Kellerbrand in der Oststadt

Am Freitagabend gegen 19 Uhr wurde die Feuerwehr Wunstorf zu einem Brand in der Wilhelm-Busch-Straße alarmiert. Ein Keller stand in Flammen.

Durch den dichten schwarzen Rauch arbeiteten die Atemschutzträger unter sogenannter Nullsicht | Foto: Feuerwehr Wunstorf

Wunstorf (red). Anwohner hatten gestern Abend Rauchwarnmelder gehört und einen Brand im 1. Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses vermutet. Daraufhin rückte die alarmierte Wunstorfer Feuerwehr aus. Noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr hatten alle Bewohner das Haus verlassen, da sie durch die Anwohner ebenfalls gewarnt worden waren.

Keller- statt Zimmerbrand

Der vermeintliche Zimmerbrand stellte sich als Kellerbrand heraus, die
Rauchentwicklung war so stark, dass die Atemschutztrupps der Feuerwehr ohne Sicht arbeiten mussten. Die Hitze im Keller war ebenfalls groß, sodass in unregelmäßigen Abständen Spraydosen explodierten und zur Gefahr für die Einsatzkräfte wurden.

Die Mannschaft des ersten Löschfahrzeugs begann zunächst, den Brand von außen durch ein Kellerfenster zu löschen, um dann in den Innenangriff überzugehen. Gleichzeitig wurde mit einem Druckbelüfter der Rauch aus dem Keller gedrückt und aus dem Treppenraum ferngehalten. Durch das Einrichten eines sogenannten Rauchvorhangs konnten größere Rauchschäden im Hausflur verhindert werden.

Weitere Wehren werden alarmiert

Auch Kräfte aus Klein Heidorn zur logistischen Unterstützung und die Luther Feuerwehr rückten nun aus, da sich herausstellte, dass im Verlauf der Löscharbeiten weitere Atemschutzgeräteträger und zusätzliches Material benötigt werden würde. Im Einsatz waren somit letztlich 60 Feuerwehrleute mit zehn Fahrzeugen, dazu kamen die Polizei und der Rettungsdienst.

Einsatzkräfte der Wunstorfer Feuerwehr vor dem brennenden Haus | Foto: Feuerwehr Wunstorf

Unfall während der Löscharbeiten

Während des Einsatzes kam es zu einem Unfall vor dem Gebäude. Offenbar vom Feuerwehreinsatz in der Wilhelm-Busch-Straße übermäßig abgelenkt, fuhr ein vorbeikommender Radfahrer gegen ein dort parkendes Auto. Die vor Ort befindliche Polizei konnte den Unfall gleich aufnehmen.

Stromversorgung fällt aus

Die Bewohner des Mehrfamilienhauses kamen während der Löscharbeiten im Mannschaftstransportwagen der Feuerwehr unter. Verletzt wurde niemand. Die Wohnungen konnten wieder betreten werden, nachdem sie nach Ende der Löscharbeiten belüftet worden waren, allerdings war die Stromverteilung des Hauses durch den Brand derart beschädigt worden, dass mehrere Wohnungen über Nacht ohne Stromversorgung waren. Der Energieversorger und eine Elektrofirma übernahmen die Begutachtung. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Update 9.1.: Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei war der Brand im Kellerraum eines 69-jährigen Mieters ausgebrochen, wobei die Flammen bereits auf dort abgestelltes Mobiliar übergegriffen hatten. Seit gestern gehen die Brandermittler des Zentralen Kriminaldienstes nun von einer fahrlässigen Verursachung des Feuers aus. Der Kellerbesitzer hatte offenbar durch Flexarbeiten Funken verursacht. Die Schadenssumme beläuft sich nach Schätzungen der Beamten auf 50.000 Euro

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