Feuerwehr rückt mit Drehleiter an

Kind droht aus dem 2. Stock zu stürzen

Ein in der Wohnung allein gelassenes 2‑jähriges Kind spielte am offenen Fenster im 2. Stock. Eine Passantin in der Langen Straße wählte sofort den Notruf.

Feuerwehr
Feu­er­wehr­fahr­zeug in Wunstorf (Sym­bol­bild) | Foto: Dani­el Schnei­der

Wunstorf (red). Am Diens­tag­abend bemerk­te eine auf­merk­sa­me Wunstor­fe­rin, dass ein Klein­kind allein an einem offe­nen Fens­ter stand. Das 2 Jah­re alte Kind befand sich gegen 20 Uhr im 2. Stock eines Hau­ses in der Lan­gen Stra­ße.

Kind allein in Wohnung

Die Feu­er­wehr rück­te an, setz­te die Dreh­lei­ter ein und hol­te das Kind so vom Fens­ter weg. Das Kind war allein in der Woh­nung gewe­sen, es wur­de von der Poli­zei in Obhut genom­men.

Die 20 Jah­re alte Mut­ter konn­te ihr Kind spä­ter auf dem Kom­mis­sa­ri­at wie­der in Emp­fang neh­men. Der Vor­fall wur­de an das Jugend­amt gemel­det, das nun den Sach­ver­halt prü­fen wird.

- Anzeige -
Werben auf auepost.de
2 Kommentare
  1. Grit Decker sagt

    Das der Sach­ver­halt von der Jugend­schutz-Behör­de über­prüft wer­den wird, ist in Fäl­len wie die­sem üblich und durch­aus ange­bracht.
    Ob nun tat­säch­lich eine Ver­let­zung der Auf­sichts- und Für­sor­ge­pflicht sei­tens der noch sehr jun­gen Mut­ter vor­lag, muss sich erwei­sen.

    Jede Frau ‑jeder Mann, wer ein der­art klei­nes Kind unter „sei­ne Fit­ti­che hat“, wird wis­sen, dass es oft ein Viel­fa­ches ein­fa­cher ist, den berühmt-berüch­tig­ten „Sack Flö­he zu hüten“.

    Ein Kind ist und bleibt wie jeder ande­re auch, nicht immer und in Allem „bere­chen­bar“.

    In keins­ter Wei­se will ich auch hier dem Leicht­sinn das Wort reden:
    doch zutiefst mensch­li­ches Ver­hal­ten, wie gera­de das von (klei­nen) Kin­dern ist eben de fac­to nicht vor­aus­zu­se­hen.

    Und so schmerz­lich wie es ist:
    lei­der sind Unglü­cke wie die­ses nicht gänz­lich ver­meid­bar.
    Denn „Über­mensch­lich­keit“ ist kei­nem gege­ben.

    1. Grit Decker sagt

      ERGÄN­ZUNG mei­nes bei ein­gen Lesen­den auf Wider­spruch sto­ßen­den Kom­men­tars:

      Soll­ten die Ermitt­lun­gen erge­ben, dass die Mut­ter das Kind TASÄCH­LICH allei­ne ‑also gänz­lich unbe­auf­sich­tigt- in der Woh­nung gelas­sen hat, wäre das natür­lich ein gro­ber (und in mei­nen Augen nicht zu ent­schul­di­gend und nicht zu recht­fer­ti­gend mit was auch immer) Ver­stoß gegen sämt­li­che zu Recht gege­be­nen Pflich­ten.

      Doch bevor ich oder ein ande­rer hier irgend­wel­che Vor­ver­ur­tei­lun­gen trifft, soll­ten doch bit­te die Ergeb­nis­se der Ermitt­lun­gen abge­war­tet wer­den.

      Vie­len Dank an die Leser­schaft für die­se Selbst­ver­ständ­lich­keit.

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.