Psych­ia­trie belegt 3. Platz im Gar­ten­wett­be­werb

Der Kli­nik­park der KRH Psych­ia­trie Wunstorf hat einen der Haupt­prei­se beim „Fir­men­Gär­ten-Wett­be­werb 2017 Niedersachsen/Bremen“ gewon­nen.

Aus­ge­zeich­ne­ter Kran­ken­haus­gar­ten: Tho­mas Haa­se, Jury­mit­glied, Hart­mut Bus­se, Lei­ter The­ra­pie­gärt­ne­rei, Chris­ti­na Kausch, Qua­li­täts­ma­nage­ment, Johan­nes Brack, Kaufm. Direk­tor (hin­te­re Rei­he v. l.) und Sil­ke Schwarz, Jury­mit­glied (vorn) | Foto: KRH Psych­ia­trie Wunstorf

Wunstorf (red). Bei dem Wett­be­werb unter der Schirm­herr­schaft der nie­der­säch­si­schen Sozi­al­mi­nis­te­rin Cor­ne­lia Rundt und der Bre­mer Gesund­heits­se­na­to­rin Eva Quan­te-Brandt nah­men mehr als 50 Kran­ken­häu­ser, Senio­ren­hei­me und the­ra­peu­ti­sche Ein­rich­tun­gen teil. Der Wunstor­fer Kli­nik­park beleg­te den drit­ten Platz und bekam damit einen der Haupt­prei­se. Die Prei­se ver­ste­hen sich als ide­el­le Aus­zeich­nung und sind undo­tiert.

Zwei Jury-Mit­glie­der des Wett­be­werbs, Sil­ke Schwarz (Hoch­schu­le Osna­brück, Land­schafts­ar­chi­tek­tin) und Tho­mas Haa­se (Ver­band Gar­ten-, Land­schafts- u. Sport­platz­bau Nie­der­sach­sen-Bre­men) über­ga­ben am Don­ners­tag eine Urkun­de an das Wunstor­fer Kli­nik­di­rek­to­ri­um. Stell­ver­tre­tend für alle, die den Kli­nik­gar­ten hegen und pfle­gen, bedank­te sich das Direk­to­ri­um sehr herz­lich bei Hart­mut Bus­se, dem Lei­ter der kli­nik­ei­ge­nen The­ra­pie­gärt­ne­rei.

Zwei Fra­gen stan­den bei der Bewer­tung der Gär­ten im Mit­tel­punkt: Wer bie­tet sei­nen Pati­en­ten und Mit­ar­bei­tern eine vor­bild­li­che Auf­ent­halts­qua­li­tät auch außer­halb des eige­nen Zim­mers? In wel­chen Ein­rich­tun­gen sind Gar­ten­an­la­gen opti­mal in pfle­ge­ri­sche und the­ra­peu­ti­sche Kon­zep­te inte­griert? Die sozia­le Funk­ti­on des Gar­tens, die gestal­te­ri­sche Qua­li­tät und die Öko­lo­gie flos­sen eben­falls ins Ergeb­nis ein. Der Wunstor­fer Psych­ia­trie-Gar­ten konn­te wegen sei­ner Offen­heit und sozia­len Funk­ti­on für die gan­ze Stadt punk­ten.

Info: Der Wunstor­fer Kli­nik­gar­ten
Der Gesund­heits­gar­ten „Men­ta­lis“ der KRH-Psych­ia­trie Wunstorf besteht in sei­nen Ursprün­gen bereits seit mehr als hun­dert Jah­ren. Das lässt sich nicht zuletzt im Alter des Baum­be­stan­des able­sen. Das Ziel des Gesund­heits­gar­tens ist es, mit sei­nen diver­sen Ange­bo­ten alle Sin­ne der Gar­ten­gäs­te anzu­spre­chen. Die Anla­ge ver­eint die Kli­nik­häu­ser der Psych­ia­trie mit­ein­an­der und ist zudem nicht nur für Pati­en­ten sowie deren Ange­hö­ri­gen, son­dern auch für die gesam­te Öffent­lich­keit bar­rie­re­frei zugäng­lich. Das Kran­ken­haus liegt in der Innen­stadt, so dass der Gesund­heits­gar­ten auf dem Weg zur Arbeit, Schu­le oder zum Ein­kauf durch­quert wird. Regel­mä­ßig fin­den im Gesund­heits­gar­ten Ver­an­stal­tun­gen, wie z. B. Som­mer­fes­te, Kon­zer­te oder Gesund­heits­ta­ge, statt.

