„Mehr als ein Glücksfall“

Neue Chef­ärz­tin am KRH Psych­ia­trie Wunstorf

Seit Anfang des Jah­res ist sie die neue Chef­ärz­tin am KRH Wunstorf. Doch nun wur­de Dr. Iris Tat­ja­na Gra­ef-Cal­liess fei­er­lich ein­ge­führt.

Neue Chefärztin PD Dr. Iris Tatjana Graef-Calliess in Wunstorf
Neue Chef­ärz­tin ein­ge­führt: Prof. Dr. Mar­cel Sie­be­rer, PD Dr. Iris Tat­ja­na Gra­ef-Cal­liess, Bir­git Kru­ke­mei­er, Dr. Mat­thi­as Bracht und Johan­nes Brack (v. l.) | Foto: pri­vat

In wür­di­gem Rah­men ist Dr. Iris Tat­ja­na Gra­ef-Cal­liess jetzt offi­zi­ell als neue Chef­ärz­tin der Kli­nik für All­ge­mein­psy­ch­ia­trie und Psy­cho­the­ra­pie der KRH Psych­ia­trie Wunstorf ein­ge­führt wor­den. Dr. Mat­thi­as Bracht, KRH-Geschäfts­füh­rer Medi­zin, begrüß­te zunächst die inter­nen und exter­nen Gäs­te der Ver­an­stal­tung in der Kapel­le auf dem Kli­nik­ge­län­de. Ein­ge­la­den wur­den auch Wunstorfs Bür­ger­meis­ter Rolf-Axel Eber­hardt, KRH-Auf­sichts­rats­mit­glied Elke Zach und der frü­he­re Ärzt­li­che Direk­tor der Psych­ia­trie Wunstorf, Prof. Andre­as Speng­ler.

Die Nach­fol­ge­rin von Dr. Cor­ne­lia Oes­te­reich, die im ver­gan­ge­nen Jahr in den Ruhe­stand ver­ab­schie­det wor­den war, set­ze die sozi­al­psych­ia­tri­sche Prä­gung und Kul­tur der Wunstor­fer Psych­ia­trie fort, beton­te der KRH-Geschäfts­füh­rer: „Wir woll­ten eine für die Abtei­lung pas­sen­de Nach­fol­ge­be­set­zung und ich den­ke, wir haben bei der Aus­wahl alles rich­tig gemacht.“ Gra­ef-Cal­liess, die Anfang des Jah­res ihren Dienst antrat, sei „mehr als ein Glücks­fall für uns“, beton­te die Lei­tung der Wunstor­fer Psych­ia­trie mit Prof. Mar­cel Sie­be­rer (Ärzt­li­cher Direk­tor), Bir­git Kru­ke­mei­er (Pfle­ge­di­rek­to­rin) und Johan­nes Brack (Kaufm. Direk­tor).

Die neue Chef­ärz­tin, die aus einer deutsch-pol­ni­schen Arzt­fa­mi­lie stammt, lei­te­te vor ihrem Wech­sel ins KRH das Zen­trum für Trans­kul­tu­rel­le Psych­ia­trie und Psy­cho­the­ra­pie am Kli­ni­kum Wah­ren­dorff. Nach einem geis­tes­wis­sen­schaft­li­chen Stu­di­um, unter ande­rem in Kra­kau, stu­dier­te sie Medi­zin in Wit­ten-Her­de­cke, Hei­del­berg, Göt­tin­gen, Ali­can­te, Zürich und Bos­ton. Ihre Assis­tenz­arzt­zeit ver­brach­te sie zunächst in der Schweiz und anschlie­ßend an der Medi­zi­ni­schen Hoch­schu­le in Han­no­ver, wo sie spä­ter von 2009 bis 2012 eine Spe­zi­al­sprech­stun­de für Migra­ti­on und See­li­sche Gesund­heit auf­bau­te und lei­te­te.

