Missbrauchs-Verdacht an KiTa Bokeloh

Prak­ti­kant in U-Haft

Der wegen des Ver­dachts des sexu­el­len Über­griffs auf meh­re­re Kin­der in der Kin­der­ta­ges­stät­te Bokel­oh beschul­dig­te Prak­ti­kant sitzt in Unter­su­chungs­haft.

DRK-Kita Wunstorf-Bokeloh
DRK-Kita Wunstorf-Bokel­oh | Foto: Mir­ko Baschet­ti

Bokel­oh (nr). Vor eini­gen Tagen berich­te­te die Aue­post über den Ver­dacht des sexu­el­len Über­griffs in der DRK-Kin­der­ta­ges­stät­te Bokel­oh. Ein Prak­ti­kant des Bokel­o­her Kin­der­gar­tens soll meh­re­re Kin­der sexu­ell miss­braucht haben. Nun wur­de der ver­däch­ti­ge Prak­ti­kant dem Haft­rich­ter vor­ge­führt und sitzt in Unter­su­chungs­haft (sog. U-Haft). Dies bestä­tig­te die Staats­an­walt­schaft auf Nach­fra­ge der Aue­post.

Laut Staats­an­walt­schaft haben sich die Ver­dachts­mo­men­te der­art ver­dich­tet, dass von einem drin­gen­den Tat­ver­dacht aus­ge­gan­gen wer­den kön­ne. Der Haft­be­fehl wur­de mit dem Bestehen einer Wie­der­ho­lungs­ge­fahr begrün­det.
Ober­staats­an­walt Tho­mas Klin­ge wies jedoch auch dar­auf hin, dass wei­ter­hin die Unschulds­ver­mu­tung gel­te und die Ermitt­lun­gen noch andau­ern wür­den.

Info: Was ist Unter­su­chungs­haft?
Die Unter­su­chungs­haft und deren Vor­aus­set­zun­gen sind in der Straf­pro­zess­ord­nung (StPO) gere­gelt, genau­er gesagt in den §§ 112–130 StPO. Sie dient der Siche­rung des Straf­ver­fah­rens. Ein Tat­ver­däch­ti­ger kann in U-Haft genom­men wer­den, wenn ein drin­gen­der Tat­ver­dacht vor­liegt und ein Haft­grund gege­ben ist. Ein drin­gen­der Tat­ver­dacht liegt vor, wenn nach dem der­zei­ti­gen Ermitt­lungs­stand eine hohe Wahr­schein­lich­keit besteht, dass der Ver­däch­ti­ge die Straf­tat began­gen hat. Ein Haft­grund liegt bei Flucht-, Ver­dun­ke­lungs- oder Wie­der­ho­lungs­ge­fahr vor. Wie sich Flucht-, Ver­dun­ke­lungs- oder Wie­der­ho­lungs­ge­fahr defi­nie­ren und was nach einer Fest­nah­me pas­siert, kön­nen Sie hier nach­le­sen. Die Dau­er der Unter­su­chungs­haft ist grund­sätz­lich nicht zeit­lich begrenzt, soll jedoch nicht län­ger als 6 Mona­te dau­ern. Nach 6 Mona­ten müs­sen beson­de­re Vor­aus­set­zun­gen (bspw. beson­de­re Schwie­rig­keit ober beson­de­rer Umfang der Ermitt­lun­gen) vor­lie­gen, die die Fort­dau­er der Haft recht­fer­ti­gen. Die sich in U-Haft befin­den­den Beschul­dig­ten haben einen Anspruch auf Pflicht­ver­tei­di­gung.
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