Papier wird gelöscht

Förderband auf Kolenfelder Deponie brennt

Am Mittwochmorgen brach ein Feuer auf der Deponie Kolenfeld aus. Mehrere Feuerwehren rückten zur Brandbekämpfung aus.

Feuerwehr
Feu­er­wehr­mann im Ein­satz in Wunstorf (Sym­bol­bild) | Foto: Feu­er­wehr Wunstorf

Kolen­feld (red). Am frü­hen Mor­gen rück­ten die Feu­er­weh­ren in Kolen­feld, Luthe und Wunstorf samt Orts­ein­satz­lei­tungs­grup­pe zur Müll­de­po­nie aus. Um 7.43 Uhr waren die drei Weh­ren alar­miert wor­den, nach­dem ein För­der­band der Papier­ver­ar­bei­tung auf dem Gelän­de der Depo­nie in Brand gera­ten war.

Mitarbeiter reagieren schnell

Das schnel­le Ein­grei­fen der Mit­ar­bei­ter vor Ort, die bereits vor dem Ein­tref­fen der Ein­satz­kräf­te ers­te Lösch­maß­nah­men ein­ge­lei­tet hat­ten, ver­hin­der­te einen groß­flä­chi­gen Brand. Das Papier­för­der­band wur­de schließ­lich rück­wärts lau­fen gelas­sen und das Papier in einer Bag­ger­schau­fel gesam­melt, um es voll­stän­dig ablö­schen zu kön­nen.

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3 Kommentare
  1. Grit Decker sagt

    DAS also war der am Mor­gen auch von mir ver­nom­me­ne Sire­nen-Alarm.

    Weil so ziem­lich alles, was zu hören und zu lesen ist, nicht unbe­dingt zutref­fend sein muss, las­se ich mich ger­ne beleh­ren, soll­te ich falsch damit lie­gen, dass ein Voll-Alarm (Sire­nen) dann aus­ge­löst wird, wenn die Ein­satz­la­ge die (Nach-) Alar­mie­rung der Kamerden*innen der nicht dienst­ha­ben­den Ein­satz­grup­pe not­wen­dig macht.

    Wei­ter­hin war zu lesen, dass die Pie­per für den stil­len Alarm (Regel­fall) die Mit­glie­der der Gruppe/Truppe bei sich füh­ren, die in der dienst­ha­ben­den „Crew“ ein­ge­teilt sind.

    Ich per­sön­lich bin dank­bar und erleich­tert, wenn der „stil­le Alarm“ aus­rei­chend ist:
    Sire­nen­ge­heul ver­ur­sacht mir ungu­te Emo­tio­nen.
    Für mei­ne Groß­el­tern war das durch die Bom­bar­de­ments im Krieg teils mit „flash backs“ ver­bun­den, also eine höchst belas­ten­de Situa­ti­on.

  2. Pressesprecher Feuerwehren der Stadt Wunstorf sagt

    Sehr geehr­ter Herr Decker,
    die Alar­mie­rung erfolgt nach einer so genann­ten Alarm- und Aus­rü­cke­ord­nung. In die­ser ist je nach Alarm­stich­wort, Objekt und Tages­zeit gere­gelt, wel­che Feu­er­weh­ren wie alar­miert wer­den.

    Auf­grund der hohen Brand­last im Bereich der Depo­nie Kolen­feld sind, für das hier aus­ge­lös­te Alarm­stich­wort „bestä­tig­tes Feu­er im Objekt“, die Feu­er­weh­ren Kolen­feld, Wunstorf und Luthe sowie die Ein­satz­lei­tungs­kom­po­nen­te vor­ge­se­hen.
    Auf­grund der Tages­zeit, zu der vie­le Mit­glie­der bereits auf der Arbeit oder auf dem Weg zur Arbeit sind, ist für die­ses Stich­wort der so genann­te „Voll­alarm“ samt Sire­ne für die Orts­feu­er­weh­ren Kolen­feld und Luthe vor­ge­se­hen. Einer­seits sind nicht alle Mit­glie­der mit den pro Stück meh­re­re hun­dert Euro teu­ren digi­ta­len Mel­de­emp­fän­gern aus­ge­stat­tet, so dass eine Alar­mie­rung mit Sire­ne gewähr­leis­tet, mög­lichst vie­le Kräf­te zu errei­chen, zum ande­ren kön­nen sol­che DME wie Han­dys auch mal kei­nen Emp­fang haben – daher bil­det die Sire­nen­alar­mie­rung auch eine Art Rück­fal­l­e­be­ne.
    So hat in die­sem Fall die Mel­dung über den Brand in Ver­bin­dung mit der hin­ter­leg­ten Alarm- und Aus­rü­cke­ord­nung die ent­spre­chen­de Alar­mie­rung zur Fol­ge. Erfreu­li­cher­wei­se war es durch das schnel­le Ein­grei­fen der Mit­ar­bei­ter vor Ort nicht so „dra­ma­tisch“, wie es das rei­ne Ein­satz­stich­wort ver­mu­ten las­sen könn­te. Aus der Erfah­rung her­aus wis­sen wir, das muss nicht immer so sein.