Gra­ef-Cal­liess freu­te sich über das „char­man­te Ambi­en­te“ in der Kapel­le, die für die Ein­füh­rung genutzt wur­de, weil im Kon­fe­renz­raum des Sozi­al­zen­trums zu glei­cher Zeit eine Rats­sit­zung der Stadt Wunstorf statt­fand. Es sei ein gutes Sym­bol für die Inte­gra­ti­on der Psych­ia­trie in die Gesell­schaft, dass der Gemein­de­rat regel­mä­ßig auf dem Kli­nik­ge­län­de tage. Zum beson­de­ren Ambi­en­te der Ver­an­stal­tung trug auch das Musik­pro­gramm bei. Das Pati­en­ten-Band­pro­jekt „Auf Rei­sen“ unter Regie von Musik­the­ra­peut Albrecht von Blancken­burg „rock­te“ im Altar­raum.

Quelle KRH Wunstorf
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1 Kommentar
  1. Grit Decker meint

    Wie immer bei einem Wech­sel in der Füh­rungs­spit­ze des KRH-Psych­ia­trie Wunstorf liest sich der Bericht posi­tiv- zu posi­tiv.

    Zu Recht darf ich mich Zeit­zeu­gin nen­nen:
    mei­ne eige­ne Lebens­ge­schich­te ist seit 40 Jah­ren mit der ört­li­chen Psych­ia­trie eng, viel zu eng ver­bun­den.
    Die­se Ver­bun­den­heit ist über­wie­gend nega­tiv geprägt wor­den.

    So habe ich mehr als berech­tig­te und ange­brach­te Zwei­fel dar­an, dass sich durch die­sen erneu­ten Wech­sel im Sin­ne der dor­ti­gen sta­tio­när unter­ge­brach­ten Pati­en­ten Ver­än­de­run­gen erge­ben wer­den.
    Lei­der.

    Spät­stens seit der Umwand­lung des Nie­der­säch­si­schen Lan­des­kran­ken­hau­ses in eine der Kli­ni­ken des Gesamt­ver­bun­des steht noch mehr als zuvor die Gewinn­ma­xi­mie­rung und NICHT die Inter­es­sens­ver­tre­tung der Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten im Vor­der­grund.

    Klei­ne Bei­spie­le aus der Pra­xis gewünscht?
    Bit­te: sehr ger­ne!

    War­um bit­te, wur­den beteits vor Jah­ren sämt­li­che 2-Bett-Zim­mer der Akut­auf­nah­me­sta­tio­nen im Haus 5 grund­sätz­lich in 3-Bett-Zim­mer umge­wan­delt?

    War­um bit­te, wer­den freie The­ra­peu­ten-Stel­len auf den ent­spre­chen­den Sta­tio­nen nicht mehr besetzt?

    War­um bit­te, sind so vie­le Schich­ten auf den Sta­tio­nen per­so­nell der­art unter­be­setzt, dass eine pati­en­ten­ge­rech­te Betreu­ung nicht gewähr­leis­tet ist (dafür wer­den dann halt mehr Zwangs­miz­tel ein­ge­setzt. [Der dem inne­woh­nen­de Sar­kas­mus ist kaum zu top­pen!])

    Und, und, und.
    Es lie­ßen sich zahl­rei­che Bei­spie­le mehr fin­den.

    Schelm, wer Böses dabei denkt…

    Beson­ders erschre­ckend ist, dass die Öffent­lich­keit von all den Vor­gän­gen nichts mit­be­kommt: viel­leicht auch nicht mit­be­kom­men will.

    Psy­chisch Kran­ke -ob sie es nun tat­säch­lich sind; oder so bezeich­net wer­den (die Grün­de hier­für zu erläu­tern wür­de zumin­dest hier den Rah­men spren­gen), haben lei­der bis dato kei­ne öffent­lich­keits-wirk­sa­me Lob­by.
    Trau­rig; aber wahr.

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