Stadtgespräch

Beschädigte Fahrzeuge

Parken in Wunstorf am Freitag gefährlich

In drei Fällen war es ausgesprochen ärgerlich, wenn man am Freitag sein Auto im Stadtgebiet parkte.

Lange Straße
Seit Ende Juni 2017 stehen Hinweistafeln wie diese zwischen den Parkbuchten in der Langen Straße | Foto: Daniel Schneider

Wunstorf (red). Die Polizeiliche Kriminalstatistik wurde gerade erst vorgestellt, doch zumindest für Autobesitzer gab es noch am gleichen Tag keine Verschnaufpause: Drei weitere Fälle werden nun in die Statistiken einfließen.

Fahrerflucht

Als der Besitzer eines Mercedes Vaneo um 14.15 Uhr zu seinem Auto zurückkehrte, das er für eine Dreiviertelstunde in der Langen Straße geparkt hatte, musste er feststellen, dass der Außenspiegel demoliert worden war. Ein anderes Fahrzeug hatte den Spiegel beim Vorbeifahren beschädigt. Der Unfallverursacher ist unbekannt, er beging Fahrerflucht. War es bis dahin nur ein Verkehrsunfall, wurde es wegen der Fahrerflucht nun zur Straftat.

Info: Fahrerflucht
Wer sich nach einem Unfall dazu entscheidet, nicht eine angemessene Zeit zu warten und ggf. auch danach nichts sofort unternimmt, um seine Personalien feststellen zu lassen, begeht Fahrerflucht (juristisch: unerlaubtes Entfernen vom Unfallort) – eine Straftat, die von Polizei und Justiz entsprechend verfolgt werden muss. Wer sich innerhalb von 24 Stunden zu einem späteren Zeitpunkt z. B. beim Unfallgegner oder der Polizei meldet, beseitigt nicht die Unfallflucht, kann aber auf eine deutlich geringere Strafe oder sogar Straflosigkeit hoffen. Das gilt aber nur, wenn es ein geringer Sachschaden (unter 1.500-1.300 €) war, der abseits des normalen Straßenverkehrs entstanden ist (z. B. beim Parken). Bei höheren Schadenssummen, Personenschäden, Unfällen im fließenden Verkehr oder nach 24 Stunden profitiert der Unfallverursacher nicht von dieser Regelung.

Sachbeschädigung

Von keinem versehentlichen Unfall kann man hingegen in der Barnestraße und im Fuhrenweg ausgehen: In der Kernstadt wurde ein geparkter Ford Fiesta zerkratzt, wodurch ca. 500 Euro Schaden entstanden, in Steinhude waren es gleich 2000 Euro Schaden, die unbekannte Täter verursachten, als sie einen Golf zerkratzten.

Gefahrenabwehr

Noch bevor Unfälle geschehen konnten, zog die Polizei zwei Verkehrsteilnehmer aus dem Verkehr: In der Samstagnacht wurde in der Hindenburgstraße ein Radfahrer gegen 22.30 Uhr kontrolliert, der alkoholisiert war. Der Fahrradfahrer musste eine Blutprobe abgeben. Sonntagfrüh gegen 2 Uhr fuhr schließlich noch ein 21-jähriger Wunstorfer in eine Fahrzeugkontrolle: Er stand unter Drogen und musste sich ebenfalls einer Blutentnahme unterziehen.

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Auepost Redaktion

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8 Kommentare

  1. Überwiegend aber Dummheit der Parkenden.
    Wenn man sieht wieviel Platz nach rechts auf der markierten Fläche ist und die mit den linken Reifen direkt an der Kante stehen, demzufolge der Außenspiegel in die Fahrbahn ragt, sind das noch viel zu wenige.
    Fehlplanung, wie an fast allen Stellen in Wunstorf, sowieso !
    Bahnunterführung Barnestr./Duendorfer um ein Beispiel zu nennen….
    Manchmal frage ich mich was da für Gehirnakrobaten zuständig sind.

  2. Als Nicht-Autofahrerin fehlt mir die Sachkenntnis, so dass ich mir -ganz “Frau Ahnungslos”- vorstellen kann, dass es nicht ausschließlich Dummdödeligkeit sein muss, um einen Aussenspiegel bei der Fahrt zu schrotten.

    Was hingegen unabhängig vom Nicht-motorisiert-sein ist, ist mein völliges Unverständnis dafür, dass “berauschte” Leuts meinen, im Straßenverkehr unterwegs sein zu müssen.
    Mit seinem eigenen Leben soll meinetwegen jeder tun, was er will. Und wenn sich jemand unbedingt in Gefahr bringen will -okay.
    Kommt jedoch die Gesundheit oder gar das Leben anderer in Gefahr, ist für mich ganz klar “Schluss mit lustig”!
    Das macht mich richtig stinke sauer *knurr zähnefletsch*.

    Genau so, wie mir für die mutwilligen Beschädigungen am Eigentum anderer (hier an den Fahrzeugen) jegliches Verständnis abgeht.

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