Feu­er­wehr warnt vor Brand­ver­let­zun­gen bei Kin­dern

Wie schnell eine offe­ne Flam­me zu einer erns­ten Gefahr wer­den kann, hat sich gera­de erst am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de in Wunstorf wie­der gezeigt. Doch vor allem für Kin­der sind Flam­men und Hit­ze­quel­len gene­rell eine beson­de­re Gefahr, auf die der heu­ti­ge Tag des brand­ver­letz­ten Kin­des auf­merk­sam machen will.

Besinnlich, aber auch gefährlich, besonders für Kleinkinder: brennende Kerze | Foto: Daniel Schneider
Besinn­lich, aber auch gefähr­lich, beson­ders für Klein­kin­der: bren­nen­de Ker­ze | Foto: Dani­el Schnei­der

Nicht nur, aber beson­ders in der Weih­nachts­zeit sind die Kleins­ten im Haus­halt erhöh­ten Gefah­ren aus­ge­setzt, wenn mit Ker­zen und hei­ßen Stof­fen han­tiert wird. Schnel­ler als man denkt sind Kin­der in Reich­wei­te von Hit­ze­quel­len – und ris­kie­ren dabei nicht nur eine unmit­tel­ba­re Ver­bren­nung, son­dern z. B. auch die Ent­zün­dung der Klei­dung. Das kann schlim­me Fol­gen haben, die die Kin­der womög­lich ihr gan­zes wei­te­res Leben beglei­ten.

Erschre­cken­de Zah­len

Jedes Jahr sind über 30.000 Kin­der wegen ther­mi­scher Ver­let­zun­gen in ärzt­li­cher Behand­lung. Beson­ders jetzt zur kal­ten Jah­res­zeit war­nen auch die Pres­se­spre­cher der Wunstor­fer Feu­er­wehr, Mar­cel Nel­le­sen und Mar­vin Nowak, vor die­sen Gefah­ren.

Man darf nicht den­ken, ‚bei mir pas­siert schon nichts‘. Die Zah­len bele­gen lei­der jedes Jahr das Gegen­teil.“Mar­cel Nel­le­sen, Mar­vin Nowak

Dabei spie­le nicht nur offe­nes Feu­er eine Rol­le, wie bei­spiels­wei­se im Kamin oder bei Ker­zen, wodurch die meist poly­es­t­er­hal­ti­ge Klei­dung schnell in Brand gera­ten kann. Auch der hei­ße Back­ofen beim Kekseba­cken oder ein hei­ßer Tee ber­gen Gefah­ren. Bereits eine Tas­se reicht aus, um 30 % der Haut eines Klein­kin­des zu ver­bren­nen.

Wie reagiert man rich­tig?

Wenn es trotz aller Vor­sicht doch ein­mal zu einem Unfall gekom­men ist, soll­te die betrof­fe­ne Stel­le sofort mit Was­ser gespült und der Ret­tungs­dienst über den Not­ruf 112 alar­miert oder ein Arzt auf­ge­sucht wer­den. Zur Ver­mei­dung von Brän­den in Berei­chen, in denen sich Kin­der auf­hal­ten, emp­feh­len Nel­le­sen und Nowak LED-Ker­zen.

Foto: Gabriela Acklin © Alle Rechte liegen ausschließlich bei Paulinchen e. V.
Foto: Gabrie­la Ack­lin © Alle Rech­te lie­gen aus­schließ­lich bei Pau­lin­chen e. V.
Die Wunstor­fer Feu­er­wehr schließt sich damit der Initia­ti­ve des Ver­eins „Pau­lin­chen – Initia­ti­ve für brand­ver­letz­te Kin­der” an, der den Akti­ons­tag im Jahr 2010 ins Leben geru­fen hat und der seit­dem an jedem 7. Dezem­ber began­gen wird. Die Stadt­feu­er­wehr spie­gelt die Aktio­nen des Ver­eins immer wie­der in ihrer Öffent­lich­keits­ar­beit, zuletzt auch im Rah­men der „Cold­wa­ter-Chal­len­ge“ in deren Rah­men sie dem Ver­ein auch eine Spen­de zukom­men ließ.

In Sachen Vor­beu­gung ist die Wunstor­fer Feu­er­wehr eben­so aktiv und besucht jedes Jahr meh­re­re Schul­klas­sen und Kin­der­gar­ten­grup­pen oder emp­fängt Besu­cher­grup­pen in der Feu­er­wa­che. Der Kon­takt für inter­es­sier­te Schu­len oder Kin­der­gär­ten ist jeder­zeit per E-Mail an brandschutzerzieher@feuerwehr-wunstorf.de mög­lich.


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