300 Feuerwehrleute im Einsatz

Im Norden des Steinhuder Meeres brennt der Torf

Seit gestern bekämpfen mehrere Feuerwehren aus Neustadt und dem Umkreis ein Feuer im Schneerener Moor. Auch die Feuerwehr Wunstorf rückte zur Unterstützung aus.

Moorbrand
Brennender Torf im Schneerener Moor | Foto: Feuerwehr Neustadt

Neustadt (red). Am Dienstagmittag wurden die Ortsfeuerwehren Neustadt, Mardorf und Schneeren zu einem Moorbrand in das Schneerener Moor alarmiert. Als sie am Einsatzort eintrafen, fanden die Wehren einen sich ausbreitenden Torfbrand vor. Es brannte ein speziell aufgeschütteter Lagerhaufen, eine sogenannte Torfmiete, bereits auf ca. 50 Metern Länge.

Moorbrand
Die Torfmiete stand auf 300 Metern in Flammen | Foto: Feuerwehr Neustadt

Durch den starken Wind breitete sich das Feuer sehr schnell aus. Der Schneerener Einsatzleiter Axel Ruhnow ließ auf Grund der Lage sofort weitere Kräfte nachalarmieren. Im Verlauf des Einsatzes breitete sich das Feuer auf einen Vollbrand von 300 Metern aus.

Technisch anspruchsvolle Löscharbeiten

Da die Einsatzstelle sehr tief im Torfabbaugebiet liegt, musste eine Langwegestrecke zur Wasserversorgung aufgebaut werden. Parallel dazu fahren die Feuerwehren mit mehreren Tanklöschfahrzeugen im Pendelverkehr vom Wasserwerk Schneeren zum Moor. Dort wird das Wasser aus den Fahrzeugen in ein 10.000 Liter fassendes Wasserbecken gepumpt und von dort aus weiter an die Einsatzstelle befördert. Auch von der Moorstraße, von Neustädter Seite aus, wurde eine Langwegestrecke verlegt, um eine Riegelstellung aufbauen zu können, die die dortige Moorfläche vor dem Feuer schützen soll.

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Wasserbecken zur Löschwasserweiterleitung | Foto: Feuerwehr Neustadt
Moorbrand
Löscharbeiten an der Torfmiete | Foto: Feuerwehr Neustadt

Feuerwehren aus der Region weiter im Einsatz

Bis auf drei Stützpunkte, die die Einsatzreserve für das Stadtgebiet bilden, waren bis heute Morgen alle Neustädter Feuerwehren im Einsatz. Diverse Wehren aus Wunstorf, Seelze, Ronnenberg oder dem Landkreis Nienburg unterstützen die Löscharbeiten. Allein bis heute Morgen waren weit über 300 Einsatzkräfte an der Bekämpfung des Brandes beteiligt, ca. 7 Kilometer an Schläuchen sind ausgerollt.

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6 Kommentare
  1. Michael Schöner meint

    Hat denn jemand gesehen, wie der Hubschrauber die Rakete abgeschossen hat?

  2. Nina Göntgen meint

    Ach Gott, passt auf euch auf.

  3. Andrea Ehrke Grupe meint

    Oh nein. Allen Feuerwehr Kräften alles Gute passt gut auf euch auf

  4. Basti g. meint

    War das schon wieder die Bundeswehr?

  5. Biggi Selli meint

    Welcher Depp war das? – erst die Lüneburg er Heide jetzt das Neustädter Moor

  6. Grit Decker meint

    „Oh nee: Wer hat da wieder um sich geballert??!!“
    -war schon mein erster leicht (!) ketzerischer und angepi***-seiender Gedanke.
    Obwohl: als ich einige Kommentare hier soeben gelesen habe -ich bin’s ja nicht alleine *grins*.

    Als ich jedoch gestern im TV die Filmaufnahmen vom Einsatz sah, wurde mir vor Augen geführt, dass es einmal mehr die ehrenamtlichen (!!) Einsatzkräfte unserer Feuerwehren sind, die die berühmte A-Karte gezogen haben.
    So richtig gezogen haben. Und zwar in jeder Hinsicht.

    Wer oder was auch immer diesen Brand ausgelöst hat (ich hoffe, dass das zu ermitteln sein wird), so bleibt mir unseren „Mädchen und Jungs“ ein erfolgreiches Ende ihres Einsatzes zu wünschen und eine wohlbehaltene Heimkehr.

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