StadtgesprächTOP NEWS

Körperverletzungen nach A-Jugend-Spiel

Fußballmannschaften gehen aufeinander los

Nach einem A-Jugend-Fußballspiel kam es gestern Abend in Wunstorf zu einer Schlägerei zwischen den Mannschaften

Neue Umkleiden Barnestadion
Umkleidekabinen im Barnestadion (Symbolbild) | Foto: Daniel Schneider

Wunstorf (red). Am Mittwochabend spielte die A-Jugend des 1. FC Wunstorfs gegen den TSV Pattensen in der Barne. Während des Spiels, in der 70. Minute, hatte dann ein Spieler des 1. FC offenbar darauf reagiert, dass er von Spielern aus Pattensen mehrmals rassistisch beleidigt worden war. Der junge Mann war danach durch den Schiedsrichter vom Platz gestellt worden. Das Spiel endete mit einem Sieg von Pattensen bei 0:4.

Konflikt eskaliert

Im Anschluss an die Begegnung setzte sich der Konflikt vor den Umkleidekabinen fort. Dort gingen die Spieler beider Mannschaften gegen 21.30 Uhr aufeinander los, es kam zu Körperverletzungen. Die Polizei wurde gerufen.

Beim Eintreffen der Beamten waren die Spieler durch ihre verantwortlichen Betreuer bereits getrennt worden und befanden sich in den Umkleideräumen. Die Polizei hat mehrere Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet, die Ermittlungen dauern an.

INFO: Gefährliche Körperverletzung
Dass die Polizei wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt, bedeutet nicht, dass bei der Auseinandersetzung Waffen verwendet wurden oder lebensbedrohliche Verletzungen entstanden. § 224 des Strafgesetzbuchs findet auch dann Anwendung, wenn die Tat als Gruppe begangen wird. Nach Jugendstrafrecht kommen bei einer Verurteilung Verwarnungen, Sozialstunden oder auch Jugendarrest in Betracht.

Korrekturhinweis: In der ersten Fassung war aufgrund des Wortlauts der vorliegenden Polizeimeldung die Rede davon gewesen, dass der beleidigte Spieler überreagiert habe. Wir haben diese wertende Formulierung nachträglich entfernt.

Tags

Auepost Redaktion

Recherchieren, sichten, redigieren, schreiben: Die Redaktion der Wunstorfer Auepost trägt täglich die Neuigkeiten aus der Auestadt zusammen.

7 Kommentare

      1. Während ich am Schreiben meines “Senf zu #Ninas Beitrag war, bekam ich über die Benachrichtigungsfunktion euren Kommentar.

        Sehr gute Reaktion von euch: freut mich außerordentlich, dass die berechtigte Unmutsäusserung von #Nina angekommen ist.
        (Upps: schon wieder das Signal…)

    1. Liebe #Nina,
      So ganz Unrecht haben Sie NICHT:
      Rassistische Beleidigungen gehen gar nicht!!!
      Egal, wo die “vom Stapel gelassen” werden.

      Dass dem von derartigen Äusserungen Betroffenden der Kragen platzen kann, ist zumindest mir nachzuvollziehen.
      Dennoch ist meine Ansicht, dass Sportplätze nicht der geeignete Ort sind, um den unsäglichen Hetzern ‘ne dementsprechende Ansage >eins auf’s Fressbrett geben zu machen.

      Zum Einen wird die leider nicht an der richtigen Adresse ankommen und zum Anderen wird die Situation -mitunter bis hin zur Eskalation- eher verschärft.

      Ob die Auepost hier einen “Rüffel” verdient hat, kann und möchte ich nicht einschätzen:
      erfahrungsgemäß werden von dieser oftmals Meldungen von anderen Medien und der Polizei wortwörtlich übernommen.
      Nicht immer sinnvoll, wie sich wieder einmal zeigt.

      1. Wir übernehmen nie Meldungen anderer Medien, aber bekommen natürlich viele Pressemitteilungen zugeschickt. Diese verwenden wir nicht unbearbeitet, orientieren uns beim Schreiben aber an den Inhalten. Dabei kann es dann schon mal passieren, dass eine falsche Formulierung stehen bleibt oder sich “einschleicht”. Deswegen sind wir selbstverständlich immer dankbar für Hinweise, wenn ein Malheur wie dieses hier dann doch mal passiert.

        1. Pannen gehören unbestritten zum Leben -in Allem und bei Jedem.
          Da wird sich niemand ernsthaft freisprechen wollen und können (ausser den Angehörenden Kategorie “Klugsch***” natürlich *arrrgh*)

          Ich kann mich noch bestens an eine ‘Ente’ durch die damals 1:1 übernommene Information durch die Polizei erinnern, die dann später seitens der Auepost-Redaktion korrigiert wurde.
          So etwas kann durchaus mal ärgerlich sein, doch mit den Worten meines Senior-Chefs gesprochen:
          “Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler”.

          Von daher halte ich Nachsicht für angebracht. Wer wegen einer fehlerhaften Zeitungsmeldung, die-ganz wichtig!- niemandem schadet, in den “Pamp-Modus” schaltet, hat meiner Meinung nach ein Problem…

  1. Beim “Jungvolk” gehört’s leider manchmal dazu, sich “eins auf die Mütze zu geben”.
    Mag mir nicht wirklich gefallen, gehört dennoch ‘in den wilden Jahren’ anscheinend dazu.

    Auf einem Sportplatz sollte ein gewisses Benehmen auch bei den jungen Menschen vorhanden sein und wenn sich unbedingt “auf’s Fressbrett gegeben” werden möchte, dann bitte im Anschluss an die Veranstaltung.
    Auf dem Spielfeld ist Fairness angesagt und zu der gehört ein Minimum an gegenseitigem Respekt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Verwandte Artikel

Back to top button
Close