Orkan am Nachmittag

Frie­de­ri­ke über Wunstorf

Frie­de­ri­ke” – erst Sturm­tief, spä­ter zum Orkan hoch­ge­stuft – ist vor­bei­ge­zo­gen. Auch in Wunstorf waren die Aus­wir­kun­gen hef­tig.

Sturm über Wunstorf (Sym­bol­bild) | Mon­ta­ge: Auepost

B 442 gesperrt

Die Wunstor­fer Feu­er­weh­ren fuh­ren am Nach­mit­tag zahl­rei­che Ein­sät­ze. Die durch den Has­ter Wald füh­ren­de B 442 wur­de am Nach­mit­tag vor­über­ge­hend gesperrt, hier war ein Baum auf die Fahr­bahn gefal­len. In ande­ren Medi­en hat­te es des­we­gen gehei­ßen, dass die Stra­ße zwi­schen Bad Nenn­dorf und Neu­stadt gesperrt gewe­sen sei.

Kein Zug­ver­kehr mehr

Wer auf den Bahn­ver­kehr ange­wie­sen ist, war und ist wei­ter­hin auf­ge­schmis­sen. Die Bahn emp­fahl ihren Kun­den im Fern­ver­kehr, am Don­ners­tag nicht mehr zu den Bahn­hö­fen zu kom­men. In NRW ging schon ab den Mit­tags­stun­den nichts mehr, die Bahn­stre­cke zwi­schen Wunstorf und Neu­stadt war zu die­sem Zeit­punkt wegen eines Unglücks­fal­les eben­falls bereits gesperrt. Die Stre­cke wur­de gegen halb zwei wie­der frei­ge­ge­ben, kurz dar­auf wur­de der Regio­nal­ver­kehr sturm­be­dingt dann auch in Nie­der­sach­sen voll­stän­dig ein­ge­stellt. Rei­sen­de saßen nach Ober­lei­tungs­schä­den in Zügen auf offe­ner Stre­cke fest.

Der Fern­ver­kehr in ganz Deutsch­land kam eben­falls zum Erlie­gen, nach­dem auf vie­len Stre­cken zuvor schon eine Geschwin­dig­keits­be­gren­zung ein­ge­hal­ten wur­de. Nur noch bereits fah­ren­de Züge fuh­ren, soweit mög­lich, wei­ter, es star­te­ten aber kei­ne neu­en Ver­bin­dun­gen mehr. In Han­no­ver wur­den „Hotel­zü­ge” für gestran­de­te Rei­sen­de bereit­ge­stellt.

S1, S2, RE 1 und RE 8 im Bereich Wunstorf wur­den für den rest­li­chen Don­ners­tag still­ge­legt. „Ver­kehr bis Betriebss­schluss ein­ge­stellt”, hieß es sei­tens der Deut­schen Bahn.

Unter­richt und Kon­zert aus­ge­fal­len

Im Stadt­thea­ter fiel ein für den Abend geplan­tes Kon­zert aus. In den meis­ten Wunstor­fer Schu­len wur­de der Unter­richt nach der 6. Stun­de been­det.


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3 Kommentare
  1. Grit Decker meint

    Frie­de­ri­ke” hat mich per­sön­lich „eis­kalt erwischt”:
    konn­te ich durch „Xavier” einen Ter­min in Han­no­ver nicht wahr­neh­men -nach stun­den­lan­gem Ban­gen und letz­lich ver­geb­li­chem Hof­fen auf dem ört­li­chen Bahn­hof, trat ich leicht (!) genervt den Heim­weg an; so waren die Aus­wir­kun­gen von „Frie­de­ri­ke” deut­lich unan­ge­neh­mer.

    Auch an die­sem Tag hat­te ich einen Ter­min, jedoch hier in der Stadt.
    Ob ich eine Affi­ni­tät zu Stür­men ent­wi­cke­le?
    Mmmmh
    Mit dem letz­ten noch fah­ren­den Bus der Lini­en 760 erŕeich­te ich die Innen­stadt, bevor auch hier der Bus­ver­kehr ein­ge­stellt wer­den muss­te.
    (Im Übri­gen direkt zuvor in Neu­stadt wie ich „live” im Bus mit­er­lebt hat­te)

    Und was blieb mir als Mobi­li­täts­ein­ge­schränk­te ?
    Die Zeit in der Stadt tot zu schla­gen ; bis der Bus­ver­kehr ab 18.00 Uhr wie­der auf­ge­nom­men wur­de.

    So war­te­te ich im Regen…

    Der Bus­fah­rer bret­ter­te erst ein­mal an mir vor­bei, um sich mir – der ich leicht ver­zwei­felt wild ges­ti­ku­lie­rend am Rol­la­tor ste­hend- dann doch noch zu erbar­men.

    So kam ich plit­sch­nass, fix und fer­tig jedoch glück­lich Daheim an.

    Das war mein Tag mit „Frie­de­ri­ke”-
    bewusst mit einer ordent­li­chen Pri­se Humor gewürzt erzählt.

    Allen vom Orkan Getrof­fe­nen wün­sche ich von Her­zen einen glimpf­lich geblie­be­nen Aus­gang.

    1. Mirko Baschetti
      Mirko Baschetti meint

      Da hilft es dann auch nicht mehr, die „schöns­te Innen­stadt der Regi­on” zu haben… 🙂

      1. Grit Decker meint

        DAS kommt mei­ner ganz eige­nen Art des Humors arg nahe:
        fur*trocken und mit­un­ter raben­schwarz. lol

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