Kri­mi­nel­ler Frei­tag in Wunstorf

Woh­nungs­ein­bruch, zer­kratz­tes Auto, ille­ga­les Auto­fah­ren und ein kurio­ser Dieb­stahl – der ver­gan­ge­ne Frei­tag ent­pupp­te sich für die Wunstor­fer Poli­zei in Sachen Kri­mi­na­li­täts­ver­fol­gung als arbeits­rei­cher Tag.

Fahrzeug der Wunstorfer Polizei (Symbolbild) | Foto: Daniel Schneider
Fahr­zeug der Wunstor­fer Poli­zei (Sym­bol­bild) | Foto: Dani­el Schnei­der

Wie­der kam es in der ver­gan­ge­nen Woche zu einem Woh­nungs­ein­bruch, dies­mal in Stein­hu­de. Zwi­schen 18.00 und 21.30 Uhr wur­de die Tat dort am Frei­tag began­gen. Der oder die Täter war­fen die Ter­ras­sen­tür eines Ein­fa­mi­li­en­hau­ses ein und durch­such­ten dar­auf­hin alle Räu­me des Hau­ses nach Wert­vol­lem. Die Haus­be­sit­zer ver­lo­ren Bar­geld und Schmuck in bis­lang unbe­kann­ter Höhe.

Frie­ren­der Dieb?

Am glei­chen Tage mach­te ein 53-Jäh­ri­ger aus Suth­feld (zu Bad Nenn­dorf) in einem Bau­markt im Wunstor­fer Indus­trie­ge­biet kurz nach 19.00 Uhr lan­ge Fin­ger und topp­te damit wahr­schein­lich noch die Rang­lis­te der unge­wöhn­lichs­ten Dieb­stäh­le in Wunstorf: Kei­nen gol­de­nen Löwen, son­dern eine etwa 80 Zen­ti­me­ter gro­ße Feu­er­scha­le lud er ohne zu bezah­len im Außen­be­reich in sein Auto und fuhr davon. Die her­bei­ge­ru­fe­ne Poli­zei konn­te das Fahr­zeug kurz dar­auf aus­fin­dig machen und stop­pen – das Die­bes­gut wur­de sicher­ge­stellt und ein Straf­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet.

Zur mög­li­cher­wei­se sel­ben Zeit zer­kratz­te jemand an der Gro­ßen­hei­dor­ner Stra­ße in Stein­hu­de den Lack eines gepark­ten VW Golf.

Straf­an­zei­gen statt Füh­rer­schein­vor­be­rei­tung

Dop­pelt falsch ver­hiel­ten sich Mut­ter und Sohn eben­falls am spä­ten Frei­tag­nach­mit­tag im Bereich Stie­fel­holz. Der 17-Jäh­ri­ge übte dort mit dem Fahr­zeug sei­ner Mut­ter das Auto­fah­ren. Da er kei­nen Füh­rer­schein hat­te, wur­de von der Poli­zei eine Anzei­ge geschrie­ben. Da das Auto dem Sohn von der Mut­ter zum Üben über­las­sen wor­den war, wur­de auch gegen die Mut­ter ein Straf­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet.

Info: Auto­fah­ren üben ohne Füh­rer­schein
Wenn ein Fahr­an­fän­ger in sei­ner ers­ten Fahr­stun­de behaup­tet, zuvor noch nie hin­ter dem Steu­er geses­sen zu haben, wird ihm das vom Fahr­leh­rer in der Regel kaum geglaubt. Das pri­va­te Vor­be­rei­ten auf die Pra­xis ist gang und gäbe, klei­ne „Übungs­run­den” auf lee­ren Park­plät­zen oder abge­le­ge­nen Stre­cken gehö­ren zum guten Ton inner­halb der Fami­lie oder unter Freun­den, von denen einer bereits den Füh­rer­schein hat. Dabei ist dies nach dem Stra­ßen­ver­kehrs­ge­setz alles ande­re als eine Baga­tel­le: § 21 StVG bestraft Fah­ren ohne Füh­rer­schein mit maxi­mal einem Jahr Gefäng­nis oder Geld­stra­fe. Damit Freun­de und Fami­li­en­an­ge­hö­ri­ge gar nicht erst in Ver­su­chung gera­ten, den Füh­rer­schein­an­wär­ter ein paar Run­den dre­hen zu las­sen, wird auch das Über­las­sen des Fahr­zeugs an einen Fah­rer ohne Füh­rer­schein auf die­sel­be Wei­se bestraft. Wenig bekannt: Auch Pri­vat­grund­stü­cke wie Super­markt­plät­ze, die von jeder­mann befah­ren wer­den kön­nen, zäh­len zum öffent­li­chen Stra­ßen­raum und sind für pri­va­te Fahr­stun­den tabu. Legal ist füh­rer­schein­frei­es Fah­ren auf ein­ge­zäun­tem Pri­vat­ge­län­de oder extra dafür vor­ge­se­he­nen Ver­kehrs­übungs­plät­zen, die jedoch Geld kos­ten – etwa ein Vier­tel des Prei­ses einer nor­ma­len Fahr­stun­de in einer Fahr­schu­le. Der nächs­te Ver­kehrs­übungs­platz befin­det sich beim ADAC in Han­no­ver-Laat­zen.

Ob der Fah­rer des Wagens einen Füh­rer­schein hat­te, der einen Tag dar­auf in Gro­ßen­hei­dorn am Bor­denau­er Weg 18 offen­bar beim Vor­bei­fah­ren einen am Fahr­bahn­rand gepark­ten Kia beschä­dig­te und danach Unfall­flucht beging, ist hin­ge­gen nicht bekannt. Die Poli­zei bit­tet in die­sem Fall um Zeu­gen­hin­wei­se unter der Tele­fon­num­mer 05031–95300.


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Andreas Balleier Fotografie

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