Kei­ne neu­en Blit­zer am Bar­n­e­platz

Die Wunstor­fer rät­sel­ten bereits: Was hat es mit den merk­wür­di­gen schwar­zen Käs­ten auf sich, die seit Kur­zem an den Stra­ßen­la­ter­nen rund um den Bar­n­e­platz mon­tiert sind und die Stra­ße im Visier zu haben schei­nen? Wer­den hier Fotos von Ver­kehrs­sün­dern geschos­sen? Oder sind es pri­va­te Kame­ras?

An einer Straßenlaterne befestigte Kamera | Foto: Daniel Schneider
An einer Stra­ßen­la­ter­ne befes­tig­te Kame­ra | Foto: Dani­el Schnei­der

Die schwar­zen Kunst­stoff­käs­ten, die an meh­re­ren Mas­ten hän­gen, sind tat­säch­lich Kame­ras. Aber mit ihnen wird nicht kon­trol­liert, ob auch alle brav am Stopp­schild hal­ten oder die Geschwin­dig­keits­be­gren­zung von 30 Kilo­me­tern pro Stun­de ein­hal­ten. Die Kame­ras zeich­nen die Ver­kehrs­strö­me auf, um sta­tis­ti­sche Ver­kehrs­da­ten zu erhal­ten.

Ver­kehrs­sta­tis­tik

Grund für die Erhe­bung ist die anste­hen­de Umge­stal­tung des Bar­n­e­plat­zes, bei dem auch der Stra­ßen­ver­lauf mit­ein­be­zo­gen wer­den soll. Dazu muss die Stadt wis­sen, wo und wie Fahr­rad­fah­rer, Autos und Fuß­gän­ger über­haupt auf und um den Platz her­um unter­wegs sind, wel­che Wege sie ein­schla­gen und wo die Nadel­öh­re lie­gen. Das so auf­ge­zeich­ne­te Ver­kehrs­ver­hal­ten dient spä­ter als Grund­la­ge einer mög­li­chen Neu­an­ord­nung von Rad­we­gen und Stra­ßen­ver­lauf.

Anony­mi­tät bleibt gewahrt

Die Kame­ras die­nen allein der Rad­ver­kehrs- und Stra­ßen­pla­nung, wie die Stadt Wunstorf mit­teil­te. Die Gerä­te sind so ein­ge­stellt, dass kei­ne Gesich­ter oder Auto­kenn­zei­chen zu erken­nen sind. Die Auf­zeich­nun­gen der Kame­ra wer­den nach Anzahl und Fahrt­rich­tung der ver­schie­de­nen Ver­kehrs­ar­ten aus­ge­wer­tet und anschlie­ßend gelöscht. Die­sel­ben Kame­ras waren kürz­lich auch auf der ehe­ma­li­gen Stein­hu­der-Meer­bahn-Tras­se und an der Osten­meer-Stra­ße instal­liert.

Beobachtete Verkehrsinsel an der Schnittstelle Barnestraße/Am Hasenpfahl | Foto: Daniel Schneider
Beob­ach­te­te Ver­kehrs­in­sel an der Schnitt­stel­le Barnestraße/Am Hasen­pfahl | Foto: Dani­el Schnei­der

Die­se Metho­de der Ver­kehrs­er­he­bung ist für ver­kehrs­pla­ne­ri­sche Erhe­bun­gen im öffent­li­chen Stra­ßen­raum üblich und wird auch in ande­ren Kom­mu­nen durch­ge­führt, zum Bei­spiel in Han­no­ver. Die Ver­kehrs­er­he­bung wird Anfang Sep­tem­ber abge­schlos­sen sein, dann ver­schwin­den auch die Kame­ras wie­der.


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