Nachricht aus der Vergangenheit

Fla­schen­post nach 27 Mona­ten gefun­den

Am 1. Janu­ar 2016 haben Mari­on Hein und ihre Enke­lin Mer­le eine Fla­schen­post in Bokel­oh auf­ge­ge­ben. Im April 2018 stran­de­te sie in Bor­denau an der alten Lei­ne und wur­de gefun­den.

Flaschenpost von Marion Hein und Merle
Nach 27 Mona­ten haben Mari­on Hein und ihre Enke­lin Mer­le eine Ant­wort auf ihre Fla­schen­post erhal­ten. | Foto: pri­vat

Wunstorf, Bor­denau (nr). Am 7. April 2018 kam die 7-jäh­ri­ge Mer­le aus dem Stau­nen nicht mehr her­aus. An die­sem son­ni­gen Sams­tag hat­te der Brief­trä­ger eine freu­di­ge Über­ra­schung für das klei­ne Mäd­chen aus Stein­hu­de. Er über­brach­te Mer­le einen Brief der 7-jäh­ri­gen Lay­la aus Bor­denau. Doch war­um war die­ser Brief etwas so Beson­de­res? Fol­gen­des war pas­siert.

Am Neu­jahrs­tag 2016 besuch­te Mer­le ihre Oma Mari­on Hein. Bei die­sem Besuch kam Mari­on Hein auf die Idee, eine Fla­schen­post auf die gro­ße Rei­se zu schi­cken. Zusam­men mit ihrer Enkel­toch­ter hat sie einen Brief an einen mög­li­chen Fin­der ver­fasst. An den Text der Fla­schen­post kön­nen sich die Bei­den nicht mehr genau erin­nern. Aber dem Fin­der sei eine klei­ne Über­ra­schung ver­spro­chen wor­den, sofern er sich bei Mer­le mel­det, erklär­te Mari­on Hein. In einer sorg­fäl­tig mit Ker­zen­wachs prä­pa­rier­ten Fla­sche wur­de die Nach­richt am 1. Janu­ar 2016 von der Aue­brü­cke in der Alten Dorf­stra­ße in Bokel­oh auf gro­ße Rei­se geschickt.

Flaschenpost von Marion Hein und Merle_Bild 1
Die 7-jäh­ri­ge Lay­la aus Bor­denau ant­wor­te­te auf die Fla­schen­post von Mari­on Hein und Mer­le. | Foto: pri­vat

Mari­on Hein erklär­te: „Auf die Idee, eine Fla­schen­post auf die Rei­se zu schi­cken, bin ich gekom­men, weil wir in einem Däne­mar­kur­laub eine Fla­sche für unse­re Enkel­toch­ter mit einer Schatz­kar­te prä­pa­riert haben, die dann „ganz zufäl­lig” in Mer­les Nähe an Land gespült wur­de. Das war eine span­nen­de und auf­re­gen­de Ange­le­gen­heit, denn der Schatz muss­te ja gebor­gen wer­den.“

Sowohl Oma Mari­on als auch Mer­le hat­ten die Hoff­nung, dass die Strö­mung ihre Bot­schaft an einem ande­ren Ort an Land spü­len wür­de. Viel­leicht wür­de sie es sogar bis zur Ost­see schaf­fen. Aber wirk­lich damit gerech­net hät­ten die bei­den wohl nicht, berich­te­te Mari­on Hein. Beim Hin­ein­wer­fen der Fla­sche in die Aue habe es schon so merk­wür­dig „klong“ gemacht, sodass die bei­den Absen­de­rin­nen befürch­tet hat­ten, die Fla­sche wäre zer­bro­chen. Hin­zu kommt, dass es sich bei dem Wehr an der Aue­brü­cke in Bokel­oh um eine für eine Fla­schen­post beson­ders ris­kan­te Stel­le han­delt. Strom­schnel­len und gro­ße Stei­ne bar­gen die Gefahr in sich, dass die Glas­fla­sche zer­schellt.

Es ver­gin­gen Tage, Wochen und Mona­te und an ihre Fla­schen­post haben die Absen­de­rin­nen immer sel­te­ner gedacht. Bis nach 27 Mona­ten der Brief von Lay­la bei Mer­le ein­traf. „Als der Brief von Lay­la kam, waren wir völ­lig über­rascht und haben uns rie­sig gefreut. Mer­le war ganz auf­ge­regt.“, erzähl­te Frau Hein freu­dig. Unge­fähr 12 km leg­te die Fla­schen­post über die Westaue und Lei­ne zurück, bis sie schließ­lich bei der Alten Lei­ne in Bor­denau von der 7-jäh­ri­gen Lay­la gefun­den wur­de.
Mer­le habe bereits einen Brief an Lay­la geschrie­ben, erzähl­te Frau Hein. Sie habe Lay­la drei klei­ne Über­ra­schun­gen in den Umschlag hin­ein­ge­tan, denn dass sich Lay­la die Mühe gemacht hat­te Mer­le zu schrei­ben, sei toll.

Auf die Fra­ge, ob sie auch schon mal eine Fla­schen­post gefun­den hät­te, erklär­te Mari­on Hein: „Ich habe noch nie eine Fla­schen­post gefun­den, doch immer, wenn ich am Meer oder an einem Fluss spa­zie­ren gehe, hof­fe ich ins­ge­heim dar­auf, eine zu ent­de­cken. Ich hof­fe auf eine Messa­ge in a Bott­le.”

Kar­te zen­trie­ren
Ver­kehr
per Fahr­rad
Tran­sit

Copy­right © 2018 Wunstor­fer Auepost. Tex­te und Fotos sind urhe­ber­recht­lich geschützt. Wei­ter­ver­wen­dung nur mit Geneh­mi­gung der Redak­ti­on.
- Anzeige -
4 Kommentare
  1. Julia Hasenbein
    Julia Hasenbein meint

    Ganz toll

  2. Driftline-Peter meint

    12 km ist schon eine rei­fe Leis­tung für eine Fluss­fla­schen­post! Und eine hüb­sche Ant­wort. Ich wuss­te gar nicht, dass es heu­te noch Diddl-Brief­pa­pier gibt. 😀
    Damit Mari­on Hein auch mal eine Fla­schen­post fin­det, kön­nen wir ja wel­che ver­schi­cken. 😉
    Also los! https://flaschenposten.wordpress.com/2013/01/07/die-kunst-eine-flaschenpost-zu-gestalten/

    1. Marion Hein meint

      Ein inter­es­san­ter Link von Drift­li­ne-Peter. Da bekommt man gleich Lust, eine wei­te­re Fla­schen­post auf die Rei­se zu schi­cken.

      1. Driftline-Peter meint

        Dann las­sen Sie sich bloß nicht abhal­ten! 🙂

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.