Seit letzter Woche im Einsatz

Johanniter stellen neuen Rettungswagen in Dienst

Ein neuer Rettungswagen ist nun auf den Wunstorfer Straßen im Einsatz – neben modernster Ausstattung ist er auch mit einem zusätzlichen, besser wahrnehmbaren Martinshorn ausgestattet

Notfallsanitäter Martin Riemann (re.) und Auszubildender Carl Johann Eyermann vor dem neuen Rettungswagen | Foto: Johanniter

Wunstorf (red). Gerade erst durfte die Wunstorfer Feuerwehr ein neues Fahrzeug begrüßen, nun haben auch die Johanniter Zuwachs beim Fuhrpark bekommen: Vergangene Woche wurde ein neuer Rettungswagen an der Rettungswache Wunstorf in Dienst gestellt.

Ein fabrikneuer Mercedes-Sprinter steht seit letztem Freitag in der Johanniter-Garage: ein Diesel mit 190 PS, eines der ersten Exemplare der neuen Rettungswagengeneration „Tigis Europa“, der vor kurzem noch auf der Fuldaer Fachmesse „RETTmobil“ ausgestellt worden war. Sein Vorgänger war 3 Jahre lang in Gebrauch und legte dabei fast 180.000 Kilometer zurück – und dient künftig weiter als Reservefahrzeug. Um die 5 Jahre beträgt die Lebensdauer der meisten Rettungswagen.

Für Patienten und Retter bedeutet das neue Fahrzeug mehr Sicherheit, Praktikabilität und Schonung: Die Patiententrage ist z. B. neben der bereits vorhandenen Luftfederung des Fahrgestells zusätzlich auch noch auf einem federnden Tragentisch untergebracht. Auch die Einsatzkräfte müssen auf mehr Komfort nicht verzichten: Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer sind vorhanden, und auch eine Klimaanlage für das gesamte Fahrzeug. Ein höhenverstellbares Schienensystem für die Geräte im Patientenbereich wie Beatmungsgerät, Absaugpumpe oder EKG und Defibrillator erleichtert das Entnehmen und die Bedienung.

Martinshorn: elektronisch plus Pressluft

Während die Rettungswagen bislang nur mit elektronischem Sondersignal unterwegs waren, verfügt das neue Fahrzeug zusätzlich zu dem normalen Elektrohorn auch über eine Pressluft-Martinshornanlage, was neben dem Blaulicht zu einer besseren akustischen Wahrnehmung im alltäglichen dichten Verkehr führt. So wird die Verkehrssicherheit während der Einsatzfahrten weiter erhöht.

Geräte sind an einem Schienensystem befestigt, das sich auf die Körpergröße der Sanitäter einstellen lässt | Foto: Johanniter

Erste Einsatzfahrten

Eine Schonfrist bekam der neue Rettungswagen nicht. Am ersten Tag seiner Indienststellung absolvierten Rettungswachenleiter Michael Merz und sein Kollege und ebenfalls Notfallsanitäter Niklas Ens bereits elf Einsätze mit dem neuen Fahrzeug.

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