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Naturpark Steinhuder Meer

„Erlebnisweg Totes Moor“ neugestaltet

Das Tote Moor gehört mit seinen 30 km² zu Niedersachsens bedeutendsten Hochmooren. Einen Einblick in diesen Lebensraum bietet der „Erlebnisweg Totes Moor“, welcher nun neugestaltet wurde.

Doreen Juffa und Dominic Herbst
Doreen Juffa (Region Hannover) und Dominic Herbst (Bürgermeister Neustadt a. Rbge.) freuen sich auf den neuen Erlebnisweg | Foto: privat

Steinhude/Mardorf (red). Zwischen Mardorf im Norden und Großenheidorn im Süden schlängelt sich der Lehrpfad auf rund sieben Kilometern Länge durch das Naturschutzgebiet. Um das Ausflugsziel für Besucher noch attraktiver zu machen, hat die Region Hannover neue Infostationen geschaffen und begleitendes Lernmaterial produziert.

„Im Toten Moor treffen Gegensätze aufeinander: Der industrielle Torfabbau und die anschließende Renaturierung, die Entstehung und Verlandung des Steinhuder Meeres“, erläutert Doreen Juffa, Geschäftsführerin des Naturparks Steinhuder Meer. „Wir wollen über die Geschichte und die Bedeutung dieser Landschaft informieren – und das nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern verständlich, einprägsam und auch spielerisch.“

Sieben Erlebnisstationen

Insgesamt sieben Erlebnisstationen geben den Blick frei auf Moorfrösche im Seerosensee, dem fleischfressenden Sonnentau neben dem Moorsteg oder die Haubentaucher am Ufer des Steinhuder Meeres. Große Info-Tafeln stellen die hochspezialisierte Flora und Fauna vor und erklären zum Beispiel die Entstehung des Steinhuder Meeres. Neu entstanden ist die Station „An den Torfstichen“. Hier lernen Interessierte bei einem kurzen Zwischenstopp etwas über die Zeit, als die Einheimischen den Brennstoff für ihre Öfen noch mit der Hand gestochen haben. An den möglichen Startpunkten, der Neuen Moorhütte und dem Großenheidorner Turm verschaffen außerdem zwei große Karten einen Überblick über den Erlebnisweg.

Elke Bohn
Umweltpädagogin Elke Bohn präsentiert das neue Rätselheft | Foto: privat

Zudem hat das Naturpark-Team ein zum Erlebnisweg passendes Rätselheft aus der Reihe „Grüne Schätze am Moor“ veröffentlicht. Auf der Jagd nach zwei Lösungsworten wollen Schilder untersucht oder Tiere und Pflanzen zugeordnet werden. „Mit dem Büchlein können sich Kinder im Grundschulalter die Natur in ihrer Umgebung spielerisch erschließen – und ein Andenken an den Ausflug mit nach Hause nehmen“, erklärt Umweltpädagogin Elke Bohn aus dem Naturpark-Team.

„Mardorf ist als Ausflugs- und Erholungsort auch so beliebt, weil es zwischen Meerbruch und Totem Moor so naturnah liegt“, sagt Neustadts Bürgermeister Dominic Herbst. „Mit dem Naturparkhaus haben wir direkt am Steinhuder Meer bereits ein modernes Informationsangebot. Viele Tiere und Pflanzen, die die Besucher dort kennengelernt haben, können sie auf dem Erlebnisweg live entdecken.“

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