Brandstiftung vermutet

Feuer zerstört Gaststätte in Neustadt

Gasthaus in Neustadt zerstört – Polizei geht von Brandstiftung aus – keine Verletzten bei Großeinsatz

Vollbrand im Obergeschoss
Bren­nen­des Gast­haus in Neu­stadt | Foto: Feu­er­wehr

Neu­stadt (red). In der ver­gan­ge­nen Nacht brann­te ein Gast­haus in Neu­stadt aus. Eine Pas­san­tin hat­te das Feu­er im Erd­ge­schoss des Gebäu­des gegen 2.20 Uhr bemerkt und den Not­ruf gewählt. Im Erd­ge­schoss des Hau­ses in der Lein­stra­ße befin­det sich eine Gast­stät­te, im Ober­ge­schoss eine Pen­si­on. Die Besat­zung des zuerst ein­tref­fen­den Feu­er­wehr­fahr­zeugs sah sich star­ker Rauch­ent­wick­lung gegen­über und erhöh­te sofort die Alarm­stu­fe.

Flashover

Atem­schutz­trupps began­nen mit der Suche nach Per­so­nen im Gebäu­de. Die Suche muss­te jedoch abge­bro­chen wer­den, weil eine Durch­zün­dung (d. h. das Auf­tre­ten z. B. einer Feu­er­wal­ze, wenn sich durch die stei­gen­de Hit­ze ein Raum schlag­ar­tig in einen Voll­brand ver­wan­delt) abseh­bar war. Spä­ter stell­te sich her­aus, dass sich zum Zeit­punkt des Bran­des kei­ne Per­so­nen im Gebäu­de auf­ge­hal­ten hat­ten. Kurz nach­dem die Feu­er­wehr­leu­te das Haus ver­las­sen hat­ten, stand das Dach­ge­schoss in Voll­brand.

Drehleitereinsatz
Was­ser­ein­satz aus den Dreh­lei­tern | Foto: Feu­er­wehr

Feuerwehr Wunstorf unterstützt mit weiterer Drehleiter

Ein­satz­lei­ter Flo­ri­an Heus­mann ließ wei­te­re Kräf­te nach­alar­mie­ren, sodass schließ­lich sechs Orts­feu­er­weh­ren und drei wei­te­re Ein­hei­ten im Ein­satz waren. 130 Feu­er­wehr­kräf­te, Poli­zei und Ret­tungs­dienst waren vor Ort. Auch die Wunstor­fer Feu­er­wehr hat­te sich auf den Weg nach Neu­stadt gemacht, um den Ein­satz mit einem wei­te­ren Dreh­lei­ter­fahr­zeug unter­stüt­zen zu kön­nen.

Angrenzende Häuser geschützt

Dies war not­wen­dig, um den Brand in der eng bebau­ten Stra­ße kon­trol­lie­ren zu kön­nen: Damit die Flam­men nicht auf die unmit­tel­bar angren­zen­den Nach­bar­häu­ser über­grif­fen, wur­den soge­nann­te Rie­gel­stel­lun­gen auf­ge­baut: Aus 6 Roh­ren wur­de die bren­nen­de Gast­stät­te kon­ti­nu­ier­lich mit Was­ser­strah­len umschlos­sen. Dazu kamen bei­de Dreh­lei­tern zum Ein­satz. Das Über­grei­fen auf die Nach­bar­häu­ser wur­de ver­hin­dert.

Keine Verletzten, Einsturzgefahr

Trotz der umfang­rei­chen Lösch­maß­nah­men wur­de das Gast­haus selbst jedoch fast voll­stän­dig zer­stört. Es ist ein­sturz­ge­fähr­det. Der Scha­den wird auf einen mitt­le­ren sechs­stel­li­gen Betrag geschätzt. Auch ein vor dem Haus abge­stell­ter Twin­go wur­de beschä­digt. Per­so­nen wur­den nicht ver­letzt.

Feuer Leinestraße
Das Feu­er gefähr­de­te in der dicht bebau­ten Stra­ße auch die ande­ren Gebäu­de | Foto: Feu­er­wehr

Feuer wurde wahrscheinlich gelegt

Die Kri­mi­nal­po­li­zei hat die Ermitt­lun­gen auf­ge­nom­men und geht von Brand­stif­tung aus. Ein Ver­fah­ren wegen des Ver­dachts der schwe­ren Brand­stif­tung gegen Unbe­kannt wur­de ein­ge­lei­tet.

Zeu­gen, die Hin­wei­se geben kön­nen, wer­den gebe­ten, sich mit dem Kri­mi­nal­dau­er­dienst Han­no­ver unter Tele­fon (0511) 109‑5555 in Ver­bin­dung zu set­zen.

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