Der Gesund­heits­gar­ten struk­tu­riert sich nach ver­schie­de­nen The­men: Hin­weis­schil­der, Weg­wei­ser und aus­lie­gen­de Lage­plä­ne die­nen der Ori­en­tie­rung. Besu­cher kön­nen je nach Inter­es­se den Teil auf­su­chen, in dem sie län­ger ver­wei­len möch­ten.

Im Wunstor­fer Psych­ia­trie-Gar­ten | Foto: Pro­jekt­ge­mein­schaft „Fir­men­Gär­ten Wett­be­werb 2017“/Karen Flach­mann

Der Gesund­heits­gar­ten wird von der eige­nen Park­pfle­ge betreut. Die Bee­te wer­den gemäß der Jah­res­zeit bepflanzt, wobei die Blu­men in der haus­ei­ge­nen The­ra­pie­gärt­ne­rei vor­ge­zo­gen wer­den. Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten sind somit the­ra­peu­tisch in die Gar­ten­pfle­ge inte­griert.

Info: Die Gar­ten-The­men­be­rei­che
Besin­nung – Kon­zen­tra­ti­on – Geden­ken: Ein Mahn­mal zum Geden­ken der Holo­caust-Opfer und die kran­ken­haus­ei­ge­ne Kir­che befin­den sich hier. Ein Muse­um beleuch­tet die his­to­ri­sche Ent­wick­lung des Hau­ses. Die his­to­ri­sche Ent­wick­lung der Psych­ia­trie wird durch ein Kunst­ob­jekt ergänzt.
Brun­nen­platz – Ort der Begeg­nung: Der Platz strahlt als Zen­trum des Parks Leben­dig­keit und Kom­mu­ni­ka­ti­on im Gar­ten aus. Ver­an­stal­tun­gen fin­den hier statt. Ein Café lädt Besu­cher zum län­ge­ren Ver­wei­len ein.
Erho­lungs­park: Der alte Baum­be­stand prägt die Atmo­sphä­re und regt als „Rau­schen im Blät­ter­wald“ den Hör­sinn an. Dort ertas­ten die Besu­cher unter dem Mot­to „Berüh­ren – Füh­len – Spü­ren“ unter­schied­li­che Baum­rin­den. Ein „Teich­bio­top“ stellt das Ele­ment Was­ser in den Mit­tel­punkt, und unter Bäu­men laden Bän­ke und Relax-Lie­ge zum Aus­ru­hen ein. Die Bäu­me tra­gen Hin­weis­schil­der zu Art und Alter.
Aue­land: So heißt der Bereich direkt neben der Aue, einem flie­ßen­den Gewäs­ser. Es ist mit den natur­be­las­se­nen Ufern und dem Bach­lauf ein sehr atmo­sphä­ri­scher Platz.

Spiel­ak­ti­vi­tä­ten fin­den sich an ver­schie­de­nen Stel­len des Parks. Die Bou­le­bahn wird gern von älte­ren Men­schen genutzt. Vol­ley­ball, Bad­min­ton und Bas­ket­ball kön­nen im Park gespielt wer­den. Eine Lauf­stre­cke steht für alle Inter­es­sier­te zur Ver­fü­gung. In Koope­ra­ti­on mit dem ört­li­chen „Bewe­gungs­netz­werk 50+“ ent­stand eine Stre­cke „3000 Schrit­te mehr gehen“. Lauf­grup­pen der Phy­sio­the­ra­pie nut­zen eben­falls den Park.

Wir sind sehr glück­lich über die Aus­zeich­nung, die unser Bemü­hen um einen Gar­ten als sozia­ler Raum der Begeg­nung für unse­re Pati­en­ten, Besu­cher, Beschäf­tig­te und die gesam­te Öffent­lich­keit wür­digt“, sag­te der Kauf­män­ni­sche Direk­tor, Johan­nes Brack, anläss­lich der Preis­ver­lei­hung.

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