    Sire­nen haben je nach Alar­mie­rung unter­schied­li­che Ton­fol­gen. Eine drei­mal 15 Sekun­den lan­ge Ton­fol­ge mit zwei Pau­sen bedeu­tet immer die Alar­mie­rung der Feu­er­wehr. Das mag ungu­te Emo­tio­nen und Erin­ne­run­gen wecken, ist jedoch not­wen­dig, um schnel­le Hil­fe Gewähr­leis­ten zu kön­nen.

    Wir hof­fen etwas Lichts ins Dunk­le der Alar­mie­rung gebracht haben zu kön­nen.
    Ihre Stadt­feu­er­wehr Wunstorf

    1. Grit Decker sagt

      Vor­ab mein „fet­tes Dan­ke“ für das „brei­te Grie­nen“:
      durch­aus erhei­ternd für mich, durch Sie/Dich das Geschlecht gewech­selt zu haben …

      Im Ernst:
      die Erklä­run­gen sind ‑zumin­dest für mich- aus­ge­spro­chen inter­es­sant und vor allem infor­ma­tiv!
      Das Eine wie Ande­re der Erläu­te­run­gen war mir zwar bereits geläu­fig, doch die geschil­der­ten Details nicht.

      Weil ich nicht mit der Feu­er­wehr unab­hän­gig von derem jewei­li­gen Stand­ort nicht „ver­ban­delt“ bin, ich den­noch aus­ge­spro­chen inter­es­siert an Vie­lem, sehr Vie­lem bin, ist es füt mich immer eine Freu­de, auch über Infor­ma­tio­nen, die nicht aus dem „Tal der Ahnungs­lo­sen“ kom­men, hin­zu­ler­nen zu kön­nen:
      Kein Mensch kann schließ­lich alles wis­sen und eben­falls nicht alles kön­nen.
      Abge­se­hen von den klugsch*** Ko**brocken, die sich als unfehl­bar wahr­zu­neh­men mei­nen. (Schreck­li­che Zeit­ge­nos­sen…)

      Im Sin­ne und im Inter­es­se aller Bürger*innen müs­sen die durch einen Voll­alarm aus­ge­lös­ten uner­freu­li­chen Gefüh­le und Gedan­ken hin­ge­nom­men wer­den.
      Für mich in Ord­nung, doch den durch ihre Kriegs­er­leb­nis­se beein­fluss­ten Men­schen ein ‑gut nach­zu­voll­zie­hen- schwie­ri­ges Unter­fan­gen.

      Auch wenn sich der Ein­satz im hier geschil­der­ten Fall zum Glück als nicht so dra­ma­tisch wie ursprüng­lich ange­nom­men erwies, ist mei­ne ganz per­sön­li­che Ansicht, dass ein­mal mehr ‑Wort­spiel!- vol­ler Alarm gemacht wird, als das eine ent­schei­den­de Mal zu wenig und dann unter Umstän­den hohe Sach­schä­den, wenn nicht gar Per­so­nen­schä­den ein­tre­ten.

      Noch­mals einen herz­li­chen Dank und lie­be Grü­ße an die Kame­ra­din­nen und Kame­ra­den, die rund um die Uhr für uns ALLE „Gewehr bei Fuß ste­hen“
      ‑und für die­se ‑zumeist ehren­amt­lich geleis­tet!- Arbeit sei­tens der Poli­tik und Arbeit­ge­ben­den ein Viel­fa­ches mehr an Aner­ken­nung ver­die­nen.

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