Mys­te­riö­ser Fund im Getrei­de­feld ent­puppt sich als Beob­ach­tungs­werk­zeug

Die Geschich­te um das mys­te­riö­se Objekt im Getrei­de­feld ist auf­ge­klärt. Das obsku­re Gestän­ge stammt aus Bokel­oh.

Der im Feld ver­steck­te mys­te­riö­se Gegen­stand | Foto: pri­vat

Wunstorf (ds). Das Objekt, das in den Mäh­dre­scher eines Hagen­bur­ger Land­wirts gera­ten war, hat die Phan­ta­sie beflü­gelt. Für man­che wirk­te es wie eine Wäsche­spin­ne, eini­ge sahen dar­in einen Fut­ter­korb für Giraf­fen, ande­re ein extra ange­fer­tig­tes Spe­zi­al­werk­zeug von Kri­mi­nel­len.

Aue­post-Leser hat hei­ße Spur

Doch nichts davon trifft die Rea­li­tät. Ein Leser der Aue­post stieß nun die Ermitt­lun­gen in die rich­ti­ge Rich­tung – denn er erkann­te das Objekt wie­der. Meh­re­re die­ser Kon­struk­te stan­den näm­lich bis vor kur­zem in Bokel­oh rund um den Kali­berg. Mit die­sen neu­en Infor­ma­tio­nen erkun­dig­te sich der Land­wirt bei K+S, das Werk Sig­munds­hall hielt Rück­spra­che mit der Poli­zei in Hagen­burg – und konn­te schließ­lich bestä­ti­gen, dass das auf dem Feld gefun­de­ne Objekt Werks­ei­gen­tum ist, wie die Beam­ten der Poli­zei­sta­ti­on Hagen­burg mit­teil­ten.

Eigen­tum des Kali­werks

Es han­delt sich dabei auch nicht um einen Indus­trie­roh­ling, wie zunächst ange­nom­men, son­dern um eine voll­ende­te Spe­zi­al­an­fer­ti­gung für einen bestimm­ten Ein­satz­zweck. Es ist eine simp­le Hal­te­vor­rich­tung und dient zur Auf­nah­me von Mess­ge­rä­ten, die in den Korb gestellt wer­den und rund um den Kali­berg den Salz­ge­halt in der Luft mes­sen. Der geheim­nis­vol­le Gegen­stand ent­puppt sich somit als eine Spe­zi­al­kon­struk­ti­on zur Luft­über­wa­chung.

Die unsym­me­trisch her­aus­ra­gen­den Spit­zen am obe­ren Ende des Kor­bes sind Absicht und die­nen dem Schutz der Mess­ge­rä­te vor Tau­ben und ande­ren Vögeln.

Der Kali­berg aus Rich­tung Kern­stadt gese­hen | Foto: Dani­el Schnei­der

Poli­zei ver­mu­tet Bier­lau­ne

Die Mess­ge­rä­te ste­hen frei zugäng­lich rund um den Kali­berg. Die Poli­zei ver­mu­tet daher, dass z. B. bei einer der letz­ten Vater­tags­tou­ren das Gestän­ge ent­wen­det und letzt­end­lich auf dem Hagen­bur­ger Feld lie­gen gelas­sen wur­de.

Wei­te­re Land­wir­te gefähr­det?

Aller­dings ist das nun in Hagen­burg gefun­de­ne Modell nicht das ein­zi­ge, das aus Bokel­oh ent­wen­det wur­de. Ursprüng­lich vier davon stan­den ein­mal rund um den Kali­berg. Seit Mai die­ses Jah­res wer­den noch zwei wei­te­re ver­misst. Die Wahr­schein­lich­keit ist daher nicht gering, dass auch die­se ein­fach her­aus­ge­zo­gen und spä­ter irgend­wo hin­ge­wor­fen wur­den – und noch mehr Land­wir­te bei der nächs­ten Ern­te Bekannt­schaft mit mys­te­riö­sen Objek­ten machen wer­den.

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