Stadtgespräch

Einkaufen ohne Maske

Kundschaft droht Verkäuferin mit Anspucken

Als eine Kundin ohne Maske nicht einkaufen durfte, kam sie mit Verstärkung wieder. Ihr Begleiter spuckte in Richtung der Verkäuferin.

Wunstorfer Fußgängerzone
Wunstorfer Fußgängerzone (Archivbild) | Foto: Mirko Baschetti

Wunstorf (red). Am gestrigen Sonnabend wollte eine Frau gegen 14.30 Uhr ein Ladengeschäft in der Langen Straße betreten. Sie trug dabei jedoch keine Maske und wurde von der Verkäuferin am Betreten des Ladens gehindert. Seit dem 27. April muss bei Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs und beim Betreten von Geschäften eine Maske getragen werden.

Die verhinderte Kundin akzeptierte dies zunächst, kam aber kurze Zeit später in Begleitung eins ca. 30-jährigen Mannes zum Einkaufsgeschäft zurück. Der Begleiter beschimpfte und beleidigte nun die Ladenmitarbeiterin. Außerdem spuckte er ihr vor die Füße und drohte, sie beim nächsten Mal anzuspucken. Bevor das geschah, verließen die beiden Maskenlosen den Laden wieder.

Verkäufer sind keine Hilfspolizisten: Verkaufspersonal ist nicht verpflichtet, Hilfsfunktionen für die Strafverfolgungsbehörden auszuüben und z. B. die Einhaltung der Maskenpflicht zu kontrollieren. Sie üben jedoch das Hausrecht aus und können von Kunden verlangen, sich an die im Geschäft geltenden Schutzkonzepte, zu deren Einhaltung sie ihrerseits verpflichtet sind, zu halten.

Der Laden verständigte die Polizei und erstattete Strafanzeige. Der Spuckende konnte bislang jedoch nicht identifiziert werden. Die Polizei leitete ein Strafverfahren wegen Beleidigung gegen unbekannt ein. Der Mann trug eine auffällig rot-pink karierte Baseballkappe. Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizei Wunstorf unter Telefon (05031) 9530-115 in Verbindung zu setzen.

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10 Kommentare

  1. Eine Frau, dann ein Mann. Dankeschön für die überaus präzise Beschreibung. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank, für das löschen meines Beitrags über Steinhude. Nein, eine Zensur findet nicht statt, oder doch? Mit freundlichen Grüßen, Wolfgang Stemme.

    1. Keine Zensur ha ,ha,bin bei Welt auf dauer gesperrt für immer.Wir haben eine tolle Meinungsfreiheit und da gibt es noch einige Dummköpfe von denen man auf das übelste beschimpf wird .Glauben sie mir diese Welt kan und muss man nicht mehr verstehen.

      1. Den Unmut von #Helga Krüger kann ich bestens nachvollziehen.
        Von außen betrachtet, kann NIEMAND die Gründe dafür kennen, aus welchen ein Mensch für die Kommentarfunktion einer Zeitung u.ä. blockiert bzw. gänzlich gesperrt wurde.

        Sich da ein Urteil in welcher Richtung auch immer erlauben zu wollen, wäre eine arge Anmaßung und sollte somit in der Öffentlichen unterbleiben. Punkt.

  2. Hä???
    Muss ich das Verhalten der „Kundin“ und deren „Sprecher“ verstehen müssen? Ich hoffe nicht!
    Sollte ich das können, hätten nicht ausschließlich diese beiden -Entschuldigung- Gestalten ein massives Problem.

    Klar, Mitarbeitende der Geschäfte haben nicht die Weisungsbefugnisse der Polizei und des Ordnungsamt.
    Dafür die zur Ausübung des Hausrechts.

    Dank der überwiegenden Anzahl der einsichtigen Kundinnen und Kunden wird davon zum Glück kaum Gebrauch gemacht werden müssen.

    Mehr als ein „Ordnungsgong“ ist fällig, wenn Angestellte wie hier geschildert, übelst angegangen werden.
    Da ist Schluss mit meiner Friedensliebe! *ko***, würg*

    Den Menschen, die nicht ansatzweise Ahnung davon haben, was respektvolles Verhalten im Allgemeinen und im Speziellen denen gegenüber, die sich tagein tagaus für uns alle ihren Ar*** aufreißen, inhaltlich bedeutet gehört Schimpf‘ und Schand‘.
    Meine zumindest denen sicher.

  3. Am besten bilder von den spuckern veröffentlichen und in allen Geschäften ein Hausverbot geben ! Gefahr für die gesamte Menschheit solche Mitmenschen egal welcher Abstammung sie sind

  4. Ich hoffe, dass diese beiden Soziopathen möglichst schnell ermittelt werden können. Außerdem glaube ich, dass es in diesem Fall um mehr als „nur“ eine Beleidigung geht. Wer unter den momentanen Umständen damit droht jemanden anzuspucken wird sehr genau wissen was das bedeutet und nimmt – wie es so schön heißt – billigend in Kauf diese Person mit einer möglicherweise lebensbedrohlichen Krankheit anzustecken.

    @ Basti g.
    Wär ja schön wenn es Bilder von den beiden geben würde. Aber nicht jedes kleine Geschäft kann sich Überwachungskameras leisten.

    @ G. Decker
    Nein, bin leider nicht bei go local und ich kannte diese Plattform vorher auch gar nicht.
    Aber den „Engel“ habe ich dort sehr schnell gefunden :–))

  5. Auch ich hoffe, dass es noch gelingen kann, dieser „Kunden“ habhaft zu werden.

    Es ist zur Gewohnheit geworden, dass in allen denkbaren Situationen mit dem Smartphone „draufgehalten wird“.
    Auch dann, wenn das so gar nicht passend ist.
    Erstaunlich, dass hier niemand der „Dauer-Knipsenden“ anwesend gewesen ist.
    *irritiert guck*

    @Andrea
    Ich bin in besagter App golocal aus persönlichen Gründen auch nicht mehr aktiv unterwegs, auch wenn ich gelegentlich dort nach Rezensionen mich interessierenden „Lokalitäten“ reinsehe.

  6. Ich muss natürlich sagen, dass ich in solch einer Situation wohl auch erst einmal so überrascht gewesen wäre, dass ich an mein Smartphone nicht gedacht hätte.
    Dafür habe ich aber das vertraute Bild des mittaglichen Staus ‚Am Stadtgraben‘ mit dem Handy festgehalten. Da hat man ja genug Zeit auch über den Spucktrieb einiger Mitbürger nachzudenken :-))

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