IG Loccumer Straße

Kolenfelder gründen weitere Initiative gegen Straßenbaugebühren

In Kolenfeld haben Anlieger der Loccumer Straße eine weitere Interessengemeinschaft gebildet, um gegen die „Strabs“ zu kämpfen.

IG Loccumer Straße
Die Inter­es­sen­ge­mein­schaft Loc­cu­mer Stra­ße | Foto: pri­vat

Kolen­feld (red). Am ver­gan­ge­nen Sonn­tag kamen 21 Anlie­ger der Loc­cu­mer Stra­ße zusam­men und grün­de­ten die „Inter­es­sen­ge­mein­schaft Loc­cu­mer Stra­ße“. Somit gibt es nun in Wunstorf sie­ben Bür­ger­initia­ti­ven, die sich gegen die Kos­ten­be­tei­li­gung beim Stra­ßen­bau weh­ren.

Wunstorfer müssen weiter zahlen

Im Dezem­ber 2018 hat­te die Stadt Wunstorf im Rah­men einer Bür­ger­ver­samm­lung die Haus­ei­gen­tü­mer über den Neu­aus­bau der Loc­cu­mer Stra­ße in Kolen­feld infor­miert. Vor­aus­sicht­lich soll der Bau im kom­men­den Jahr star­ten. Auf Basis der aktu­el­len Stra­ßen­aus­bau­bei­trags­sat­zung („Strabs“) der Stadt Wunstorf ist eine antei­li­ge Umla­ge der geplan­ten Kos­ten in Höhe von 310.000 Euro auf die Eigen­tü­mer vor­ge­se­hen. Je nach Grund­stücks­grö­ße lau­fen somit für den Ein­zel­nen Kos­ten in Höhe von über 20.000 Euro auf, was z. B. für Rent­ner oder Fami­li­en mit Kin­dern exis­tenz­be­dro­hen­de Dimen­sio­nen anneh­men kann.

Denn die Wunstor­fer Eigen­tü­mer wer­den wei­ter­hin an den Bau­kos­ten betei­ligt, wäh­rend Han­no­ver, Laat­zen, Bar­sing­hau­sen und ande­re nie­der­säch­si­sche Städ­te und Kom­mu­nen ihre Sat­zun­gen in den ver­gan­ge­nen zwei Jah­ren abge­schafft haben. Auch in Wunstorf ist die Dis­kus­si­on über Alter­na­ti­ven seit eini­ger Zeit im Gan­ge, poli­ti­sche Initia­ti­ven führ­ten bis­lang jedoch zu kei­nen kon­kre­ten Ergeb­nis­sen.

INFO: Stra­ßen­aus­bau­bei­trä­ge in Wunstorf
Wunstorf nutzt wie vie­le ande­re Kom­mu­nen in Nie­der­sach­sen die Mög­lich­keit, die Kos­ten für Stra­ßen­sa­nie­rungs­ar­bei­ten antei­lig direkt von den Anwoh­nern zu kas­sie­ren. Die Ein­zel­hei­ten rich­ten sich nach der städ­ti­schen Stra­ßen­aus­bau­bei­trags­sat­zung. Der Anteil, den Grund­stücks­be­sit­zer zu zah­len haben, kann z. B. bei rei­nen Anwoh­ner­stra­ßen bis zu 70 % betra­gen. Die Kos­ten wer­den wie­der­um nicht gleich­mä­ßig unter den Anlie­gern ver­teilt, son­dern hän­gen von der Grund­stücks­grö­ße, der Art der Nut­zung (privat/gewerblich) sowie der Bebau­ung (Höhe der Gebäu­de) ab. Die Bei­trä­ge sind einen Monat nach Erstel­lung des Beschei­des fäl­lig, wel­cher nach Abschluss der Bau­maß­nah­men bekannt­ge­ge­ben wird. Wur­den umfang­rei­che Sanie­rungs­maß­nah­men vor­ge­nom­men, kom­men daher schnell hohe Sum­men zusam­men. Wer die­se nicht auf­brin­gen kann, hat ggf. die Mög­lich­keit, eine Stun­dung oder Raten­zah­lung zu bean­tra­gen. Als Alter­na­ti­ven gel­ten die Finan­zie­rung über eine erhöh­te Grund­steu­er oder eine bei den Grund­stücks­be­sit­zern in regel­mä­ßi­gen Abstän­den erho­be­ne Abga­be.

Vor dem Hin­ter­grund der Ent­wick­lung in den benach­bar­ten Städ­ten wol­len sich die Kolen­fel­der eine der­ar­ti­ge Belas­tung nicht län­ger bie­ten las­sen. Die Inter­es­sen­ge­mein­schaft Loc­cu­mer Stra­ße setzt sich für die Abschaf­fung der städ­ti­schen Strabs ein und ver­tritt die Anlie­ger­inter­es­sen im wei­te­ren Ver­lauf der Bau­maß­nah­men.

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3 Kommentare
  1. Annette Hartmann-Lange sagt

    Dann kön­nen wir vom Lin­den­kamp uns gleich anschlie­ßen.… Super.. Wer­de Kon­takt suchen

    1. Mathias Lohmann sagt

      Hal­lo Frau Hart­mann-Lan­ge,
      freue mich, wenn wir unter­stüt­zen kön­nen; unter „Veilchenweg-Luthe.de“ fin­den sie vie­le wei­te­re Infos zum The­ma Strabs. Rück­fra­gen – immer ger­ne.
      Mfg.
      M.Lohmann

  2. Jennifer Hahn sagt

    Was ist eigent­lich aus der Nie­der­sach­sen Peti­ti­on gewor­den?

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