Stadtgespräch

Neuregelung der Parkraumbewirtschaftung

Mehrheitsgruppe fordert Nachbesserung zu Parkplatz-Gutachten

Die Mehrheitsgruppe im Wunstorfer Stadtrat sieht im bestellten Gutachten zur Parkraumbewirtschaftung kaum neue Erkenntnisse. Beim eingeschlagenen Kurs soll es bleiben.

Parkschein am Parkscheinautomaten
Gebrauchte Parkscheine an einem Wunstorfer Parkscheinautomaten | Foto: Mirko Baschetti

Wunstorf (red). Die Stadtverwaltung hat den Ratsfraktionen das Rohgutachten des Sachverständigenbüros SHP Ingenieure zur Parkraumbewirtschaftung zur Verfügung gestellt. Die Gruppe SPD/Grüne/FDP findet in den jetzt vorliegenden Ergebnissen wenig neue Erkenntnisse, sieht sich aber beim eingeschlagenen Kurs, das Parken neu zu regeln, bestätigt.

Gutachten zu unkonkret

Kirsten Riedel (SPD) erklärt: „Wir haben die Einholung eines Gutachtens zur Parkraumbewirtschaftung unterstützt, da wir uns Empfehlungen für das weitere Handeln erhofft haben. Diese Empfehlungen vermissen wir noch und auch die Verwaltung hat uns signalisiert, dass sie eine Nachbesserung des Gutachters einfordern wird. Mit konkreten Fragen werden wir uns daran beteiligen.“

Erste Beschlüsse wie die Erhöhung der Parkgebühren und die Ausweitung der Parkplatzkapazität in Randlage seien bereits gefasst worden. Beide Maßnahmen finden sich auch als Empfehlung im Gutachten. „Konkrete Handlungsempfehlungen zur besseren Verkehrslenkung fehlen allerdings bisher“, stellt Anne Dalig (Grüne) fest. Denn zur Ausweitung der Bewirtschaftung bliebe der Gutachter derzeit noch vage. „Wenn der Gutachter die jetzige Bewirtschaftung als das Maximum ansieht, muss er es auch so formulieren. Es ist uns aber nicht klar, ob er überhaupt eine Ausweitung geprüft hat“, so Riedel weiter.

Diskussion geht weiter

Kurt Rehkopf (FDP) sieht noch Nachbesserungsbedarf beim Thema Mitarbeiterparken. „Die stark nachgefragten Parkplätze in Innenstadtlage müssen für die Kunden zur Verfügung stehen, um die Attraktivität der Innenstadt zu erhalten. Hier müssen wir prüfen, wie wir besser steuern können.“ Die Mehrheitsgruppe sehe insgesamt noch Diskussionsbedarf, bevor eine langfristige Lösung gefunden sei, teilte sie gestern mit.

1 Kommentar

  1. Die Stadt Wunstorf besteht zu 50 % aus der Kernstadt ,und zu 50 % aus Randgemeinden . Wenn die Bewohner der Gemeinden in die Kernstadt müssen ( Amt, Arztbesuch , Einkauf , usw)., sind diese aut. Ihr KFZ und somit auf die Parkplätze angewiesen. Eine Erhöhung der Parkgebühren um 100 % ist eine bodenlose Frechheit gegenüber den Einwohnern, die nicht direkt in der Kernstadt wohnen. Auch eine Erhöhung der Parkgebühren in Steinhude mindert nur die Einnahmen aus dem Naherholungsgebiet — bzw. am Wochenenden sind alle Strassen in Steinhude hoffnungslos verstopft.

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