2 Unfälle nacheinander

Polizei erwischt Fahrerflüchtigen

In Kolenfeld verursachte ein Autofahrer in der letzten Nacht gleich 2 Unfälle hintereinander, ohne sich um die Folgen zu kümmern. Die Polizei ermittelte den Fahrerflüchtigen jedoch nach einer schnellen Fahndung.

Fahr­zeug der Wunstor­fer Poli­zei (Sym­bol­bild) | Foto: Dani­el Schnei­der

Kolen­feld (red). In der ver­gan­ge­nen Nacht krach­te es gleich zwei­mal hin­ter­ein­an­der in Kolen­feld, als ein betrun­ke­ner 37-Jäh­ri­ger aus Wunstorf die Kon­trol­le über sein Fahr­zeug ver­lor. Gegen Mit­ter­nacht stieß er mit sei­nem Suzu­ki an der Kreu­zung Bültenstraße/Schwalenbergstraße gegen einen Opel aus Bad Nenn­dorf. Der Wunstor­fer fuhr jedoch ein­fach wei­ter, ohne sich um den Scha­den zu küm­mern.

Aus der Kurve geflogen

Doch schon ca. 3 Minu­ten spä­ter knall­te es erneut, als der nun Fah­rer­flüch­ti­ge in einer Kur­ve in der Stra­ße „Zur Maa­te“ nach rechts von der Fahr­bahn abkam. Danach prall­te der Wagen gegen ein Scheu­nen­tor, eine Haus­wand und einen Zaun. Auch jetzt stopp­te der 37-Jäh­ri­ge nicht, son­dern flüch­te­te erneut. Die alar­mier­te Poli­zei lei­te­te eine Nah­be­reichs­fahn­dung ein und konn­te dank Zeu­gen­be­schrei­bun­gen den Suzu­ki als auch den Fah­rer aus­fin­dig machen.

Ver­letzt wur­de bei den Unfäl­len nie­mand. Zur Scha­dens­hö­he mach­te die Poli­zei kei­ne Anga­ben. Der Wunstor­fer stand nach aktu­el­len Erkennt­nis­sen der Poli­zei unter Alko­hol­ein­fluss. Ein Straf­ver­fah­ren wur­de ein­ge­lei­tet.

INFO: Fah­rer­flucht
Wer sich nach einem Unfall dazu ent­schei­det, nicht eine ange­mes­se­ne Zeit zu war­ten und ggf. auch danach nichts sofort unter­nimmt, um sei­ne Per­so­na­li­en fest­stel­len zu las­sen, begeht Fah­rer­flucht (juris­tisch: uner­laub­tes Ent­fer­nen vom Unfall­ort) – eine Straf­tat, die von Poli­zei und Jus­tiz ent­spre­chend ver­folgt wer­den muss. Wer sich inner­halb von 24 Stun­den zu einem spä­te­ren Zeit­punkt z. B. beim Unfall­geg­ner oder der Poli­zei mel­det, besei­tigt nicht die Unfall­flucht, kann aber auf eine deut­lich gerin­ge­re Stra­fe oder sogar Straf­lo­sig­keit hof­fen. Das gilt aber nur, wenn es ein gerin­ger Sach­scha­den (unter 1.500–1.300 €) war, der abseits des nor­ma­len Stra­ßen­ver­kehrs ent­stan­den ist (z. B. beim Par­ken). Bei höhe­ren Scha­dens­sum­men, Per­so­nen­schä­den, Unfäl­len im flie­ßen­den Ver­kehr oder nach 24 Stun­den pro­fi­tiert der Unfall­ver­ur­sa­cher nicht von die­ser Rege­lung.

Bis­lang nicht ermit­telt wer­den konn­te dage­gen ein Fah­rer­flüch­ti­ger, der am Frei­tag oder Sams­tag in der Wunstor­fer König-Lud­wig-Stra­ße einen auf dem Park­platz eines Mehr­fa­mi­li­en­hau­ses abge­stell­ten Mer­ce­des beschä­dig­te. Die Poli­zei bit­tet mög­li­che Zeu­gen, sich unter Tele­fon (05031) 95300 zu mel­den.

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2 Kommentare
  1. Ines Scholl sagt

    Jen­ni­fer Pape-Lan­ge

  2. Yvi Schnautzerlein sagt

    Fah­rer­flucht scheint in Mode zu kom­men. Am Frei­tag beschä­dig­te ein Fah­rer vor der Kin­der­arzt­pra­xis in der Georg­str. ein ande­res Fahr­zeug und fuhr ein­fach weg. Dreist war jedoch, er fuhr noch­mal vor­bei und scherr­te sich nicht wei­ter um den Scha­den. Dank einer auf­merk­sa­men Mit­ar­bei­te­rin in den unte­ren Büro­räu­men konn­ten die Kenn­zei­chen der Poli­zei mit­ge­teilt wer­den, da die geschä­dig­te den Scha­den nicht bemerk­te und lei­der nicht mehr vor Ort infor­miert wer­den konn­te.

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