Häusliche Gewalt

Gewalttätiger Ehemann fliegt aus der Wohnung

Nachdem die Polizei bereits zum zweiten Mal zu einem Fall häuslicher Gewalt gerufen wurde, wurde gegenüber einem 54-Jährigen ein Betretungsverbot für seine Wohnung ausgesprochen.

Dienstabzeichen der Wunstorfer Polizei
Dienst­klei­dung der Wunstor­fer Poli­zei (Sym­bol­bild) | Foto: Dani­el Schnei­der

Wunstorf (red). In der Nacht von Frei­tag auf Sams­tag, kurz nach Mit­ter­nacht, muss­te die Poli­zei wegen eines Not­rufs in die Wil­helm-Busch-Stra­ße in der Ost­stadt fah­ren. Ein Mann wür­de dort sei­ne Ehe­frau schla­gen, war gemel­det wor­den. In der Woh­nung des betref­fen­den Paa­res brach­ten die Beam­ten dann in Erfah­rung, dass der Mann (54) sei­ne Frau (48) in regel­mä­ßi­gen Abstän­den schla­gen wür­de – stets unter Ein­fluss von Alko­hol. Die Poli­zei fer­tig­te eine Anzei­ge wegen Kör­per­ver­let­zung an.

Nächster Einsatz gleich einen Tag später

Heu­te am Sonn­tag muss­te die Poli­zei jedoch schon wie­der zur sel­ben Woh­nung aus­rü­cken, nach­dem sie wegen des­sel­ben Delikts geru­fen wor­den war. Dies­mal blieb es nicht bei einer Anzei­ge, dem 54-Jäh­ri­gen wur­de ein Betre­tungs­ver­bot für die Woh­nung auf­er­legt.

INFO: Gefahr im Ver­zug
Wenn die Poli­zei gewalt­tä­ti­ge Ange­hö­ri­ge aus einer gemein­sa­men Woh­nung holt, um die übri­ge Fami­lie zu schüt­zen, han­delt es sich um eine Maß­nah­me zur Gefah­ren­ab­wehr. Ist die Wahr­schein­lich­keit groß, dass ohne sofor­ti­ges Ein­schrei­ten Rechts­gü­ter (in die­sem Fall die kör­per­li­che Unver­sehrt­heit der Ange­hö­ri­gen) ver­letzt wür­den, kann die Poli­zei unmit­tel­bar ohne rich­ter­li­chen Beschluss tätig wer­den.
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3 Kommentare
  1. Angela Ehlert sagt

    War­um trennt man sich dann nicht von so einem fei­gen sch.…Kerl???? Das hat NICHTS mehr mit Lie­be oder dem Mist,„in guten wie in schlech­ten Zei­ten “ zu tun!!!Es nimmt die Lebens­qua­li­tät!!!!

  2. Basti g. sagt

    Fei­ge wirk­lich fei­ge die­se angeb­li­chen Män­ner muss man nicht ver­ste­hen

  3. Grit Decker sagt

    Ein­zig rich­ti­ge Sofort­maß­nah­men der Poli­zei.
    Ob der Sch***kerl sich jedoch dar­an hal­ten wird?
    Die Erfah­run­gen leh­ren, dass eher nicht.

    Natür­lich ist es tra­gisch, wenn eine von häus­li­cher Gewalt betrof­fe­ne Frau sich nicht zügig- sehr zügig von so einem Kerl trennt.
    Doch kön­nen wir ‑vor allem als Nicht­be­trof­fe­ne (allen Mäch­ten sei’s gedankt!)- bewer­ten oder gar beur­tei­len, was für Abhän­gig­kei­ten gege­ben sind?
    Mei­ne Ansicht: ein ganz kla­res „Nein“!

    Ohne Hil­fen und Unter­stüt­zun­gen von Außen ist eine Tren­nung von einem der­ar­ti­gen Ver­bre­cher (genau das sind die!) zumeist nicht zu schaf­fen.
    Trau­rig doch lei­der Fakt.

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