­le ver­wi­ckelt waren. Gleich fünf Mal begin­gen Auto­fah­rer Fah­rer­flucht, nach­dem sie ande­re Fahr­zeu­ge beschä­digt hat­ten.

Fahr­zeug der Wunstor­fer Poli­zei (Sym­bol­bild) | Foto: Dani­el Schnei­der

Am Wochen­en­de ereig­ne­ten sich ins­ge­samt 5 Ver­kehrs­un­fall­fluch­ten, wovon bis­lang 3 auf­ge­klärt wer­den konn­ten. Am Frei­tag, den 5. Mai, wur­de zwi­schen mor­gens und dem frü­hen Nach­mit­tag ein ord­nungs­ge­mäß gepark­ter VW-Klein­bus T4 beschä­digt. Der 48 Jah­re alte Fah­rer ent­deck­te eine Lack­be­schä­di­gung an der Fah­rer­tür, die von einem roten Fahr­zeug stam­men muss. Der Ver­ur­sa­cher ent­fern­te sich uner­laubt von der Unfall­stel­le. Der Scha­den wird auf 500 Euro geschätzt.

LKW-Fah­rer wird beob­ach­tet

Eben­falls irgend­wann im Ver­lauf des Frei­tags wur­de in der Stra­ße „An den Auewie­sen“ ein Mau­er­pfos­ten eines Grund­stü­ckes durch einen LKW beschä­digt. Auch hier ent­fern­te sich der Fah­rer uner­laubt von der Unfall­stel­le. Durch Hin­wei­se eines Nach­barn konn­te der Ver­ur­sa­cher aber schnell aus­fin­dig gemacht wer­den. Der ent­stan­de­ne Scha­den wird mit 200 Euro bezif­fert.

Info: Fah­rer­flucht
Um die Fah­rer­flucht, juris­tisch das „uner­laub­te Ent­fer­nen vom Unfall­ort“, ran­ken sich vie­le Legen­den. Man habe 24 Stun­den Zeit, sich bei der Poli­zei zu mel­den. Ein Zet­tel an der Wind­schutz­schei­be wür­de rei­chen usw. Doch wer sich nach einem Unfall dazu ent­schei­det, nicht eine ange­mes­se­ne Zeit (kann zwi­schen 15 Min. und 2 Std. lie­gen) zu war­ten (und es kei­nen äußerst wich­ti­gen Grund gibt, war­um er nicht war­ten kann) und auch danach nichts sofort unter­nimmt, um sei­ne Per­so­na­li­en fest­stel­len zu las­sen, begeht Fah­rer­flucht – eine Straf­tat, die von Poli­zei und Jus­tiz ent­spre­chend ver­folgt wer­den. Einen Ret­tungs­an­ker gibt es aber noch: Wer sich zu einem spä­te­ren Zeit­punkt z. B. beim Unfall­geg­ner oder der Poli­zei mel­det, besei­tigt nicht die Unfall­flucht, kann aber auf eine deut­lich gerin­ge­re Stra­fe oder sogar Straf­lo­sig­keit hof­fen. Das gilt aller­dings nur, wenn es ein klei­ner Sach­scha­den (unter 1.500–1.300 €) war, der abseits des nor­ma­len Stra­ßen­ver­kehrs ent­stan­den ist (z. B. beim Par­ken). Die­se nach­träg­li­che Iden­ti­täts­an­ga­be muss inner­halb von 24 Stun­den gesche­hen. Bei höhe­ren Scha­dens­sum­men, län­ge­rem Abwar­ten, Per­so­nen­schä­den oder Unfäl­len im flie­ßen­den Ver­kehr pro­fi­tiert der Unfall­ver­ur­sa­cher nicht von die­ser Rege­lung. Das rich­ti­ge Ver­hal­ten nach einem Unfall ohne Anwe­sen­heit des Geschä­dig­ten ist, an der Unfall­stel­le zu war­ten oder gleich die Poli­zei zu infor­mie­ren, dass ein ande­res Fahr­zeug beschä­digt wur­de.

Zeu­gen notie­ren Kenn­zei­chen

Am Sams­tag, den 6. Mai, kam es nach Mit­tag auf einem Park­platz vor einem Restau­rant in der Stra­ße „Am Hasen­pfahl“ zu einem Ver­kehrs­un­fall: Beim Aus­par­ken tou­chier­te der Fah­rer eines Mer­ce­des mit SHG-Kenn­zei­chen den VW Tou­ran eines Seel­zers. Dabei wur­de der vor­de­re rech­te Kot­flü­gel am Tou­ran beschä­digt, der Scha­den wird hier eben­falls auf 500 Euro geschätzt. Auch die­ser Unfall­ver­ur­sa­cher ent­fern­te sich im Anschluss uner­laubt von der Unfall­stel­le, doch auf­merk­sa­me Zeu­gen merk­ten sich das Kenn­zei­chen des Flüch­ti­gen und notier­ten es.

Tau­sen­de Euro Scha­den

Eben­falls am Sams­tag, um vier­tel vor zwölf, streif­te eine 49 Jah­re alte Fah­re­rin mit ihrem BMW beim Vor­bei­fah­ren einen kor­rekt abge­stell­ten VW einer 60-jäh­ri­gen Stein­hu­de­rin. Die BMW-Fah­re­rin fuhr ohne anzu­hal­ten wei­ter. Ein Zeu­ge hat­te den Unfall jedoch beob­ach­tet und mel­de­te ihn der Poli­zei. Hier war ein Gesamt­scha­den in Höhe von 1.600 Euro ent­stan­den.

Noch unge­klärt ist außer­dem eine Fah­rer­flucht, die sich am Sams­tag­abend im Zeit­raum von 18.00 bis 20.15 Uhr zutrug: In Gro­ßen­hei­dorn, am Bor­denau­er Weg, wur­de dabei ein gepark­ter Audi einer 39-jäh­ri­gen Han­no­ve­ra­ne­rin beschä­digt. Der Scha­den in Höhe von etwa 1.000 Euro ent­stand am vor­de­ren lin­ken Fahr­zeug­be­reich.


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